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Slaterman

Marshal Crown – Band 29

Tötet Tavoja!

Trommelnder Hufschlag hallte wie das Donnern eines heranziehenden Gewitters durch die Straßen von Pelado und wurde von den weiß gekalkten Wänden der Adobelehmhütten als vielfaches Echo wieder zurückgeworfen.

Mit einem wilden Satz schoss US-Marshal Jim Crown derart ungestüm in die Höhe, dass der Stuhl, auf dem er es sich bis vor wenigen Sekunden noch bequem gemacht hatte, mit einem lauten Poltern hinter ihm zu Boden fiel.

Wütende Schreie gellten durch den Mittag, Pferde wieherten, Männer fluchten, irgendwo auf der Straße kläffte ein Hund wie verrückt.

»Heilige Maria von Guadelupe«, keuchte Juan Martinez, der Wirt der kleinen Bodega von Pelado, und bekreuzigte Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 08/2017

Auf ein Wort, Stranger, wer kennt eigentlich noch John Colter?

Colter, manchmal auch Coulter geschrieben, ist eigentlich ein ziemlich banal klingender amerikanischer Nachname. Nichts, aber auch gar nichts lässt auch nur ansatzweise darauf schließen, dass hinter einem der Träger dieses Namens, einem gewissen John Colter, ein Mann steckt, dessen Ruf noch heute in den Wäldern und Ebenen von Montana, Wyoming und Idaho wie Donnerhall erklingt.

Ein jeder kennt wahrscheinlich Billy the Kid, Wild Bill Hickok oder Buffalo Bill, aber sie alle sind wahre Waisenknaben gegenüber diesem Mann.

Er war Entdecker, Mountain Men, liebevoller Ehegatte, Trapper, Geschäftsmann und Indianerkämpfer.

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Marshal Crown – Band 28

Comancheros, Colts und Marshal Crown

US-Marshal Jesse Eager löste mit fliegenden Fingern das Lasso vom Sattel. Dann trieb er sein Pferd an.

Eager gebrauchte das zusammengerollte Rohhautseil dabei wie eine Peitsche.

Er wusste genau, er konnte den rauchgrauen Grullahengst jetzt nur noch mit dem Lassoende antreiben, hatte dieser doch bereits einen höllischen Gewaltritt hinter sich.

Aber darauf konnte er jetzt keine Rücksicht mehr nehmen, es ging schließlich um sein Leben, und, wenn ihn nicht alles täuschte, auch um das seines Pferdes.

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Slatermans Westernkurier 07/2017

Auf ein Wort, Stranger, Holster ist das Thema.

Holster, dieses kleine, banale, aus dem Englischen stammende Wort, das längst auch hierzulande in den Sprachgebrauch der Büchsenmacher, Waffenhändler und Sammler seinen Eingang gefunden hat, spiegelt nicht im Geringsten seine Bedeutung wider.

Holster ist nämlich mehr, als nur die Bezeichnung einer offenen, am Gürtel getragenen Revolvertasche, es ist eine Wissenschaft für sich.

In den frühen Jahren des Wilden Westens war bei den Cowboys zunächst das Taillenholster, englisch: Waist Holster, üblich, eine simple Armeerevolvertasche, der man die Verschlusslasche abgeschnitten hatte und sie am Hosengürtel befestigte.
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Marshal Crown – Band 27

Der Todesengel vom Wichita River

Edward Carter wandte den Kopf und starrte missmutig zur Tür, als sein Hund auf dem Hof erneut zu bellen begann.

»Halt endlich die Schnauze, Dusty!«, brüllte er nach draußen. »Oder ich komm raus und zieh dir das Fell ab.«

Die wüste Drohung schien das Tier jedoch nicht sonderlich zu beeindrucken, denn bereits einen Atemzug später begann der Vierbeiner erneut anzuschlagen.

»Verdammte Scheiße!«, fluchte der große, knochig wirkende Betreiber der Wichita River Overland-Station und klatschte sichtlich verärgert seinen Löffel in den halb vollen Teller mit Bohneneintopf, den er vor sich auf dem Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 06/2017

Auf ein Wort, Stranger, Holster oder Halfter, das ist hier die Frage.

Es ist immer wieder erstaunlich, dass sich gerade bei den Westernfans im deutschen Sprachbereich immer noch Worte und Begriffe halten, die sowohl der historische als auch der heutige Cowboy niemals benutzte und sie auch nie benutzen wird.

Es sind die Namen einfacher Dinge aus dem Alltag des Wilden Westens, die sich hierzulande in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben und die leider unausrottbar erscheinen. Was das Ganze so schlimm macht, ist die Tatsache, dass selbst heutzutage noch Autoren und Übersetzer, die sich ihrer historischen Kenntnisse rühmen, diese immer noch verwenden.

Der schlimmste Fauxpas ist wohl das Wort Lasso, eine Ableitung des spanischen Lazo, was Schlinge bedeutet.
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