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Der Fackelzug

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Slatermans Westernkurier 10/2017

Auf ein Wort, Stranger, heute packen wir weiter.

Wenn einer eine Reise macht, tut er gut daran, seine Habe ordentlich zu verpacken. Das gilt heute und das galt besonders im 19. Jahrhundert entlang der Frontier.

Nachdem wir in der letzten Kolumne über das Packen und Beladen im Einzelnen sowie über das Verschnüren der Last im Besonderen berichtet haben, wollen wir uns diesmal den Hilfsmitteln zuwenden, die das Packen leichter, sicherer und bequemer machen sollten.

Dazu gehört zum Beispiel der Pack Saddle, zu deutsch Packsattel. Er wurde von den spanischen Eroberern nach Amerika gebracht und bestand ursprünglich aus einem mit schwerem Filz unterlegten, halbkreisförmigen Holzgestell, das mit einem Sattelbauchgurt und mit Riemen um Hinterhand und Brust unverrückbar Weiterlesen

Marshal Crown – Band 30

Kein Gesetz in Preston City

Die Sonne stand tief über den westlichen Hügelausläufern der Guadalupe Mountains. Ihr purpurner Schein kündigte den Einbruch der Dämmerung an, trotzdem war es immer noch unerträglich heiß. Selbst der Abendwind, der von Norden her die Berghänge hinab wehte, brachte keinerlei Abkühlung.

Stuart Preston, der trotz seiner geringen Größe im Sattel eines riesigen Morganhengstes saß, stöhnte ob der Hitze und zog sich mit einer theatralisch wirkenden Geste seine maßgefertigten Wildlederhandschuhe aus. Dabei musterte er den hageren Mann, der nur wenige Schritte von ihm entfernt am Boden lag, angewidert wie ein lästiges Insekt.

Der Mann bewegte sich stöhnend und erwiderte den Blick des Ranchers aus aufgerissenen, angstvollen Augen. Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 09/2017

Auf ein Wort, Stranger, heute packen wir.

Mein Gott, wie banal, wird der eine oder andere jetzt denken. In unserer modernen Welt sind doch selbst so einfache Dinge wie Packen, Laden oder Ladesicherheit gesetzlich geregelt. Man muss nur Begriffe wie Antirutschmatte, Auffanggurt, Hebebänder und Spanngurte googeln und schon ist das Thema erklärt.

Das mag schon sein, aber wie war das eigentlich damals, bei den Indianern, Trappern, Mountain Men und Goldsuchern oder bei den Cowboys, als es solche Hilfsmittel noch nicht gab, geschweige denn irgendwelche Verordnungen darüber?

Der Westernkurier wollte es genau wissen und forschte nach. Herausgekommen ist dabei die Erkenntnis, dass es schon damals gewisse Regeln und Rituale für das Packen gab. Beide Dinge wurden im Lauf der Jahrzehnte Weiterlesen

Marshal Crown – Band 29

Tötet Tavoja!

Trommelnder Hufschlag hallte wie das Donnern eines heranziehenden Gewitters durch die Straßen von Pelado und wurde von den weiß gekalkten Wänden der Adobelehmhütten als vielfaches Echo wieder zurückgeworfen.

Mit einem wilden Satz schoss US-Marshal Jim Crown derart ungestüm in die Höhe, dass der Stuhl, auf dem er es sich bis vor wenigen Sekunden noch bequem gemacht hatte, mit einem lauten Poltern hinter ihm zu Boden fiel.

Wütende Schreie gellten durch den Mittag, Pferde wieherten, Männer fluchten, irgendwo auf der Straße kläffte ein Hund wie verrückt.

»Heilige Maria von Guadelupe«, keuchte Juan Martinez, der Wirt der kleinen Bodega von Pelado, und bekreuzigte Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 08/2017

Auf ein Wort, Stranger, wer kennt eigentlich noch John Colter?

Colter, manchmal auch Coulter geschrieben, ist eigentlich ein ziemlich banal klingender amerikanischer Nachname. Nichts, aber auch gar nichts lässt auch nur ansatzweise darauf schließen, dass hinter einem der Träger dieses Namens, einem gewissen John Colter, ein Mann steckt, dessen Ruf noch heute in den Wäldern und Ebenen von Montana, Wyoming und Idaho wie Donnerhall erklingt.

Ein jeder kennt wahrscheinlich Billy the Kid, Wild Bill Hickok oder Buffalo Bill, aber sie alle sind wahre Waisenknaben gegenüber diesem Mann.

Er war Entdecker, Mountain Men, liebevoller Ehegatte, Trapper, Geschäftsmann und Indianerkämpfer.

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Marshal Crown – Band 28

Comancheros, Colts und Marshal Crown

US-Marshal Jesse Eager löste mit fliegenden Fingern das Lasso vom Sattel. Dann trieb er sein Pferd an.

Eager gebrauchte das zusammengerollte Rohhautseil dabei wie eine Peitsche.

Er wusste genau, er konnte den rauchgrauen Grullahengst jetzt nur noch mit dem Lassoende antreiben, hatte dieser doch bereits einen höllischen Gewaltritt hinter sich.

Aber darauf konnte er jetzt keine Rücksicht mehr nehmen, es ging schließlich um sein Leben, und, wenn ihn nicht alles täuschte, auch um das seines Pferdes.

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