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George A. Romero

George A. Romero

George A. Romero wurde am 4. Februar 1940 in New York geboren. Als Kind wuchs er in der Bronx auf. In einer Gegend, in welcher mehr die Fäuste denn Worte verstanden wurden. Jedoch besuchte er eine katholische Schule und wurde ebenso streng katholisch erzogen.

Schon im zarten Alter von 14 Jahren begann er Schmalfilme mit seiner Kamera zu drehen. Es war sein Hobby, welches er zum Beruf gemacht hat.

In seinen Anfängen ging er nicht gerade zimperlich mit seinen »Komparsen« um. Zwar nicht ganz so hart wie später Lucio Fulci, welcher teilweise sogar saftige Anzeigen bekam, da er von seinen Hauptdarstellerinnen erniedrigende Posen und Szenen sexuellen Inhaltes forderte, dennoch wurde Romero in jungen Jahren verhaftet, da er eine brennende Puppe von einem Dach geworfen hatte.

1958 gewann George A. Romero den Future Scientists of America Award, welchen er für eine Dokumentation an der Highschool errang.

Ein Studium im Fachbereich Kunst und Design brach er nach einiger Zeit wieder ab.

Danach versuchte er sich im Bereich Theaterwissenschaften. Doch auch dies gab er nach etwa drei Jahren wieder auf und arbeitete fortan als Hilfskraft bei einer Produktion für Nachrichtenbeiträge.

Im Jahre 1961 gründete er zusammen mit einigen Freunden eine Produktionsgesellschaft mit Namen The Latent Image.

Zu Beginn drehte man nur Werbespots und Lehrfilme.

Dann, 1968, entstand Night of the living dead, ein Film, noch mit sehr niedrigem Budget gedreht und zum Teil anstößig wirkend auf die damalige Filmindustrie.

Ein kontroverser Film, der mit seinen hintergründigen Aussagen gegen Rassismus und den Vietnam-Krieg genau den Nerv der Zeit getroffen hatte.

Es gab heftige Kritiken und Debatten. Teilweise wurde der Film in den USA zensiert. Man sprach von Diskriminierung, da Romero in seinem Film Farbige als Menschen dritter Klasse hervorzuheben schien.

Die Tatsache, dass zumindest in seinen Zombiestreifen Schwarze ständig den kürzeren zogen, schürte jene Diskussionen weiter an.

Romero argumentierte: »Wenn ich einen Chinesen, statt eines Schwarzen genommen hätte, würdet ihr dennoch so reden. Ich diskriminiere niemanden. Ganz im Gegenteil. In meinen Filmen treten Menschen jeder Hautfarbe auf. Und ob diese nun sterben oder nicht, hat nichts mit Rassismus zu tun.«

Jene Debatten verliefen sich nach einiger Zeit jedoch im Sande. Man kam auf keinen gemeinsamen Nenner und schließlich wurde Night of the living dead in die Sammlung des New Yorker Museum of Modern Art aufgenommen. Sehr zum Missfallen einiger Kritiker.

Während der Dreharbeiten zu seinem Film Season of the Witch (1972) lernte er Christine Forrest kennen, die er 1981 heiratete und mit der er zusammen drei Kinder hat.

George A. Romero arbeitete weiter. Er drehte Filme wie Crazies (The Crazies) (1973) und Martin (1977).

Doch jene Filme konnten nicht an den Erfolg von Night of the living dead anschließen.

Erst als in seinen Filmen wieder Zombies auftauchten, wurde das Publikum auch wieder hellhörig.

Mit Zombie (Dawn of the Dead) von 1978, in dem sich vier Menschen auf der Flucht vor Zombiehorden in einem Einkaufszentrum verschanzen, kehrt Romero in das Gedächtnis vieler Menschen zurück. In einigen Ländern wurde der Film wegen seiner exzessiven Gewaltdarstellungen beschlagnahmt (Jugendschutz, Zensur).

In Fankreisen zählt dieser Streifen jedoch als absoluter Kultschocker und ist mittlerweile auch als ungeschnittene DVD erhältlich.

Nach diesem Werk, welches abermals heftige Debatten auslöste, tat sich George A. Romero mit Stephen King zusammen und drehte den Horrorfilm Creepshow (Die unheimlich verrückte Geisterstunde).

Sein dritter Zombiefilm Day of the Dead (Zombie 2) erschien in Jahre 1985. Dieser Streifen wurde jedoch negativ vom Publikum aufgenommen.

Nachdem er sich weigerte, wie von den Investoren gewünscht, bei diesem Film auf explizite Gewaltdarstellungen zu verzichten, um ein ›R-Rating‹ zu erreichen, bekam er nur die Hälfte des ursprünglich vereinbarten Kapitals zur Verfügung gestellt und musste sein Drehbuch für diesen Film deutlich vereinfachen.

Zombie 2 wurde zum Flop und Romero arbeitete fortan als Produzent der Fernsehserie Tales from the Darkside.

Im Laufe der folgenden Jahre trat er immer seltener ins Rampenlicht. Er produzierte kleinere No-Budget Filme und rückte erst 2004 wieder in das Licht der Öffentlichkeit.

Ein Remake von Dawn of the Dead wurde zum weltweiten Kassenschlager. Auch wenn Romero selbst jener Neuauflage nichts abgewinnen konnte.

Nun bekam der Altmeister des Horrorfilms selbst die Möglichkeit, seiner Zombie-Reihe noch einen weiteren Film hinzuzufügen. Daher unterbrach er 2004 die Vorproduktion zu Diamond Dead, um der Verfilmung des langersehnten vierten Teils seines Zombie-Zyklus Land of the Dead nachzugehen, was nach langjährigen Verhandlungen mit verschiedenen Hollywood-Studios schließlich von Atmosphere Entertainment finanziert wurde.

Derzeit arbeitet George A. Romero an einem weiteren Zombie-Film mit dem Titel Diary of the Dead.

Mit einer Veröffentlichung kann man im Herbst dieses Jahres rechnen.

Filmographie:

Night of the living dead (1968)

Crazies (1972)

Martin   (1977)

Dawn of the dead (1978)

Creep show (1982)

Day of the dead (1985)

Monkey Shines (1988)

Two Evil Eyes   (1990)

The Dark Half    (1993)

Land of the dead (2005)

Diary of the dead (2007)

Quellen:

(fp)