Die Virginier – Erster Band – 15. Kapitel
William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
15. Kapitel
Ein Sonntag in Castlewood
Der zweite Tag nach Harrys Ankunft in Castlewood war ein Sonntag. Die zum Schloss gehörende Kapelle war gleichzeitig die Dorfkirche. Eine Tür vom Haus aus führte zu einem großen Prunkgestühl, welches die Familie einnahm, und hier nahmen sie nach gegebener Zeit alle der Reihe nach ihre Plätze ein, während eine recht zahlreiche Gemeinde aus dem Dorf die Bänke darunter füllte. Einige wenige alte, staubige Banner hingen vom Kirchendach, und Harry fand Gefallen an der Vorstellung, dass sie von Gefolgsleuten seiner Familie in den Kriegen des Commonwealth getragen worden waren, an denen seine Vorfahren, wie er wohl wusste, einen loyalen und glanzvollen Anteil genommen hatten.
Die Gespenster – Vierter Teil – 41. Erzählung
Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil
Einundvierzigste Erzählung
Die Generalin von K. zu Berlin
Dass ein verschlossenes Gewölbe für den nach der Beisetzung wiedererwachenden Scheintoten nicht viel angemessener und zweckmäßiger sei als jedes andere, wieder mit Erde angefüllte Grab — das gibt uns das empörende Schicksal der höchst bedauernswürdigen Frau Generalin von K. zu Berlin den traurigsten Beweis. Diese Dame starb in Kindesnöten und wurde in einem Gewölbe der Berlinerischen Garnisonkirche beigesetzt. In der unmittelbar darauf einbrechenden Nacht, hörte eine in der Nähe Weiterlesen
Die Sage des Billy the Kid – Kapitel 12 Teil 2
Die Sage des Billy the Kid
Kapitel 12 Teil 2
Ein Frieden auf Haaresbreite
Zwei Jahre später erinnerte sich Billy im Schatten des Galgens an das Begnadigungsversprechen des Gouverneurs. Doch die Begnadigung blieb aus, und seine Freundschaft schlug in Hass um.
»Die Schreckensherrschaft in Lincoln County ist noch nicht vorbei«, schrieb Susan E. Wallace, die Frau des Gouverneurs, in einem Brief aus Fort Stanton, »und unser Leben liegt in der Gnade von Desperados und Gesetzlosen, allen voran Billy the Kid, dessen Stolz es ist, für jedes Jahr seines Lebens einen Mann getötet zu haben. Einmal wurde er gefangen genommen und entkam, und nun schwört er, dass er sich ergeben und hängen lassen wird, sobald er den Sheriff, den Richter, der das Urteil über ihn gefällt hat, und Gouverneur Wallace getötet hat.«
»Ich habe vor, auf die Plaza von Santa Fe zu reiten, mein Pferd vor dem Palast anzubinden und Lew Wallace eine Kugel zu Weiterlesen
Der hinkende Teufel – Kapitel 5 – 1. Teil
Alain-René Lesage
Der hinkende Teufel
Pforzheim 1840
Fünftes Kapitel – 1. Teil
Fortsetzung der Liebesgeschichte des Grafen von Belflor
Don Luis ging sehr früh zum Grafen, der sich immer noch unentdeckt wähnte, und daher über diesen Besuch höchlich verwundert war. Er kam dem Alten entgegen, umarmte ihn mehrere Male hintereinander und sagte: ›Ich bin unendlich erfreut, Euch bei mir zu sehen. Wolltet Ihr mir vielleicht eine Gelegenheit bieten, Euch zu dienen?‹
›Herr Graf‹, antwortete Don Luis, ›ich wünschte, mit Euch allein zu sein.‹
Belflor ließ seine Bedienten abtreten. Sie setzten sich und nun nahm der Alte das Wort. ›Herr Graf‹, sagte er, ›meine Ehre und meine Ruhe machen eine Erklärung nötig, um die zu bitten ich gekommen bin. Ich habe Euch heute früh aus Leonores Zimmer Weiterlesen
American Indian Weekly Nr. 2 – Aufgespürt in seinem Versteck – Kapitel 5
American Indian Weekly
Nummer 2, 1910
Aufgespürt in seinem Versteck
oder Die Verfolgung des Mitternachtsräubers
von Colonel Spencer Dair
Kapitel 5
Auf der Fährte
Nachdem Bowser und seine Männer beim Zusammentreiben des durchgegangenen Viehs erfahren hatten, dass sich die Öffnungen im Umzäunungszaun auf der Südseite befanden, ritten sie in diese Richtung. Dabei breiteten sie sich in einem weiten Halbkreis aus, um so viel Gebiet wie möglich abzudecken und dadurch die Fährte der fünfzig noch nicht gefundenen Rinder schneller ausfindig zu machen.
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