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Oberhessisches Sagenbuch Teil 67

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Teufelsspuk in der Stadtkirche zu Schotten

Seit alten Zeiten ist es in der Schottener Kirche nie ganz glitzer (geheuer) gewesen. So ist noch kein Glöckner daran alt geworden, denn bei den Uhren soll etwas sein, das nicht gut ist. In der Adventszeit ist des Nachts die Kirche oft erleuchtet. Man sieht durch das Schlüsselloch alle Stühle voll Männer und Franen und hört einen ganz dunen Gesang. Nachher kommt ein Pfarrer an den Altar im Chor neben aus der Sakristei heraus und es ist, als ob er ein Kind taufte. Das soll ein alter Oberpfarrer der Kirche sein, der einmal nach Rainrod ging und im Spießwald mit einem Grünrock zusammentraf, der ihm ein Buch hinhielt, um seinen Namen hineinzuschreiben. Er schlug es aber ab und ging seines Weges. Als er aber heimkehrte, fand er eben dasselbe Buch auf einem Baumstumpf am Wege liegen und nahm es aus Fürwitz mit nach Hause. Dieses Buch hat er nachher immer gebraucht beim Taufen in der Kirche, ist jedoch binnen Jahresfrist eines schnellen Todes verblichen. Er soll die Kinder statt in den drei allerhöchsten Namen Gottes, im Namen des Teufels getauft haben und hat deshalb keine Ruhe im Grab, obwohl er in dem geweihten Raum des Chores bestattet worden ist. Jede Nacht findet man den Grabstein umgeworfen und neben hingestellt.

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