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Storys

Der Freibeuter – Selige Vereinigung

Der-Freibeuter-Dritter-TeilDer Freibeuter
Dritter Teil
Kapitel 9

Der scheidende Herbst fegte die Länder und peitschte die Meere mit scharfem Besen, als Norcroß, von Schottland herabsegelnd, zum Kanal einbog, welchen die Franzosen den Ärmel nennen, um in den Hafen von Palais einzulaufen. Teils auf seiner Fahrt nach Schottland, teils von dort nach Frankreich zu, hatte er verschiedene gute Prisen gemacht und nach Schweden geschickt, zum Beweis, dass das Glück mit dem Dänenfeind ebenso gut über Meere wandle wie mit dem Graf Mörner, solange nur der kühne Freibeuter ihr Führer sei. Nun, da der Oktober bereits begonnen hatte, wollte er Görz’ Befehle in Frankreich ausrichten und hoffte, dies mit demselben guten Erfolg auszuführen, wie es ihm in Schottland geglückt war. Durch diese freundlichen Aussichten hatte er seine alte Weiterlesen →

Die Tauscher 15

die-tauscherDr. Uwe Krause
Die Tauscher Teil 15

Vielleicht waren es nur Minuten, aber für Florian schienen es Stunden zu sein, als Fräulein Levinsohn endlich zurückkam. Sie schlenderte heran, schlenkerte mit ihrem Handtäschchen und ließ sich auch von Florians Gestik nicht zur Temposteigerung bewegen.

»Ich weiß jetzt, dass heute die Abfallstoffe abgeholt werden. Auch der C-Stoff«, erklärte sie mit Stolz erhobenem Kopf. Dann stockte sie, weil Florian kurz davor stand, sie zu erwürgen.

»Und ich weiß, dass der C-Stoff schon längst abgeholt wurde«, knirschte er, »und ich würde gewusst haben, wohin er gebracht wird, wenn Sie sich nicht herumgetrieben haben würden.«
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Der goldene Fels – Kapitel 15

Der-goldene-FelsRobert Kohlrausch
Der goldene Fels
Kriminalroman, Alster-Verlag, Hamburg, 1915

Fünfzehntes Kapitel

Der Kommerzienrat hatte sich geweigert, Brockhof und de la Motte in den Saal hinauf zu folgen, aber sie fanden Martha, die noch neben der Leiche Wache hielt.

Mit schweren, schlurfenden Schritten ging der Professor bis an die Seite des toten Sohnes. Hier blieb er einen Augenblick stehen und sagte, zusammenschauernd, leise: »Mein Sohn ist ein Mörder!« Und, indem er zu Martha hinüber nickte, noch einmal: »Martha, mein Sohn ist ein Mörder!«
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Die Tauscher 14

die-tauscherDr. Uwe Krause
Die Tauscher Teil 14

»Was könnte das sein?«, fragte Fräulein Levinsohn.

Florian schaute aus dem Taxi auf die Stadt, die in der Abendhitze kochte. Am Himmel zogen schwere Gewitterwolken auf. Fräulein Levinsohn hatte ihren Bruder überredet, um eine Verschiebung der heutigen Sitzung zu bitten. Und wieder hatte Florian gemerkt, dass sie auch anders sein konnte. Liebevoll und besorgt und ganz ohne ihre übliche Kratzbürstigkeit und ihren Sarkasmus.

»Ich weiß es nicht«, antwortete er auf ihre Frage, »aber ich weiß, dass wir es nicht herausfinden, ohne uns das Institut anzuschauen.«
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Der bayerische Hiesel – Teil 50

Ma­thi­as Eten­hu­e­ber, Kur­fürst­li­cher Hof­po­et

Mo­ra­li­sche Ge­dan­ken über den so­ge­nann­ten baye­ri­schen Hie­sel,
wel­cher den 6. Sep­tem­ber 1771 zu Dil­lin­gen durch die Hand des Scharf­rich­ters
von oben he­rab ge­rä­dert, des­sen Kör­per in vier Tei­le zer­haut,
die­se auf die Land­stra­ßen ge­hängt,der Kopf aber auf den Gal­gen ge­steckt wor­den.

Zu fin­den bei Jo­seph Waa­gus, Kup­fer-Ver­le­ger in Ja­ko­ber-Vorstadt im Farb­hö­fel in Augs­burg. Nebst dem Por­trait.

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