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Im Gespräch mit Uwe Anton über den Band 12 von Terminus, Der Plan der Cynos

Im Gespräch mit Uwe Anton über den Band 12 von Terminus, Der Plan der Cynos

Alexandra Trinley: Uwe, du bist Expokrat und Autor des ersten und des letzten Bandes von Terminus, schreibst den Anfang und das Ende deines literarischen Babys. So schließt sich der Kreis. Zu Beginn erzähle uns doch bitte, wen das Titelblatt zeigt.

Uwe Anton:  Selbstverständlich Takayo Sakurai, die in diesem Band eine sehr, sehr wichtige Rolle spielt. Ansonsten zeigt das Bild nicht unbedingt eine Szene aus dem Roman, sondern fasst die Essenz des Romans zusammen. Dirk Schulz hat hier eine hervorragende Arbeit geleistet, finde ich, wenngleich sich jeder Leser Takayo natürlich anders vorstellt.

Alexandra Trinley: Nun stehen sich anscheinend mehrere Fraktionen der Cynos gegenüber. Was sind die Cynos für Wesen, was können sie, was zeichnet sie aus?

Uwe Anton: Die Cynos sind eins der großen Geheimnisse des Schwarm-Zyklus (Perry Rhodan 500 – 569). Was das für Wesen sind und was sie können, wurde damals nie vollständig und befriedigend aufgeklärt. Diesen Nimbus des Geheimnisvollen wollen wir in Terminus beibehalten. Diese Miniserie hat nicht das Ziel, die Cynos zu entmystifizieren, sondern erzählt eine abgeschlossene Geschichte, in der Rhodan eine konkrete Bedrohung für das Solsystem beseitigt.

Alexandra Trinley: Und sie greifen die Menschheit an. Ausgerechnet die Menschheit. Geht es ihnen um die übliche Weltherrschaft?

Uwe Anton: Falsch. Sie greifen nicht ausgerechnet die Menschheit an, ihr »Heimliches Imperium« agiert in aller Heimlichkeit, wie der Name schon sagt, gegen alle Milchstraßenvölker. Das haben wir in Terminus schon längst etabliert. Auch das Imperium Dabrifa wurde von ihnen unterwandert.

Alexandra Trinley: Die Auseinandersetzung, heißt es, findet im Terminussystem statt. Was ist das für ein besonderes System, dass es der Serie den Namen gab?

Uwe Anton: Schon in den Rhodan-Bänden 500 – 569 wurde etabliert, dass es bei den Cynos zwei Fraktionen gibt, die Pro- und die Kontra-Cynos. Was sie voneinander unterscheidet und welche unterschiedlichen Ziele sie haben, hat die Miniserie deutlich ausgearbeitet. Wer Terminus gelesen hat, wird es wissen. Das Terminussystem ist eins der geheimen Systeme der Kontra-Cynos, in denen sie an der Umsetzung ihrer Pläne arbeiten. Hätte Perry Rhodan es nicht gefunden, hätte die galaktische Geschichte einen ganz anderen Verlauf genommen, als sie schließlich in den Bänden der Erstauflage genommen hat.

Alexandra Trinley: Spielt der Vario-400, der in Band 9 um seine Erinnerungen und seine Identität kämpft, wieder eine Rolle?

Uwe Anton: Selbstverständlich. In Band 12 werden alle Handlungsfäden zusammengeführt. Wir hoffen, nichts vergessen zu haben, nicht einmal den Kaiser von Olymp …

Alexandra Trinley: Nun sollen im Abschlussband in bewährter Manier alle Handlungsfäden zusammengeführt werden. Mit welchen Handlungsfäden hattest du dabei zu hantieren?

Uwe Anton: Auf der oberen Handlungsebene die Geschicke von Rhodan, seinen Begleitern, der Besatzung der CART RUDO, des Varios und so weiter. Auf der unteren Ebene geht es um viel mehr, das ich jetzt aber nicht verraten werde. Den Leser erwarten noch einige Überraschungen.

Alexandra Trinley: Wie findet der Showdown statt?

Uwe Anton: Selbstredend mit einer spannenden Handlung, die einige Überraschungen birgt und alles aufklärt.

Alexandra Trinley: Ach so. Natürlich. Aber sicherlich kannst du dich eindeutiger dazu äußern, wie du nachträglich den Umgang mit dem Ursprungsmaterial siehst. Findest du dein Solares Imperium authentisch, ist Perry Rhodan wirklich der gute, alte Großadministrator?

