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Märchen und Sagen

Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 24

Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung

VI. Goldberg und Schönau

1. Der Name Goldbergs

Die Stadt Goldberg soll ihren Namen von den reichen Goldbergwerken erhalten haben, die in ihrer Umgebung betrieben wurden und alle sieben Tage 150 Pfund Gold lieferten. Der Rat der Stadt erhielt jedes Mal ein Pfund davon.

2. Die Entstehung Goldbergs

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Sagen der mittleren Werra 100

Vom tollen Jägersgraben

Von Eckardtshausen nach Förtha zieht sich links am Weg eine tief bewaldete Schlucht hin, die den Namen Toller Jägersgraben trägt, weil der tolle Jäger und das wütende Heer darin hausen sollen.

a)
Ein armer Kötzenflicker aus Förtha musste einmal nachts dort vorbeikommen. Da hörte er ein großes Spektakel im Graben; es klang, als würde der ganze Wald zusammenbrechen. Er sah auch, wie jemand seiner Meinung nach ein Stück Wild erlegte. Er dachte: Den lässt du hübsch links liegen! Und ging im Bogen um ihn herum. Als der Kötzenflicker vorbei war, konnte er es aber doch nicht übers Herz bringen. Er rief im Spaß: »Kann man da auch einen Braten davon kriegen!« Und machte sich dann auf den Heimweg. Kaum hatte er sich jedoch niedergelegt, flogen Haus- und Stubentür auf und es gab einen schweren Fall auf den Tisch.

Dem Kötzenflicker wurde es himmelangst, doch er stand auf, machte Licht und betrachtete das Geschenk. Zu seinem Schrecken gewahrte er das Viertel eines Pferdes, an dem sogar noch das Hufeisen hing. Am anderen Morgen hockte der arme Teufel den Weiterlesen

Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 23

Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung

11. Der Mönchsberg

Der Mönchsberg hieß vor vielen hundert Jahren der blaue Berg. Ein wilder Ritter von der Gröditzburg hatte sich im Alter bekehrt, Reue gezeigt und sich in Buße auf den blauen Berg zurückgezogen. Dort lebte er in einer einfachen Klause und fand neben dieser sein Grab. Seit jener Zeit wird der Blaue Berg Mönchsberg genannt.

12. Der Jungfernsprung

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Die Legende von Gogmagog’s Leap

Die Legende von Gogmagog’s Leap
Zwischen Mythos, Geschichte und Landschaft

Plymouth Hoe, eine weitläufige Grünfläche mit Blick auf den Ärmelkanal, ist nicht nur aufgrund seiner strategischen Lage und Nähe zur Festung von Plymouth von Bedeutung. Der Ort birgt auch eine jahrhundertealte Legende, die tief in der englischen Mythologie verwurzelt ist: die Geschichte von Gogmagog, dem Anführer einer urzeitlichen Riesenrasse.

Noch im 17. Jahrhundert berichteten Zeitgenossen, dass bei Ausgrabungen für die Zitadelle riesige Kieferknochen und Zähne gefunden wurden – Relikte, die man damals dem sagenhaften Riesen zuschrieb. So wurde ein Mythos, der vermutlich auf vorchristliche Erzählungen zurückgeht, durch diese Funde erneut belebt.

Die Legende beginnt mit der Landung von Brutus von Troja und seinem Gefährten Corineus an der Küste von Plymouth. Der Sage nach gehörten beide zu einem Volk trojanischer Flüchtlinge, das nach dem Untergang Trojas in der Fremde ein neues Heimatland suchte.

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Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 62

Der Pferdehirt von Dierberg, an dem der Tod vorbeigegangen ist

Im Dorf Dierberg bei Lindow geht die Sage von einem Pferdehirten, der sich zu Lichtmess sehen lässt.
Dies verhält sich so: Ein alter Pferdehirt, der in seinem früheren Leben nicht viel getaugt hatte, weidete einst einige Pferde.

Da er durch die Hitze des Tages sehr erschöpft war, legte er sich unter einer hohen Eiche nieder und schlief ein. Als er wieder aufwachte und die Pferde heim trieb, wunderten sich alle Leute, dass die Pferde ohne Hirten kamen. Als er nach Hause kam, sah ihn seine Frau nicht. Sie wunderte sich auch, dass der Hund, der sonst nie von seinem Herrn wich, ohne ihn kam.
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