Die Tauscher 10
Dr. Uwe Krause
Die Tauscher Teil 10
Hammerstain überquerte die Straße und fluchte, weil seine weißen Schuhe den metallisch glitzernden Straßenstaub aufzusaugen schienen. Er betrat einen Durchgang und erreichte das Treppenhaus. Aus der offenen Kellertür stieg feuchter muffiger Dunst. Hammerstain lief die Treppe hoch. Die Holzstufen waren durchgetreten und glatt wie Eis. Auf den Treppenabsätzen waren die Toiletten. Entweder sie waren gerade alle in heftigem Gebrauch oder die sanitären Anlagen stanken hier schon wie ein Abwasserkanal. Hinter den schäbigen Türen klangen Stimmen in vielen Sprachen, mehr als einmal wurde eine Tür geöffnet und neugierige Blicke folgten Hammerstain, der die knarrende Treppe bis zur letzten Stufe hochstieg. Hier oben vermischte sich die Sommerhitze mit dem Gestank von Taubendreck.
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Felsenherz der Trapper – Teil 11.1
Felsenherz der Trapper
Selbsterlebtes aus den Indianergebieten erzählt von Kapitän William Käbler
Erstveröffentlichung im Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1922
Band 11
Das Häuptlingsgrab am Juan-Fluss
Erstes Kapitel
Tom Pick und die beiden Kojoten
Durch die weiten Prärien, die sich nördlich der Guadalupeberge bis zu den Südausläufern der Jikarilla-Höhenzüge hinziehen, trabte an einem schwülen Sommerabend ein einzelner Reiter, der einen Falben ritt und so tief Weiterlesen
Der bayerische Hiesel – Teil 47
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
Urgicht und Urteil des in der hochfürstlichen Residenzstadt Dillingen durch das Rad hingerichteten Mathias Klostermayer oder landesverrufener Erzbösewichts des bayerischen Hiesel
Zum Nutzen des Waisenhauses
Verlegt von Johann Leonhard Brönner, hochfürstlich-bischöflicher akademischer Buchdrucker 1771
Der vor dem peinlichen Halsgericht hier öffentlich vorgestellte Missetäter Mathias Klostermayer oder sogenannte bayerische Hiesel von Kissing aus dem Landgericht Friedberg in Bayern gebürtig, etlich und dreißigjährigen Alters, Weiterlesen
Die Tauscher 9
Dr. Uwe Krause
Die Tauscher Teil 9
Die Telefonanrufe konnte er erst am nächsten Tag machen, inzwischen war es schon Nacht. Die Lampen tauchten den Bahnhofsvorplatz in ein grelles weißes Licht, als wäre es ein Gebiet auf einem fremden Planeten. Alle Passanten, die über den Platz eilten, wurden von einem Stern von zuckenden Schatten begleitet. Die Straßenbahnen und Busse waren hell erleuchtet, hinter den Fenstern saßen die Fahrgäste wie Schaufensterpuppen oder wie Fische im Aquarium. Florian öffnete das Fenster. Die Straße und die Gebäude dünsteten die Tageshitze aus, aber immerhin roch die Luft jetzt nicht mehr so stark nach Abgasen. Ein Flugzeug zog niedrig über die Stadt hinweg, deutlich waren die drei oder vier Reihen der Fenster erkennbar, helle Lichter, die übereinander liegend den schwarzen Schatten des Rumpfes durchbrachen. Dem Dröhnen der Motoren nach zu Weiterlesen
Der Freibeuter – Kanonen- und Schiffstaufe
Der Freibeuter
Dritter Teil
Kapitel 8
Görzens Rat war nicht vergeblich gewesen. Norcroß spielte von diesem Tage an mit dem Kammerherrn von Wollstrupp seine Komödie. Zuerst hielt er in ihrem Streit ihm weniger als sonst die Widerpart, stellte sich dann mehr und mehr überzeugt und äußerte endlich, wenn sich ihm nur eine Gelegenheit böte, vorteilhafter platziert zu werden, so sei er gar nicht abgeneigt, die Dienste des Königs von Schweden zu verlassen, der ihn trotz aller Freundschaft schlecht bedacht habe. »Was hilft mir die freundliche Herablassung«, sagte er, »ich kann sie beim Wechsler nicht zu Kleingeld machen und mir keinen Krug Wein davon kaufen. Obwohl man mir immer und immer vorsagt, der König sei mein Freund, so bin ich doch Kaperkapitän wie vor drei Jahren.«
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