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Der Stammbaum der Fasolos

Der Stammbaum der Fasolos

I

 

Urmo Fasolo war gerade dreißig Jahre alt geworden. Seit seiner Kindheit diente er Fürst Bandas, der einer der neun Fürsten war, die im Land Bargonien herrschten. Schon Urmos Vater hatte dem Fürsten gedient, und Urmos Sohn, falls er denn einmal einen solchen bekäme, würde ebenfalls der Fürstenfamilie dienen müssen, denn die Fasolos hatten viele Tausend Dukaten Schulden beim Fürsten, sodass es wohl Generationen dauerte, bis ihre Schuld abgetragen war.

Eines Tages aber wurde Fürst Bandas sehr krank, und man erfuhr von seinen Ärzten, dass er wohl nur noch wenige Tage zu leben hatte. Da ließ er Urmo zu sich an sein Krankenbett rufen.

»Was wünschst du, Herr?«, fragte Urmo, als er vor ihm stand.

»Ich habe nicht mehr lange zu leben«, sagte der Fürst mit schwacher Stimme. »Da du mir – wie schon dein Vater vor dir – immer treu und redlich gedient hast, will ich dir den Rest der Schulden deiner Familie erlassen. Außerdem will ich dir fünfhundert Dukaten schenken und habe hier auch noch einen magischen Zettel für dich.«

Mit diesen Worten händigte der Fürst Urmo das Geld sowie einen weißen, völlig unbeschriebenen Zettel aus. Dann sprach er: »Mit dem Zettel hat es folgende Bewandtnis: Wenn ihn die rechte Person in die Hand bekommt, so erscheint darauf eine Schrift. Liest diese Person dir die Schrift vor, so erfährst du auf diese Weise, wie du dein Glück machen kannst.«

Kaum hatte der Fürst das gesagt, da schlief er vor Erschöpfung ein, und Urmo verließ das Zimmer.

Am nächsten Tag starb Bandas dann, und Urmo war ein freier Mann. Er sattelte sein Pferd, das bei den Pferden des Fürsten im Stall stand, und ritt dann ins Land hinaus, um die Person zu suchen, die ihm den Weg zu seinem Glück weisen konnte.

 

II

 

Urmo zog eine Weile durch das Land. Von Zeit zu Zeit arbeitete er bei verschiedenen Bauern, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Dabei suchte er nach der rechten Person, die ihm eine Schrift auf den leeren Zettel des Bandas zauberte, die ihm verriet, wie er sein Glück machen konnte. Er gab vielen Leuten den weißen Zettel in die Hand, doch nie geschah damit das, was er erhoffte.

Eines Abends aber sah er, nachdem er den ganzen Tag lang geritten war, auf einer Anhöhe ein helles Licht. Als er näher kam, bemerkte er, dass es sich dabei um eine kleine, hell erleuchtete Kapelle handelte. Er band sein Pferd draußen an und trat durch die Tür ins Innere. Drinnen stand ein Priester am Altar, der dort gerade die letzte Kerze anzündete. Als er Urmo bemerkte, drehte er sich um und fragte: »Wer bist du, woher kommst du, und wohin willst du?«

»Mein Name ist Urmo Fasolo«, erwiderte Urmo. »Ich komme aus dem Hause des Fürsten Bandas, wo ich lange als Diener gearbeitet habe. Ich ziehe durch das Land und bin auf der Suche nach meinem Lebensglück. Aber sag, kannst du mir nicht einen Ort nennen, wo ich die Nacht verbringen kann?«

»Wenn du es willst, so kannst du die Nacht in meiner Hütte verbringen, die neben dieser Kapelle steht«, entgegnete der Priester. »Mein Name ist übrigens Pagor.«

Urmo gab Pagor die Hand und dankte dafür, dass er in seiner Hütte übernachten durfte. Pagor bedeutete ihm, auf einer der Bänke Platz zu nehmen und betete selber noch eine Weile stumm vor dem Altar. Dann blies er die Kerzen aus, verschloss die Kapelle und ging mit Urmo zu seiner Hütte hinüber. Dort entzündete er erneut ein Licht und führte seinen Gast in die Küche, wo er für ihn und sich selber ein Abendessen richtete, das sie dann gemeinsam zu sich nahmen.

