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Horrorschocker 30

In Horrorschocker 30 präsentiert Fährmann Charon seinen Zuhörern zwei Geschichten aus dem Umfeld des Krieges, deren Protagonisten ihren letzten Weg über den Styx bereits gegangen sind.

Die Geister der toten Legion
Auf verlorenem Posten fliehen die berittenen Soldaten um Hauptmann Numonius von der Schlacht, lassen die Fußsoldaten im Barbaricum zurück und besiegeln damit deren Schicksal. Optio Dromus überlebt und wird von dem Barbarenkrieger Bullwiss als Geisel gehalten. Als selbst fünf Jahre danach kein Lösegeld für Dromus gezahlt wird, lässt der Barbar Bullwiss ihn frei. Doch die Wege der unterschiedlichen Männer trennen sich nicht, denn Dromus entdeckt bei dem Schmied des Dorfes eine Silbermaske, die einst Numonius gehörte. Wo die Maske gefunden wurde, muss sich also auch die beträchtliche Legionskasse befinde, mit der Numonius und seine Männer einst geflohen sind. In dem angegebenen Sumpf stoßen Dromus und Bullwiss jedoch nicht nur auf die Geister der toten Legion, sondern auf eine weitere tödliche Gefahr.

Hier hat Levin Kurio eine vergleichsweise lange (26 Seiten) und komplexe Geschichte in vier Kapiteln ersonnen, die vom üblichen quick’n’dirty-Muster der Horrorschocker abweicht. Die Geschichte gefällt gerade wegen der gewissenhaften Charakterisierungen und die mehrmaligen Wendungen, für die in den üblichen Shorties kein Platz ist. Texter Levin Kurio beweist hier, dass er seine Figuren über längere Zeit am Leben halten und den Leser auch mit einer langen Geschichte fesseln kann. Am Ende bekommt natürlich jeder »seinen Lohn«. Die Zeichnungen wirken relativ grob und im Zusammenspiel mit der organischen Farbgebung angenehm unsteril. Text und Zeichnungen: Levin Kurio, Farben: Marte Kurio-Deitering und Levin Kurio.

Ein Ort zum Überleben?!
Während einer Luftschlacht gegen die Japaner gelingt es Lt. Henry Barlow mit seiner angeschossenen Maschine gerade noch auf einer, durch eine kreisförmige Felsformation abgeschotteten Insel, notzulanden. Zunächst ist Barlow also gerettet. Im Wasser vor der Insel zieht zwar ein Hai seine Kreise, doch auf dem Land ist dieser keine Gefahr. Oder doch?

Hier also wieder quick’n’dirty. Ein exotisches Setting und ein blutiger Knalleffekt am Ende. Was will man mehr? Die Zeichnungen und die Tuschung hier etwas filigraner als in Legion. Text: The Lep und Levin Kurio, Zeichnungen: The Lep, Farben: Gunther Klippel und Levin Kurio

Zunächst fällt der gestiegene Umfang der Horrorschocker auf. Aus bisher 36 wurden 48 Seiten. Als Reaktion auf den steigenden Kostendruck reagiert Weißblech mit einer gestiegenen Anzahl Anzeigen aber damit auch mehr Storyseiten. Da die Anzeigen allerdings thematisch sehr gut passen (Bereich Horrorfilme, -bücher und Comics), wird das nicht als störend empfunden.
Gleich geblieben ist die gute Papierqualität, die den Zeichnungen und Farben sehr zugutekommt.

Fazit:
Bewährte Horrorkost von Charon, der diesmal mit einer ungewohnt langen Geschichte überrascht und überzeugt. Außerdem angenehm: der gestiegene Heftumfang.

Copyright © 2012 by Elmar Huber

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Levin Curio, The Lap
Hammerharte
Horrorschocker 30
Weissblech Comics, Raisdorf
September 2012
Heftformat, Comic, Horror
48 Seiten, 3,90 Euro
ISSN 1860-983X
Text: Levin Kurio, The Lep
Zeichnungen: Levin Kurio, The Lep

weissblechcomics.com