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Mystery

Luzifer

John D. Swain
Luzifer

Der berühmt-berüchtigte Fall Remsen war vor etwa einem Jahr in aller Munde, obwohl heute nur noch wenige die Einzelheiten aus dem Stegreif nennen könnten. Ein halbes Dutzend Männer diskutierte deshalb mehr oder weniger belanglos über psychische Belanglosigkeiten. Bliven, der Psychoanalytiker, ergriff das Wort.

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König Asmordahn

König Asmordahn

Es war bereits zu später Abendstunde, als der warme Wüstenwind den Sand vor sich her fegte, da ritt ein junger Mann auf einem Esel zwischen den hohen Dünen.  Nur der totenbleiche Mond war der stumme Begleiter des Einsamen. Der Esel war mit Nahrungsmitteln, klirrenden Töpfen und mittlerweile nur noch halb gefüllten, ledernen Trinkschläuchen schwer bepackt.

Der junge Mann, dessen Name Vyghan lautete, hatte ein großes Ziel vor Augen und eine beschwerliche Reise, durch Meilen um Meilen glühenden Sandes hinter sich. Er ließ eine Frau zurück, die stets liebevoll und großmütig zu ihm war, seit sie ihn gefunden hatte, die er jedoch nie als Mutter bezeichnete. Er wusste es Weiterlesen

Das Seegespenst

Das Seegespenst
Eine Erzählung von Robert Kraft
Aus: Das Buch für alle. Illustrierte Familienzeitung. Chronik der Gegenwart. 45.Jahrgang. 1910

Ich kam von langer Reise, die ich als Zweiter Steuermann gemacht hatte, nach Hamburg zurück. Das ganze Schiff wurde abgemustert. Ich ließ mich auf dem Seemannsamt als heuersuchender Offizier einschreiben und fuhr inzwischen in die ferne Heimat. Freilich hatte ich wenig Aussicht, auf diese Weise eine neue Heuer zu bekommen.

Schon nach wenigen Tagen aber erhielt ich ein Telegramm, das mich nicht wenig in Erstaunen versetzte: »Willst du als Erster bei mir fahren? Sofort her! Paul Müller, Kapitän der Portland, Weiterlesen

Das geheimnisvolle Haus

Das geheimnisvolle Haus
Eine Erzählung von Fredrik Wilhelm Scholander
Autorisierte Übertragung aus dem Schwedischen von Henny Bock-Neumann
Stuttgart und Leipzig. Deutsche Verlagsanstalt. 1905.

Ende der 40er Jahre befand ich mich auf einer Studienreise in Rom, wo sich, wie schon oft, ein lustiges Künstlervölkchen aus aller Herren Länder zusammengefunden hatte. Das gemeinsame Ziel, sich unter den mehr oder weniger übel duftenden Modellen der Kunststadt ein Ideal für Heiligenbilder, Engel, Madonnen, Banditen oder Tänzerinnen auszuwählen, verband uns alle zu einer einzigen Nation. Einen jungen Maler, dem ich öfter in der Campagna begegnet war, hatte ich aus der großen Künstlerschar ganz besonders lieb gewonnen. Er war auch Schwede und hieß Tolle Tham. Fröhlich und sorglos wie ein Kind lebte er meistenteils gar vergnüglich allein. Den Weiterlesen