 

III

 

Während ihres gemeinsamen Abendessens kamen Urmo und Pagor ins Gespräch. Urmo erzählte dabei von seinem früheren Leben als Diener des Fürsten Bandas, von dessen Tod, von seinen Gaben, dem leeren Zettel und der Geschichte, die sich darum rankte. Pagor hörte aufmerksam zu und begehrte schließlich, den verzauberten Zettel zu sehen. Urmo nahm ihn aus seiner Jackentasche und gab ihn dem Priester in die Hand. Kaum aber hielt Pagor den Zettel in seinen Fingern, da erschien darauf – wie von Geisterhand geschrieben – ein einzelner Satz. Urmo, der dies sah, bat den Priester, ihm den Satz vorzulesen, was dieser sofort tat. Als er ihn aber ganz vorgelesen hatte, erlosch der Satz auf dem Papier, und an seiner Stelle erschien ein zweiter Satz. Pagor las auch diesen vor. Wieder erlosch das Gelesene, und es erschien ein dritter Satz. So ging es immer weiter. Immer wenn der Priester einen Satz vorgelesen hatte, erlosch das Gelesene sofort, und es erschien ein neuer Satz auf dem Papier. So ergab sich schließlich folgender Text:

»Lieber Urmo,

du bist ein Spross der ehemaligen Fürstenfamilie Fasolo, was dir dein Vater nie erzählt hat. In Bargonien gibt es, wie du weißt, acht Herrensitze und ein Herzogsschloss. Zur Zeit deines Großvaters herrschte in deinem Land seine Familie. Er selber war einer der acht Brüder des Herzogs Arrason Fasolo, denen die Herrensitze und große Ländereien gehörten. Damals gab es in Bargonien einen alten Hexer namens Firku, den die Fasolos, samt und sonders fromme Männer, nicht dulden wollten. So zündeten sie Firku das Haus an, um ihn selber zu töten. Er aber entkam den Flammen mit knapper Not und schwor Rache.

Einige Monate später war Firku untergetaucht und sprach einen Zauber, dass der König des Nachbarlandes, ein Mann, der andersgläubig war, als die Fasolos, aus Glaubensgründen einen Krieg gegen diese anfing und sie vernichtend schlug. Während der Schlacht wurden Arrason Fasolo und seine Brüder gefangen. Am Ende ließ sie der Sieger hinrichten. Dann setzte er Firku, der im Nachbarland als heiliger Mann galt, als Oberpriester der Besiegten ein und gab einem Hauptmann seines Heeres und acht weiteren Offizieren das Herzogsschloss, die Herrensitze und die Ländereien zum Eigentum.

Firku aber verhexte den Stammbaum der Fasolos, eine riesige Eiche, die vor dem Herzogsschloss stand, ließ ihn abholzen und befahl einem Schreiner, Möbel aus dem Holz herzustellen. Diese Möbel verschenkte er dann an alle neun neuen Fürsten. Damit aber hatte es nun das Folgende auf sich: Solange die neuen Fürsten diese Möbel besitzen, haben die neun Söhne der Fasolos – jeder der alten Fürsten hatte nämlich einen Sohn – und ihre ganzen Familien hohe Schulden bei ihnen und sind über die Generationen gezwungen, sich als ihre Diener zu verdingen und die Schulden abzuarbeiten. Nur dann, wenn alle Möbel, die aus dem Stammbaum der Fasolos gemacht sind, verbrannt worden sind, also der ganze Baum nicht mehr existiert, dann werden alle Fasolos wieder frei sein und ihre angestammten Häuser und Güter erneut besitzen. Die neuen Fürsten wissen allerdings nicht um die Zauberkraft des Stammbaumholzes, und wenn man ihnen die Möbel daraus gut bezahlt, werden sie sie fortgeben. Die fünfhundert Dukaten, die dir dein ehemaliger Herr gegeben hat, reichen zwar nur dazu aus, einem der Fürsten seine aus diesem Stammbaum gefertigten Möbel abzukaufen, aber wenn du einer Zahlung den Zauberheller hinzugibst, den du im Teich unter der Marienstatue von Margenos, einem Dorf im Süden, finden kannst, dann kannst du nach und nach alle Möbel erwerben. Aus den Büchern des Schreiners von Margenos, der den Stammbaum deiner Familie verarbeitet hat, kannst du ersehen, welche Möbel er für welche Fürsten daraus hergestellt hat.«

