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Das gallische Dorf des Asterix – 11

Das gallische Dorf des Asterix
Die Welt der unbeugsamen Gallier

Hachette Collections, Paris und Mörfelden-Walldorf, ab Januar 2013
Sammlung: 60 Ausgaben mit Heften, Figuren, Gebäuden und sonstigen Gegenständen des gallischen Dorfes, 1. Heft 1,99 €, 2. Heft 5,99 €, ab Heft 3: 10,99 €

www.das-dorf-des-asterix.de

Der 11. Schwung beinhaltet die Hefte 44 bis 47. Gut an den Ausgaben: Die Bilder und Zitate werden mit Quellenangaben versehen. Außerdem werden die römischen Götter ein wenig anhand ihrer Mythologie und die Darstellung der römischen Statuen erklärt. Auch die Szene der römischen Post wird erläutert als Anspielung auf einen Lyoner Überfall der Postkutsche im 18. Jahrhundert. Im Text zu Cassivellaunos wird der historische Hintergrund dieses britischen Feldherren angedeutet, hätte aber ruhig weiter ausgebaut werden können. Das Thema Frauen in der römischen Armee bleibt wegen der fehlenden Historizität natürlich nur eine Darstellung der Asterix-Alben, man fühlt sich aber trotzdem an die Diskussion um Frauen in der Armee erinnert. Schade nur, dass im entsprechenden Asterix-Album nur weibliche Klischees aufgekocht werden, sodass sich Uderzo mit diesem Thema nicht wirklich auseinandersetzt.

Andere Dinge werden leider nicht veranschaulicht. So erzählt ein Text über den betrunkenen Claudius Überfluss, dass sich dieser im französischen Original einige Freiheiten herausnimmt. Da fragt sich der Leser automatisch: Welche? Bei dem Text über Dolmen fragt man sich, welchen Zweck diese Gebilde haben. Im Text über Ägypten fehlt der historische Hintergrund. Im Text zum Domus (römisches Haus) werden zwar die lateinischen Begriffe des Hauses erklärt, aber es gibt keinen Hinweis auf dessen Historizität. Versteckte Anspielungen in Aussagen werden nicht aufgenommen, sondern nur zitiert, z.B. im Gespräch Orthopädix‘ mit Majestix: »Was hast du geleistet? Oder hast du wenigstens Betriebe hier angesiedelt?« Hier hätte man Hintergründe über Politik und Wirtschaft einbauen können. Bei der Szene mit den römischen Wachen und dem Kohlewagen, den die Römer nur deshalb nicht durchsuchen, weil die Kohle schmutzig und der Kleidungsappell gründlich ist, hätte man darauf eingehen können, dass das eine Ohrfeige an den Wehrdienst mit dessen Gründlichkeit ist: Die Frage der Prioritäten hätte aufgeworfen werden können. Im Text zu Bartrik werden die Asterixinischen Kriege angesprochen, aber nicht weiter vertieft. Da hätten die Anspielungen auf die Historie erklärt werden können.

Insgesamt also wie immer: Es gibt Erklärungen der Anspielungen, aber die hätten ruhig ausgebaut werden dürfen. Allerdings fehlen oft historische Hintergründe.

Extras: Obelix in der Schule, Palisaden, der Schreibtisch des Schulmeisters, ein Gallier und sein Pferd, Bäume, ein Musiker mit Mundharmonika, Majestix beim Bankett, der Dolmen.

(ud)