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Slaterman

Marshal Crown – Band 26

Ein Revolver für die Rache

Aus und vorbei!

Kalter Schweiß perlte auf seiner Stirn, als er in die kreisrunde Mündung des Revolvers starrte.

Es mutete ihn wie eine Ironie des Schicksals an, dass er ausgerechnet in einer Kirche am Ende seines Regenbogens angelangt war.

Das war’s, dachte er noch, als die grellrote Mündungsflamme auf ihn zuraste.

Seine Augen wurden zu schmalen Schlitzen und seine Haltung versteifte sich in Erwartung der einschlagenden Weiterlesen

Marshal Crown – Band 25

Fahr zur Hölle, Marshal Crown

Der Mann, der an diesem Mittwochmorgen als Letzter in Rath City aus dem Zug kletterte, war nicht nur klein, krummbeinig und hager, sondern auch unbeschreiblich hässlich.

Außerdem stank er mindestens drei Meilen gegen den Wind.

Obwohl er noch keine dreißig Winter erlebt hatte, war sein eiförmiger Schädel nur noch von einigen wenigen, dünnen Haarsträhnen bedeckt; die ihm allerdings bis weit in die Stirn hinein fielen. Die wasserhellen Augen quollen ihm fast aus dem Kopf und auf der rechten Seite seiner Nase, die wie ein Geierschnabel aus dem knochigen Gesicht herausragte, thronte eine große, wie ein Blumenkohl aussehende Warze.

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Slatermans Westernkurier 05/2017

Auf ein Wort, Stranger, die Quinault sind heute unser Thema.

Noch nie gehört?

Zugegeben, der Name des kleinen Indianerstammes ist hierzulande auch nicht so geläufig wie der ihrer berühmteren Vettern den Apachen, Sioux, Irokesen oder Comanchen, aber dafür hat kein anderer Stamm den Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Tradition und Fortschritt so perfekt vollführt, wie dieses kleine, auch heute noch kaum mehr als 2 500 Seelen zählende Völkchen.

Die Quinault leben wie schon ihre Vorfahren und deren Vorfahren an der Nordwestküste, im Westen des Weiterlesen

Marshal Crown – Band 24

Die Stunde des Renegaten

Die Nacht hatte sich wie ein schwarzes Tuch über das Land am Canadian River gelegt.

Tiefe Stille lastete über dem Fluss und die einzigen Geräusche, die noch durch die Dunkelheit drangen, waren das Rauschen und Gurgeln des Wassers und das Rascheln des Ufergebüsches.

Aber nicht lange!

Kaum stand der Mond einer silbernen Scheibe gleich am tintenschwarzen Himmel, als etwas mit brachialer Gewalt durch das Unterholz brach.

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Marshal Crown – Band 23

Verfluchtes Gold

Cap Rock, Te­xas, Ok­to­ber 1873

»Wir sind da, dort oben muss es sein!«

Die bei­den Gold­grä­ber, die an die­sem nass­kal­ten Herbst­mor­gen am Fuß der öst­li­chen Cap Rocks ver­harr­ten, hät­ten nicht un­ter­schied­li­cher sein kön­nen. Der Äl­te­re von ih­nen war ein un­ter­setz­ter, bul­lig wir­ken­der Mann, dem man deut­lich an­sah, dass er den größ­ten Teil sei­nes bis­he­ri­gen Le­bens im Frei­en ver­bracht hat­te.

Er saß auf ei­nem Esel und deu­te­te im­mer wie­der auf­ge­regt mit der Rech­ten auf die vor ih­nen lie­gen­de Berg­kup­pe. Das son­nen­ge­gerb­te Ge­sicht, das im Lauf der Jah­re die Far­be von al­tem Kup­fer an­ge­nom­men hat­te, stand Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 04/2017

Auf ein Wort, Stranger, wer den Westernkurier kennt, weiß, dass es nie sein Bestreben war, über Personen oder Ereignisse aus jener Epoche zu berichten, die zuvor schon gefühlt zehntausendmal in Film, Fernsehen, Zeitungen oder Büchern erwähnt wurden.

Heute noch über Wyatt Earp, Billy the Kid, Sitting Bull oder Custers Untergang am Little Bighorn River zu berichten, hieße Eulen nach Athen tragen. Deshalb wird auch in dieser Kolumne weder etwas über Berühmtheiten wie die Generäle Custer, Miles und Crook zu lesen sein, noch über bekannte Bürgerkriegsschlachten wie Gettysburg oder Antietam und auch nicht über Auseinandersetzungen mit den Indianern.

Der informierte Leser ahnt bei der Aufzählung dieser Begriffe wahrscheinlich, dass die US Army diesmal das Thema ist, was auch im weitesten Sinne richtig ist.

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