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Lucie – Die Hexe von Poel

Die Entstehung

Die Idee, mich mit Lucie Bernitt auseinanderzusetzen, kam mir in dem Moment, als ich ihren Namen an diesem Schaukasten am Ortseingang von Brandenhusen las. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete ich noch an meinem ersten Roman Hochzeit auf der Konradsburg, zu dem mich ein Kreuz mit einer kopflosen Jesusfigur, das in der Klosterkirche der Konradsburg bei Aschersleben/Sachsen-Anhalt hängt, inspiriert hatte.

Ich machte ein Foto von der Infotafel, um den Namen nicht zu vergessen, und begann mit der Recherche. Viel gab es nicht zu finden, aber das Wenige reichte aus, um eine Idee entstehen zu lassen. Doch ich merkte, dass das Wenige, was ich herausfinden konnte, noch nicht reichen würde, um eine halbwegs glaubwürdige und spannende Geschichte daraus zu machen. Die wichtigsten Fragen wurden mir nämlich nicht beantwortet: Wer war diese Lucie Bernitt? Wie war sie? War sie wirklich eine Hexe?

Dazu bekam ich während eines weiteren Urlaubs in Brandenhusen ein paar Antworten von unserer Pensionswirtin Frau Fischer. Das Bild der Lucie Bernitt rundete sich langsam ab. Ich bekam Vorstellungen davon, wie sie gewesen sein könnte. Was sie gewesen sein könnte. Eine Hexe? Das kommt auf die Definition an. Ich denke aber, dass Lucie aufgrund ihrer Naivität, die vielleicht an Dummheit grenzte, anders war. Und Anderssein konnte zu jener Zeit eben schnell ein Schicksal besiegeln.

Nun war ich während der Recherche auf viele Namen gestoßen. Ein Quell an historischen Fakten und Namen ist die Internetseite poel-ahnen.de, die ich eingangs im Buch erwähne (die aber leider momentan nicht aufrufbar ist), als auch Judith Nachforschungen anstellt. Hier stellte sich nun die schwierigste Frage: Sollte und durfte ich diese Namen verwenden? Ich tat es im Falle der Namen, die im Verhörprotokoll erwähnt werden, und entschuldige mich bei allen Nachfahren, dass ich diesen Namen hier eine andere, neue Persönlichkeit verliehen habe. Ich werde den damals lebenden Personen sicherlich in keiner Weise gerecht, denn ich habe sie so entwickelt, dass sie zu Lucies Geschichte passen. Katharina Steinhagen habe ich als Gegenspielerin völlig frei erfunden, obwohl laut Verhörprotokoll eine Steinhagensche zumindest aus Lucies Sicht eine nicht unerhebliche Rolle gespielt hat. Jedoch wissen wir heute, dass solch ein Verhör in den seltensten Fällen die Wahrheit ans Licht brachte. So gehe ich auch davon aus, dass Lucies Aussagen nichts mit dem zu tun hatten, was wirklich geschah.

Ich wollte kein Geschichtsbuch schreiben, sondern einer jungen Frau, deren Name noch heute auf einer Infotafel in Brandenhusen geschrieben steht, eine Geschichte geben. Eine Geschichte, die vielleicht so nie stattgefunden hat, denn ob sie zu jener Zeit eine so gute Freundin hatte wie Anna, ist leider ungewiss.

Während ihrer verspäteten Flitterwochen auf der Insel Poel wird Judith an einer Informationstafel mit dem Namen einer Frau konfrontiert, die vor etwas mehr als 300 Jahren als Hexe verbrannt worden sein soll. Das löst in Judith wieder etwas aus, das ihr keine Ruhe lässt. Sie recherchiert zunächst im Internet, doch als sie der Hinrichtungsstätte einen Besuch abstatten will, passiert es. Judith fällt in einen ihrer Real- oder Erinnerungsträume, die sich niemand erklären kann, und ergründet das Geheimnis der Hexe von Poel.

 

Die vorliegende Geschichte entspringt zu großen Teilen der Fantasie der Autorin. Alle handelnden Personen in diesem Buch sind fiktive Charaktere, auch wenn sie oftmals die Namen haben, die historisch belegt sind. Ebenso ist die Handlung, bis auf den historisch belegten Fakt des Inquisitionsfalles Lucie Bernitt, frei erfunden.

Das Buch erscheint im Frühjahr 2021 beim Verlag Romantruhe mit der ISBN 978-3-86473-748-0. Es hat 148 Seiten und wird um die 8,95 EUR kosten.

Vorbestellungen können gern an per E-Mail an die Autorin getätigt werden.

 

Die Autorin

Anke Brandt, 1966 in Aschersleben geboren, lebt und arbeitet seit 30 Jahren in Hessen. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und drei Enkelkinder.
Das Schreiben ist ein Hobby, das sich aus ihrer langjährigen Tätigkeit im Buchhandel entwickelt hat. Einige Kurzgeschichten erschienen in diversen Anthologien, ihre ersten Kurzromane wurden im Onlinemagazin Geisterspiegel veröffentlicht, wo sie unter dem Pseudonym Gloomy Tomb an der Serie Timetraveller mitgeschrieben hat. Sie ist auch die Herausgeberin der Geisterspiegel-Anthologien, die jährlich zur Leipziger Buchmesse erscheinen.
Ihr erster Roman Hochzeit auf der Konradsburg erschien 2019 im Verlag Romantruhe und mit Die Hexe von Poel knüpft sie direkt an die Handlung an. In beiden Geschichten verarbeitet die Autorin eigene Erlebnisse, denn sie verbindet nicht nur eine große Liebe zu ihrer Heimat in Sachsen-Anhalt, sondern auch zu ihrem bevorzugten Urlaubsdomizil – der Insel Poel.

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6 Antworten auf Lucie – Die Hexe von Poel

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