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Buck Rogers

Buck Rogers
Originaltitel: Buck Rogers in the 25th Century

Regie: Daniel Haller, Drehbuch: Glen A. Larson, Leslie Stevens, Produktion: Richard Caffey, Darsteller: Gil Gerard, Pamela Hensley, Erin Gray, Tim O’Connor, Henry Silva.
USA 1978, Laufzeit: 85 Minuten

Der Erfolg von Star Wars zog mehrere Produktionen ähnlicher Machart nach sich. So u. a. auch Buck Rogers. Das Besondere an diesem Film ist, dass es sich hierbei um keinen Kinofilm, sondern um den Pilotfilm der gleichnamigen TV-Serie handelte. Da man aber damals mit Star Wars-ähnlichen Filmen großen Umsatz machen konnte, entschieden sich die Produzenten dafür, den Pilotfilm ins Kino zu bringen.

Der Film handelt davon, dass der Astronaut Buck Rogers im Jahr 1987 in den Weltraum startet. Dabei kommt er jedoch von seinem Kurs ab und wird schockgefroren. 500 Jahre später wird seine Raumfähre von einem riesigen Raumkreuzer der Drakonianer entdeckt und an Bord geholt. Dort hält man ihn für einen Spion von der Erde. Als es dem Astronauten gelingt, zur Erde zurückzukehren, muss er feststellen, dass sich ziemlich viel verändert hat. Die Menschheit hat sich durch einen Atomkrieg beinahe selbst zerstört. Die Maschinen haben dafür gesorgt, dass nach dem Krieg eine neue Gesellschaft entstehen konnte. Doch auf der Erde empfängt man ihn keineswegs mit offenen Armen. Denn die Erdenbewohner halten Buck Rogers ebenfalls für einen Spion. Und zwar von den Drakonianern.

Obwohl es sich hierbei um den Pilotfilm einer Serie handelt, erhielt der Film innerhalb kürzerer Zeit fast schon so etwas wie einen Kultstatus. Dies ist nicht nur der Handlung zu verdanken, die witzig und überaus originell gestaltet ist. Die Reaktion der Drakonianer sowie der Erdenmenschen auf das unerwartete Erscheinen Buck Rogers’ ist durchaus realistisch umgesetzt. Sowohl die Außerirdischen als auch die Menschen reagieren mit Skepsis und Unglauben auf Rogers Bericht. Der sich daraus entwickelnde Verdacht, der Astronaut sei in Wahrheit ein Spion, führt zu verzwickten und zugleich situationskomischen Zwischenfällen. Dies liefert dem Film viel Ironie und Selbstironie und jede Menge Humor. Gut, die Raumschiffe bewegen sich nicht ganz so schnell und sind nicht ganz so wendig wie in Star Wars, dafür aber bespickt Regisseur Daniel Haller die entsprechenden Actionszenen mit gelungen Gags und flotten Sprüchen. Unvergessen hierbei natürlich das ständige »Biddi, Biddi, Biddi« des Roboters Twiki.

Sehr schön an der neuen DVD-Veröffentlichung: Der Film ist endlich mit der Originalsynchronisation zu sehen. Buck Rogers war seit Langem nicht mehr in dieser genialen Synchro zu haben. Dieser Umstand macht den Film daher doppelt sehenswert.

(mp)