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Slaterman

Marshal Crown – Band 34

Shotgun Marlow, der Schlächter von Texas

Jesse Howell lag in einer flachen Büffelsuhle am südlichen Ufer des Pea Creeks und starrte nachdenklich auf das Staatsgefängnis von Huntsville, dessen rote Backsteinmauern meterhoch in den trüben Herbsthimmel ragten.

Er war dabei bemüht, sich so klein wie möglich zu machen, um nicht entdeckt zu werden, denn an dieser Stelle war das Land zu beiden Seiten des Flusses sowohl frei vom üblicherweise angrenzenden Wald wie auch von sonstigem Gebüsch. Es gab hier auf gut einer Meile in der Runde nicht einmal Felsen und außer ein paar Grasbüscheln absolut nichts, was auch nur im Entferntesten als Deckung dienen konnte.

Nichts und niemand konnte sich unbemerkt der Haftanstalt nähern.

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Slatermans Westernkurier 01/2018

Auf ein Wort, Stranger, wer kennt noch Martin Marty, den Seelenfänger der Plains-Indianer?

Man schrieb das Jahr 1834, als in Schwyz, dem Hauptort des gleichnamigen Schweizer Kantons, Martin Marty, der spätere Benediktinermönch und Bischof von St. Cloud, Minnesota, das Licht der Welt erblickte.

Der Junge wuchs in einer Welt auf, deren Alltag streng von der römisch-katholischen Religion reglementiert wurde. Bereits als Fünfjähriger wurde Marty von den Jesuiten erzogen, die aus katholischer Sicht als Elite und Kämpfer für die Rechtgläubigkeit galten.

Die Mönche sahen in dem wissbegierigen Jungen schon früh einen zukünftigen Ordensmann und sandten ihn 1846 ins Kollegium St. Michel nach Fribourg.

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Marshal Crown – Band 33

In Texas wartet der Tod

San Jacinto, Texas

21.April 1836

Der Wind, der sanft über die grasbewachsene Ebene am San Jacinto River strich, fing sich nicht nur in den Bäumen und verlor sich über den niedrigen Landrücken entlang des Flusses, sondern trug auch den Hufschlag galoppierender Pferde und das Rufen und Brüllen von Männern heran.

»Hört ihr das?«, stieß Sargento Pablo Garcia hervor und richtete sich unvermittelt auf.

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Paraforce Band 31

Paraforce Band 31

Bete, wenn der Chupacabra kommt

Prolog

Mexiko, Juni 1994
Irgendwo im Norden, hart an der Grenze zu Texas

Die Sonne stand einer weißglühenden Scheibe gleich fast senkrecht am stahlblauen Himmel.

Erbarmungslos schleuderte sie ihre Strahlen auf die ausgebrannte Hügellandschaft, die nur aus Steinen, Sand Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 12/2017

Auf ein Wort, Stranger, wenn es auch heute wieder um jenes gewisse Thema geht.

Es sind nur drei Buchstaben, aber in der richtigen Reihenfolge gelesen, bilden sie jenes Wort, das seit den frühesten Tagen des Christentums als Inbegriff für die schönste Nebensache der Welt gilt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch der Wilde Westen war davon nicht ausgenommen, allerdings war es gerade diese Epoche, in der die Kluft zwischen Verzückung und Verteufelung so tief war wie kaum jemals davor oder danach.

Besonders deutlich wurde diese Kluft zwischen dem puritanischen Norden, in dem die Idee von der jungfräulichen Unschuld geradezu in Besessenheit und Verfolgungswahn ausartete, und dem Süden, wo Weiterlesen

Marshal Crown – Band 32

Der Gentleman-Killer

Das Anwesen lag in einem fruchtbaren Tal unweit des Rio Brazos.

Sterling Blair, den meisten Menschen des nahen Städtchens Granbury noch als Richter Blair bekannt, trat im Licht des schwindenden Tages auf die Veranda seines Hauses, in der Rechten ein Tablett mit einem Krug Zitronenlimonade und einem leeren Glas, und drückte mit dem Absatz seines Stiefels die Haustür hinter sich ins Schloss.

Der Stoff von seinem rechten Hemdärmel war bis zum Ellbogen aufgerollt, der linke hingegen kurz nach der Schulter abgeschnitten und zugenäht, ein Andenken an den Bürgerkrieg.

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