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Yps – Ausgabe 1/2012

Wer hätte gedacht, dass das schon tot geglaubte Magazin Yps nach mehreren vergeblichen Versuchen erneut an den Start geht? Diesmal versucht es ausschließlich die Alt-Leser anzusprechen, nachdem der Spagat zwischen Alt- und Neu-Lesern 2005 nicht geklappt hat. Das Rezept: Als Gimmick die beliebten Urzeitkrebse anbieten, Vergleiche ziehen zwischen der Yps-Zeit damals und der Zeit heute (Autos, PCs, Fotos von Lesern, Erinnerungen an Yps von Promis usw.), alte Comics aufwärmen (Hombre, Yinni+Yan), neue Comics einführen (Zombillennium, Pondus, Shit happens!), Dinos aus der Sicht eines Wissenschaftlers, Überlebenstricks von Rüdiger Nehberg, Zaubertricks usw. Eigentlich eine gute Idee, Altes mit Neuem zu verbinden, um wieder einen Anknüpfungspunkt für das Leserpublikum von damals zu schaffen. Das geht aber nur eine Ausgabe lang gut. Yps ist laut Ehapa als Lifestyle-Magazin geplant; mal sehen, was sich die Redaktion einfallen lässt, um der überraschend großen Resonanz der alten Fans gerecht zu werden. Dabei sollte aber bitte bedacht werden, dass Yps nicht nur männliche Leser hatte. Für die holde Weiblichkeit wird nämlich so gut wie nichts im neuen Heft geboten, und das, obwohl es anscheinend auch eine Redakteurin gibt. Das Heft ist leider extrem offensichtlich auf männliche Bedürfnisse ausgerichtet, was früher oder später – eher früher – die Leserinnen vergraulen wird. Da muss noch intensiv an Themen für die weiblichen Fans von damals gearbeitet werden!

Fazit: Nette Idee (fürs Erste), aber u.a. in Hinsicht auf die weiblichen Leser stark verbesserungsbedürftig.

Copyright © 2012 by Ulrike Dansauer

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Yps
Ausgabe 1/2012
Egmont Ehapa, Berlin
Oktober 2012
99 Seiten
5,90 Euro

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