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Slatermans Westernkurier 07/2017

Auf ein Wort, Stranger, Holster ist das Thema.

Holster, dieses kleine, banale, aus dem Englischen stammende Wort, das längst auch hierzulande in den Sprachgebrauch der Büchsenmacher, Waffenhändler und Sammler seinen Eingang gefunden hat, spiegelt nicht im Geringsten seine Bedeutung wider.

Holster ist nämlich mehr, als nur die Bezeichnung einer offenen, am Gürtel getragenen Revolvertasche, es ist eine Wissenschaft für sich.

In den frühen Jahren des Wilden Westens war bei den Cowboys zunächst das Taillenholster, englisch: Waist Holster, üblich, eine simple Armeerevolvertasche, der man die Verschlusslasche abgeschnitten hatte und sie am Hosengürtel befestigte.
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Marshal Crown – Band 27

Der Todesengel vom Wichita River

Edward Carter wandte den Kopf und starrte missmutig zur Tür, als sein Hund auf dem Hof erneut zu bellen begann.

»Halt endlich die Schnauze, Dusty!«, brüllte er nach draußen. »Oder ich komm raus und zieh dir das Fell ab.«

Die wüste Drohung schien das Tier jedoch nicht sonderlich zu beeindrucken, denn bereits einen Atemzug später begann der Vierbeiner erneut anzuschlagen.

»Verdammte Scheiße!«, fluchte der große, knochig wirkende Betreiber der Wichita River Overland-Station und klatschte sichtlich verärgert seinen Löffel in den halb vollen Teller mit Bohneneintopf, den er vor sich auf dem Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 06/2017

Auf ein Wort, Stranger, Holster oder Halfter, das ist hier die Frage.

Es ist immer wieder erstaunlich, dass sich gerade bei den Westernfans im deutschen Sprachbereich immer noch Worte und Begriffe halten, die sowohl der historische als auch der heutige Cowboy niemals benutzte und sie auch nie benutzen wird.

Es sind die Namen einfacher Dinge aus dem Alltag des Wilden Westens, die sich hierzulande in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben und die leider unausrottbar erscheinen. Was das Ganze so schlimm macht, ist die Tatsache, dass selbst heutzutage noch Autoren und Übersetzer, die sich ihrer historischen Kenntnisse rühmen, diese immer noch verwenden.

Der schlimmste Fauxpas ist wohl das Wort Lasso, eine Ableitung des spanischen Lazo, was Schlinge bedeutet.
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Marshal Crown – Band 26

Ein Revolver für die Rache

Aus und vorbei!

Kalter Schweiß perlte auf seiner Stirn, als er in die kreisrunde Mündung des Revolvers starrte.

Es mutete ihn wie eine Ironie des Schicksals an, dass er ausgerechnet in einer Kirche am Ende seines Regenbogens angelangt war.

Das war’s, dachte er noch, als die grellrote Mündungsflamme auf ihn zuraste.

Seine Augen wurden zu schmalen Schlitzen und seine Haltung versteifte sich in Erwartung der einschlagenden Weiterlesen

Marshal Crown – Band 25

Fahr zur Hölle, Marshal Crown

Der Mann, der an diesem Mittwochmorgen als Letzter in Rath City aus dem Zug kletterte, war nicht nur klein, krummbeinig und hager, sondern auch unbeschreiblich hässlich.

Außerdem stank er mindestens drei Meilen gegen den Wind.

Obwohl er noch keine dreißig Winter erlebt hatte, war sein eiförmiger Schädel nur noch von einigen wenigen, dünnen Haarsträhnen bedeckt; die ihm allerdings bis weit in die Stirn hinein fielen. Die wasserhellen Augen quollen ihm fast aus dem Kopf und auf der rechten Seite seiner Nase, die wie ein Geierschnabel aus dem knochigen Gesicht herausragte, thronte eine große, wie ein Blumenkohl aussehende Warze.

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Slatermans Westernkurier 05/2017

Auf ein Wort, Stranger, die Quinault sind heute unser Thema.

Noch nie gehört?

Zugegeben, der Name des kleinen Indianerstammes ist hierzulande auch nicht so geläufig wie der ihrer berühmteren Vettern den Apachen, Sioux, Irokesen oder Comanchen, aber dafür hat kein anderer Stamm den Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Tradition und Fortschritt so perfekt vollführt, wie dieses kleine, auch heute noch kaum mehr als 2 500 Seelen zählende Völkchen.

Die Quinault leben wie schon ihre Vorfahren und deren Vorfahren an der Nordwestküste, im Westen des Weiterlesen