Nachdem Pagor seine Lesung beendet hatte, wurde und blieb der Zettel wieder weiß. Urmo, der bei Pagor übernachtete, lag in dieser Nacht noch lange wach und dachte über die Geschichte nach, die ihm der Priester vorgelesen hatte.

 

IV

 

Am nächsten Morgen verabschiedete sich Urmo von seinem Gastgeber und ritt dann fort in Richtung Margenos. Als er dort gegen Mittag angekommen war, begann er mit der Suche nach der Marienstatue und dem dazugehörigen Teich. Bald hatte er beides inmitten eines Parks gefunden. Dort stand die Statue auf einem Felsblock, unter welchem sich der kleine Teich befand, von welchem Pagor gesprochen hatte.

Urmo blickte in das völlig klare Wasser des Teiches, dessen Oberfläche in der Mittagssonne glänzte. Da! Ganz in der Nähe der Statue glitzerte ein silbernes Geldstück im Wasser. Urmo fischte die Münze mit der Hand heraus. Es handelte sich dabei tatsächlich um einen Heller.

Ob dieses Geldstück tatsächlich Zauberkraft besaß?

Urmo steckte die Münze in seine Geldbörse und machte sich auf zur Werkstatt des Schreiners des Dorfes, der das Holz der vom Hexer Firku verzauberten Stammeiche der Fasolos zu Möbeln verarbeitet hatte. Als Urmo bei der Werkstatt ankam, fand er heraus, dass der Schreiner schon sehr alt war, und dass sein Sohn, der ebenfalls das Schreinerhandwerk erlernt hatte, die Werkstatt des Vaters bereits übernommen hatte. Der Sohn ließ Urmo auf seine Bitte hin die alten Bücher des Vaters einsehen, in denen dieser sehr sorgfältig verzeichnet hatte, welche Möbel er für welche Kunden hergestellt hatte. So konnte Urmo feststellen, welcher Fürst des Landes damals welche Möbelstücke vom Holz des Stammbaums der Fasolos bekommen hatte. Er notierte sich alles auf einem kleinen Papierblock, den er immer bei sich trug und verließ, als er damit fertig war, die Schreinerei.

Bald kam er am Herrensitz des ersten Fürsten an, der ganz in der Nähe von Margenos lag. Er schlug dem Fürsten vor, fünfhundert Dukaten für seine Möbel aus dem Holz des Stammbaumes der Fasolos zu zahlen. Der Fürst, der diese Möbel schon lange nicht mehr benutzte und sie auf dem Speicher gelagert hatte, witterte ein gutes Geschäft und willigte sofort in den Handel ein. Urmo bekam die Möbel und zahlte seine fünfhundert Dukaten. Aber er gab den Zauberheller aus Margenos zu der Summe hinzu, wie es ihm die Schrift auf dem Zauberzettel geraten hatte. Dann lud er die Möbel auf den Rücken seines Pferdes und band sie dort gut fest, sodass nichts herunterfallen konnte. Anschließend zog er fort zum Herrensitz des nächsten Fürsten.

