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Aus den Geheimakten …

Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 10 – 6. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 10
Der Mann mit den sieben Frauen
6. Kapitel
Das Denkmal am See

»Sie sind jedenfalls zu beneiden, Mylord«, sprach Sherlock Holmes, »denn Ihr Besitz ist herrlich. Da begreift man es auch, dass Sie es vorziehen, in der Einsamkeit dieses schottischen Adelssitzes zu leben und nicht wie andere Ihresgleichen in London am Hofe der Königin und in der glänzendsten Gesellschaft, in den vornehmen Clubs, in denen es Zerstreuung genug gibt.«

»Ich liebe London nicht besonders«, gab Lord Dungrave zur Antwort, »und dann – das Land hat ja auch seine Freuden.«

»Gewiss«, versetzte Sherlock Holmes sarkastisch, »besonders – wenn man sie sich zu verschaffen weiß.«

In diesem Augenblick öffnete sich vor ihnen der Park, die alten Bäume traten zurück, und sie standen am Ufer eines jener Weiterlesen

Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 10 – 5. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 10
Der Mann mit den sieben Frauen
5. Kapitel
Unwillkommene Gäste

»He, was gibt’s? Was wünschen Sie, mein Herr? In diesem Schloss können Sie nicht absteigen. Fahren Sie zum Dorf Dunsinam hinunter! Dort gibt es ein Gasthaus.«

Ein grämlich aussehender alter Mann war es, der diese Worte ausrief, während er auf der Freitreppe eines schottischen Schlosses stand. Seine keineswegs freundliche Aufforderung war an zwei Herren gerichtet, die soeben in einem kleinen, leichten Wagen vorgefahren waren.

»He, bist du nicht aus Ashkirk?«, wandte sich der Alte, langsam näherkommend, an den Kutscher dieses Wagens. »Dann musst Weiterlesen

Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 10 – 4. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 10
Der Mann mit den sieben Frauen
4. Kapitel
Ein Einbruch und ein Mord

Es war eine ziemlich lange Fahrt, die Sherlock Holmes zurücklegen musste, denn die Great Northern Railway, die die Hauptverbindung Londons mit Schottland darstellte, befand sich weit im Norden der Stadt.

Endlich hielt der Wagen vor einem stattlichen Gebäude, an das sich endlos scheinende Güterschuppen anschlossen. Dort stieg der Detektiv aus und begab sich sogleich in das Büro der Eisenbahn.

»Verzeihen Sie, mein Herr«, wandte er sich an einen Beamten, der an einem Schreibtisch saß. »Ich heiße Sherlock Holmes.«

»Ah, der berühmte Detektiv? Außerordentlich erfreut.«

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Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 10 – 3. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 10
Der Mann mit den sieben Frauen
3. Kapitel
Dandy bezieht eine neue Wohnung

Entsetzt wichen Sherlock Holmes und Harry Taxon vor dem schrecklichen Anblick, den die Leiche im Koffer bot, zurück. Dann rangen sich die Worte über die Lippen des Detektivs: »Ein geheimnisvoller Schurke sendet mir sein Opfer in mein Haus. Er will mich damit verhöhnen, doch wir werden sehen, wer von uns beiden das letzte Wort behält.«

Mit diesem Ausbruch von Heftigkeit hatte die Erregung Sherlock Holmes’ ihren Höhepunkt erreicht und überschritten.

Kalt und ruhig nahm er nun die nötige Untersuchung vor.

»Vor allem, Harry, habe die Güte und schließe die Tür von innen«, sagte er. »Denn wir wollen ungestört sein. Und jetzt sei mir Weiterlesen

Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 10 – 2. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 10
Der Mann mit den sieben Frauen
2. Kapitel
Der Straßenaraber

Harry Taxon trug einen vielfach geflickten und durchlöcherten Anzug, alte, zerrissene Stiefel und einen braunen, zerschlissenen Hut, der wie ein umgestürzter Topf auf seinem Kopf saß. Er führte einen kleinen, achtjährigen Jungen an der Hand herein.

Es war ein blonder, hübscher Knabe, der jedoch höchst verwahrlost aussah.

Die Fetzen, die um seinen hageren Leib hingen, konnte man kaum als Anzug bezeichnen.

Seine Füße waren vollkommen unbekleidet und zeigten die Hornhaut, die entsteht, wenn man barfuß über hartes Pflaster läuft und dabei mit Steinen, Nägeln und Glassplittern in Berührung kommt.

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