01-Dark-Future
02- Dark-Vampire
03-Dark-History
04-Dark-Crime-I
05-Dark-Crime-II
06-Dark-Place
07-Dark-Creature
08-Dark-Killers
09-Dark-Ilands
Dark-End

Ausschreibung

Dark Empire

Archive
Folgt uns auch auf

Gemordet wird überall

Gemordet wird überall
Regionalkrimi-Lesung in Wiesbaden

Samstag, 24. August 2013: Im Wiesbadener Lesecafé in der Blücherstraße treffen sich die Autoren Alfred Wallon und Robert Herbig sowie elf Gäste in kleiner, aber feiner Runde, um Auszüge aus den Regionalkrimis Endstation (Alfred Wallon) und Tödliche Lilien (Robert Herbig) zu Gehör zu bringen (die Autoren) bzw. den Worten der Schriftsteller zu lauschen (die Gäste).

Den Anfang in den neu eingerichteten und umgestalteten Räumlichkeiten des Cafés macht Alfred Wallon. Bereits zum dritten Mal ist der vor allem für seine historischen Westernromane bekannte Autor hier in Wiesbaden zu Gast.
Mit Endstation (Blitz-Verlag) hat Wallon, lässt man einmal seine früheren Serienkrimis im Heftromansektor außen vor, seinen ersten (Regional-)Krimi im Buchformat verfasst.
Endstation spielt in Marburg, der Heimat des in der Gemeinde Ebsdorfergrund ansässigen Schriftstellers. Das Buchcover zeigt einen Schauplatz des Romans, den Spiegelslustturm, der damit düster dräuend auf die spannende Thriller-Handlung einstimmt: Krankenpfleger Manfred Hellmer muss nicht nur mit dem Tod seiner Mutter klarkommen, sondern er verliert zudem seinen Job und steht bald mittellos da. Um seiner persönlichen Misere Abhilfe zu schaffen, entwickelt Hellmer einen riskanten Plan.
Wallon untersucht im Rahmen der Kriminalhandlung, wie weit ein Mensch bereit ist zu gehen, der alles verloren hat.
In der 25-minütigen Lesung erfuhr man von Mord, Entführung und einer Lösegeldübergabe. Endstation ist außerdem ein Roman, der durch die genaue und detaillierte Schilderung der örtlichen Gegebenheiten punkten kann.
Alfred Wallon hat sein Ausflug ins Krimigenre wohl gefallen, denn ein zweiter Roman, mit dem Titel Eiszeit, dieses Mal handlungstechnisch im Westerwald angesiedelt, aber erneut mit Hauptkommissar Westermayer in der Ermittlerrolle, ist bereits in Vorbereitung.

Nach einer kurzen Pause, die selbstverständlich auch für Gespräche mit den anwesenden Autoren genutzt werden konnte, nahm Robert Herbig am Lesetisch Platz. Herbigs Krimi Tödliche Lilien erschien als 7. Band der Bergstraßen-Krimi-Reihe des Kehl-Verlags. Der grobe Handlungsabriss verspricht ein deutlich blutigeres Geschehen als im Werk Wallons. Gleich mehrere Geistliche werden in Tödliche Lilien ermordet, aber auch gewöhnliche Durchschnittsbürger kommen zu Tode. Viel zu tun für die Heidelberger Kripo und den frischgebackenen Kriminalkommissar Herbst. Die Bergstraße, Weinheim und Heidelberg sind bei Herbig die Schauplätze, aber auch ein real existierender Handwerksbetrieb wird beispielsweise in die Handlung eingebunden.
Robert Herbig, selbst wohnhaft in Weinheim, hat seine formalen literarischen Wurzeln eindeutig in der Kurzgeschichte. Tödliche Lilien ist sein Debüt in der Langform der schriftlichen Erzählung, gegliedert jedoch in kurze und kürzeste Kapitel.
Mit staubtrockenem Humor und uriger Gemütlichkeit gestaltet Herbig seine 40-minütige Lesung. Aufgrund mundartlicher Färbung gerade zu Beginn nicht immer ganz eindeutig zu verstehen, entwickelt sich die Lesung trotzdem schnell zu einer kurzweiligen Mischung aus natürlich ernsten, handlungsimmanenten Elementen wie aber auch aus durchaus erheiternden und damit stilbildenden Passagen. Trotz Mord und Totschlag gelingt es Herbig somit, auf seine unnachahmliche Art, seine Zuhörer bestens zu unterhalten und auch Kollege Wallon, der sich durch einen mehr sachlich geprägten und eher nüchternen Stil auszeichnet, attestiert Herbig am Ende von dessen Lesung, dass es diesem gelungen sei, beim Zuhörer förmlich einen Film im Kopf ablaufen zu lassen.
Auch Robert Herbig hat wohl Blut geleckt und hat seinen zweiten Regionalkrimi ebenfalls bereits in Arbeit. Einer der Handlungsschauplätze, soviel verriet der Autor, wird wohl eine Schönheitsklinik zwischen Weinheim und Heidelberg sein.
Herbig – wie zuvor auch Wallon – stand im Anschluss an seine Lesung den interessierten Gästen Rede und Antwort.

Nach etwa zwei Stunden ging ein interessanter und unterhaltsamer Leseabend zu Ende, der Lust auf die vorgestellten Romane wie auch die künftigen Publikationen der beiden Autoren machte.

Autorenseiten im Internet:

(stb)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.