Am nächsten Tag aber, als er schon ein gutes Stück Weg zurückgelegt hatte, fühlte Urmo, dass seine Brieftasche, die zuvor dünn und leicht gewesen war, da der Fürst für die Möbel alles bekommen hatte, was er gehabt hatte, plötzlich wieder schwer und prall gefüllt war. Er sah nach, und da befanden sich darin wieder sämtliche fünfhundert Dukaten, die er bezahlt hatte samt dem Zauberheller aus Margenos.

 

V

 

Urmo ließ die Möbel in einem Schuppen am Wegesrand zurück und zog zum zweiten Herrensitz, dessen Besitzer er ebenfalls fünfhundert Dukaten für seine Möbel aus dem Stammbaum der Fasolos bot. Auch der zweite Fürst wollte verkaufen, und Urmo zahlte fünfhundert Dukaten und den silbernen Zauberheller. Am nächsten Tag aber befanden sich die fünfhundert Dukaten samt Zauberheller wieder in seiner Brieftasche.

Urmo brachte die Möbel zu den anderen in den kleinen Schuppen am Weg, suchte dann nacheinander die anderen sechs Fürsten sowie den Herzog selber auf und kaufte allen auf dieselbe Weise die Möbel aus dem Stammbaum seiner Familie ab. Jedes Mal aber befanden sich, nachdem er den jeweiligen Fürsten bezahlt hatte, am nächsten Tag die fünfhundert Dukaten und der Zauberheller wieder in seiner Brieftasche.

Nachdem Urmo auf diese Art scheinbar alle Möbel, die er brauchte, zusammengetragen hatte, schichtete er sie im Freien neben dem Schuppen zu einem Haufen auf und zündete diesen an. Das Feuer verschlang die Möbelstücke in Windeseile. Als Urmo aber später nachforschte, ob alle Nachkommen der Brüder Fasolo nun wieder frei waren, erfuhr er, dass nichts geschehen war. Alle Fasolos bis auf Urmo waren noch immer tief in der Schuld ihrer neuen Herren und mussten deshalb weiter als deren Diener arbeiten. Warum nur hatte der Zettel mit der Zauberschrift ihn so hinters Licht geführt? Urmo konnte sich das ganz und gar nicht erklären. Oder hatte ihn einer der neun Herren betrogen?

Grübelnd zog er weiter durch das Land und wünschte sich nichts sehnlicher, als eine Antwort auf seine Fragen zu bekommen.

 

VI

 

Nachdem Urmo einige Monate umhergeritten war und sich erneut durch Arbeiten für verschiedene Bauern seinen Unterhalt verdient hatte, traf er auf einem Waldweg ein altes Mütterchen, das einen schweren Reisigkorb auf dem Rücken trug und unter dieser Last ächzte und stöhnte.

»Wie heißt du, woher kommst du, und warum trägst du so schwer?«, fragte Urmo.

»Ich heiße Vanda und wohne in einem kleinen Häuschen am Waldrand«, antwortete die Alte. »Ich trage so schwer, weil ich für mich und meinen armen, kranken Mann Berto das Feuerholz für den Winter sammeln muss, damit wir nicht zu allem Überfluss auch noch frieren.«

»Ich will dir ein wenig helfen!«, sagte Urmo.

Dann nahm er Vanda den schweren Korb vom Rücken und ließ sie auf seinem Pferd reiten. So brachte er sie schließlich mitsamt ihrem Korb zu ihrem kleinen Häuschen zurück, das am Rand des Waldes auf einer Wiese stand.

Als sie dort angekommen waren, sah Urmo sofort, dass auch das Dach des Häuschens gedichtet werden musste, bevor der Winter kam. Zudem zeigte ihm die Alte ihren kranken Mann, der auf einem einfachen Strohballen im Hinterzimmer der Hütte lag, mager und blass war, keuchend hustete und sich kaum bewegen konnte.