Uwe Anton: Die Fakten stimmen, insofern ist das Solare Imperium durchaus authentisch. Dass die Autoren des Jahres 2017 anders schreiben als die Autoren des Jahres 1969, ist klar. Unsere Leserinnen stiegen uns aufs Dach, würden wir unsere Protagonistinnen nur den Kaffee bringen und unsere Protagonisten nur über die Gefahren der Gleichberechtigung philosophieren lassen. Band 400 erschien vor fast 50 Jahren, Alexandra!

Alexandra Trinley: Die Cynos bekamen aber schon modernere Züge mit dieser ausgeprägten Darstellung ihres Innenlebens. Von den dazu erfundenen Figuren, den Dabrifa-Agenten Juki und Darren mal ganz abgesehen. Dient das der Annäherung an den modernen Leser oder war es euch eher ein ganz persönliches Anliegen, solche Figuren in diese Epoche der Serie zu schreiben?

Uwe Anton: Die Cynos sind weit mehr als bloße Pappgestalten, und Juki und Darren ermöglichen einen Blick aus der heutigen Zeit auf die damalige. Natürlich sind es eigenständige Personen, die auch im großen Rahmen eine Brücke von der Vergangenheit zur Gegenwart der Serie schlagen, zumindest für die Leser, die zwischen den Zeilen lesen können und sich mit der Erstauflage auskennen.

Alexandra Trinley: Ihr wolltet auch gezielt einfacher schreiben, um verlorengegangenen Altlesern wieder Futter zu geben und Neulesern einen einfacheren Zugang zu ebnen. Bist du mit dem Ergebnis zufrieden?

Uwe Anton: Jede Miniserie stellt die Quadratur des Kreises und die eierlegende Wollmilchsau dar, da sie die von dir erwähnten Ziele hat. Mit Terminus bin ich bei allen kleinen Fehlern, die uns unterlaufen sein mögen, sehr zufrieden.

Alexandra Trinley: In einem Satz: Was ist der grundlegende Unterschied zwischen Terminus und Perry Rhodan NEO?

Uwe Anton: Bei allem Respekt vor den Kollegen – als NEO erschien, war ich für die Exposés der Erstauflage verantwortlich. Um mich nicht beeinflussen zu lassen, habe ich NEO nicht gelesen. Daher kann ich deine Frage nicht beantworten.

Alexandra Trinley: Perry Rhodan NEO hat sich gut entwickelt. Seid ihr mit den Verkaufszahlen von Terminus zufrieden?

Uwe Anton: Wir haben unsere Ziele voll erreicht. Zufrieden bin ich nie, ich möchte immer zehntausend Exemplare mehr verkaufen. Dass Terminus ein voller Erfolg war, sieht man auch daran, dass Anfang nächsten Jahres schon die neue Miniserie startet, Olymp, für die meine liebe Kollegin Susan Schwartz verantwortlich zeichnet. Hätte Terminus sich nicht verkauft, wäre es wohl kaum dazu gekommen.

Alexandra Trinley: Was ist deine ganz persönliche Schlüsselszene im Abschlussband?

Uwe Anton: Da gibt es zu viele, als dass ich alle aufzählen könnte, vor allem im Epilog.

Alexandra Trinley: Gibst du uns auch eine Textprobe?

Uwe Anton: Ich bitte um Verständnis, dass ich darauf verzichten möchte. Jede relevante Leseprobe würde eine Überraschung vorwegnehmen. Vielleicht ein kleiner Rückgriff auf Band 1, der zeigt, wie sehr die Miniserie in sich geschlossen ist.

»Abrupt veränderte sich für Perry Rhodan die Umgebung. Sein Geist schwebte ein paar Hundert Meter über einem Planeten, schaute auf eine weite Ebene, die sich bis zum Horizont erstreckte.

Auf ein riesiges Feld, auf dem Tausende von Obelisken standen, die keinen Schatten warfen.

Schier endlos dehnte sich das Feld unter ihm aus. Die Zahl der Obelisken konnte Rhodan nicht mal ansatzweise abschätzen.«

Band 12 beantwortet dann die Frage, was für Obelisken das sind.

Alexandra Trinley: Danke, Uwe.

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