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Vergessene Werke

Deutsche Märchen und Sagen 155

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

201. Der Brand von Ronse

An einem nebligen Tag des Jahres 1519 kam eine Frau, die in der Pfefferstraße zu Ronse wohnte, an die Tür, um einen Kessel voll schmutzigen Wassers in die Gosse zu gießen. Da sah sie von Weitem einen Menschen von sonderbarem Äußern sich nähern, der die stillen und einsamen Straßen durchschritt und die Häuser von oben bis unten beschaute, als wäre Wunder was daran zu sehen gewesen. Vor der Frau blieb er endlich stehen und glotzte sie dermaßen an, dass ihr der kalte Angstschweiß auf die Stirn trat. Sie goss in ihrer Not das Wasser schnell aus Weiterlesen

Deutsche Märchen und Sagen 154

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

200. Pest zu Trier

Unter dem Bischof Nicetius regierte die Pest auf eine schreckliche Weise in Trier. Das Volk lag Tag und Nacht auf den Knien und betete zu Gott um Abwendung des Übels, aber der Himmel schien lange taub zu sein gegen diese Gebete. Endlich doch erhörte er sie.

Eines Nachts hörte man ein starkes Geräusch, einem Donnerschlag gleich, von der Brücke her. Alle Einwohner erhoben sich in Angst und Schrecken und aller erster Gedanke war, ihr letztes Stündlein sei gekommen.
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Deutsche Märchen und Sagen 153

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

199. Von Mäusen gefressen

Kaiser Heinrich IV. hatte einen argen Feind. Nachdem er zu Lüttich gestorben war, saß dieser, ein stolzer und hochmütiger Mensch, eines Tages bei einem Gastmahl. Plötzlich drangen aus allen Mauern Mäuse und die umzingelten ihn dergestalt und in so großer Menge, dass er kaum einen Ausweg sah, ihnen zu entfliehen.

Man schlug auf die Tiere los, scheuchte sie auf alle Weise, aber vergebens.

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Mad Dan, der Spion von 1776 – Kapitel 9

C. B. Lewis
Mad Dan, der Spion von 1776
Kapitel 9
Der Späher der Quäker

Am Nachmittag des Tages, an dem der Offizier und der Späher hingerichtet wurden, eröffneten die britischen Truppen ein heftiges Feuer auf die Stellung der Kolonisten, aber es war nur Pulver und Blei, das verschossen wurde. Auf beiden Seiten wurde niemand verletzt, und kurz vor der Nacht zog sich Tarleton etwa vier Meilen vom Berg zurück, weil er überzeugt war, dass er die Bergbewohner aus ihrer Festung locken musste, wenn er sie verjagen wollte. Captain Tracy freute sich aus mehreren Gründen über diese Bewegung des Feindes und schob seine Wache eine halbe Meile weiter die Straße hinunter. Er war sich bewusst, dass der Rückzug des Feindes nur Weiterlesen

Carrier, der Erzteufel – Teil 11

Carrier, der Erzteufel, in eine Menschenhaut eingenäht, der in wenigen Monaten in der französischen Stadt Nantes mehr als fünfzehntausend Menschen von jedem Alter und Geschlecht erwürgen, ersäufen, erschießen, martern und guillotinieren ließ, ein blutdürstiges Ungeheuer und höllischer Mordbrenner
Zur Warnung vor blutigen Revolutionen
Von Dr. F. W. Pikant (Friedrich Wilhelm Bruckbräu)
Verlag der J. Lutzenbergerschen Buchhandlung, Altötting, 1860

Der Verräter

Vernet und Eugenie sprachen von ihrer Liebe, welche an jenem Tag begonnen hatte, an welchem es Vernet gelungen war, sie und ihren Vater zu retten, als wilde Mordbrenner, republikanische Sol­daten, ihr Schloss Weiterlesen

Das Buch vom Rübezahl – Teil 24

Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852

25. Wie Rübezahl in der Höflichkeit unterweist

Ein junger vorwitziger grober Geselle, der auf der Wanderschaft nach Böhmen unterwegs von Rübezahl hatte erzählen hören, wollte, als er in die Nähe der Koppe kam, ihn selbst zu Gesicht bekommen.

Deshalb forderte er ihn mit unge­schliffenen Worten heraus und rief: »Rübezahl, Bärenhäuter, Hundsfott, wo steckst du? Lass mich von deiner Kunst was sehen, wenn du eine verstehst.«

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