»Ich werde Hilfe für dich holen, Berto!«, sagte Urmo mitleidig. »Du wirst sehen, bald bist du wieder gesund!«

Dann ritt er sofort zum nächsten Dorf und holte den dortigen Arzt herbei, der dem armen Alten mit einer guten Medizin helfen konnte, wieder auf die Beine zu kommen. Diesen Arzt bezahlte Urmo schließlich mit dem Geld, das er noch hatte. Anschließend dichtete er für die Alten das Dach ihres Häuschens und half ihnen im Haus, im Garten und im Hühnerstall, bis alles winterfest war.

Während er aber den alten Leutchen zur Hand ging, erzählte er ihnen seine Geschichte, von seinem Großvater und dem Unglück, das seine Familie zu dessen Zeit ereilt hatte und natürlich auch die Geschichte vom Hexer Firku und dem Stammbaum der Familie Fasolo.

Als Urmo endlich alle Arbeit getan hatte, die nötig gewesen war, und die alten Leute wieder verlassen wollte, sagte Berto zu ihm: »Ich weiß von einer Sache, die dir entgangen ist, und ich kann dir helfen, das Glück für dich und alle anderen Fasolos doch noch zu erreichen!«

»Was ist mir denn entgangen, und wie kannst du mir helfen?«, fragte Urmo aufgeregt.

»Du hast noch nicht alle Möbelstücke, die aus eurem Stammbaum hergestellt wurden, verbrannt!«, gab der alte Mann zur Antwort. »Der neue Herzog besitzt noch einen Bilderrahmen aus dem Holz der Fasolo-Eiche, in welchem sich ein Porträt seiner Frau befindet. Diesen Rahmen samt Bildnis gibt der Herzog nicht freiwillig her. Ich aber war früher Lehrer an der Kunstschule der Stadt Vexona, und ich besitze aus dieser Zeit einen magischen Stift, mit welchem ich das Bildnis der Gattin des Herzogs abzeichnen muss, um dir zu helfen. Lass mich nur machen!«

 

VII

 

Berto zog mit Papier und seinem magischen Stift bewaffnet zum Herzogsschloss. Dort bat er den Herzog, all seine Verwandten aus der Ahnengalerie für den Unterricht an der Kunstschule von Vexona abzeichnen zu dürfen, was dieser ihm auch gewährte. So setzte sich der Alte in die Bibliothek des Herzogs, wo die Bildnisse von dessen Familie hingen und zeichnete diese der Reihe nach ab. Am Abend verließ er mit seinen Zeichnungen das Schloss und kehrte in sein kleines Häuschen zurück, wo seine Frau und Urmo warteten. Er hängte die Zeichnung von der Frau des Herzogs im Wohnzimmer an die Wand, und dann gingen alle schlafen.

Am nächsten Morgen aber hing statt Bertos Zeichnung das echte Bildnis aus dem Schloss mitsamt dem Rahmen aus dem Holz der Fasolo-Eiche an der Wand im Wohnzimmer der alten Leute. Berto gab es Urmo, der es sofort im Hof verbrannte.

Zur selben Zeit beobachteten Leute, die sich auf dem Marktplatz in der Residenzstadt des Herzogs aufhielten, wie aus dem Sockel eines Denkmals des Herzogs, das am Rand des Platzes aufgestellt war, Blut auf die Straße floss. Anschließend stürzte das Denkmal in sich zusammen.

Wenige Wochen später begann der Kaiser eines Nachbarlandes einen Krieg gegen den König, dessen Vater einst die Herrschaft der Fasolos beseitigt hatte und gegen die neuen Fürsten von Bargonien. Der Kaiser besiegte seine Feinde und ließ alle ihre Führer hinrichten. Anschließend setzte er die Nachkommen der Fasolos wieder zu Fürsten Bargoniens ein, gab ihnen Herrensitze und Ländereien wieder und machte Urmo zum Herzog des Landes. Die Fasolos aber blieben seit dieser Zeit in ihrer Heimat die Herren, bis ihre Nachkommen später einmal dem Volk die Herrschaft im Land übergaben.

(hb)

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