Heftroman der Woche
 

Neueste Kommentare
Archive
Folgt uns auch auf

Der Kommandant des Tower 47

Der Kommandant des Tower
Band 2
Historische Erzählung von W. Harrison Ainsworth
Verlag von Christian Ernst Kollmann, Leipzig, 1863
Viertes Buch
Verschwörung und Gegenverschwörung
Drittes Kapitel

Wie der Lordadmiral Witwer wird

Ugo Harrington verlor keine Zeit auf seinem Weg, aber als er nach London kam, erfuhr er, dass sein Herr plötzlich nach Holt Castle gereist war, und er eilte ihm dorthin nach. Infolge dessen vergingen, obwohl die äußerste Schnelligkeit, mit der man in damaliger Zeit reisen konnte, aufgeboten wurde, acht Tage, bevor der Admiral in Sudley Castle anlangte. Er fand bei seiner Ankunft die Königin in einem sehr beunruhigenden Zustand. Doktor Hewke wusste sich über einige Krankheitssymptome durchaus keine Rechenschaft zu geben und war betroffen, dass seine Heilmittel sich unwirksam erwiesen. Catharina schien allmählich dahinzuschwinden. Kaum jedoch wurde ihres Gatten Ankunft gemeldet, als neues Leben sie zu durchströmen schien, und sie sandte den Arzt ab, um ihn augenblicklich zu ihr zu bitten.

Als der Admiral eintrat, erhob sie sich von dem Sessel, in welchem sie saß, und mit einem Schrei des Entzückens, der die Herzen aller Hörer durchbebte, warf sie sich in seine Arme.

Obwohl die Liebe in Seymours Brust längst gestorben war, so war es doch unmöglich, dass er in diesem Moment unbeweglich geblieben wäre. Als er in das veränderte Antlitz seiner Gemahlin blickte, da sank ihm das Herz. Catharina war in der Tat traurig anzusehen, der Schatten ihrer selbst. Aber jetzt bedeckte eine flüchtige Röte ihre bleichen Wangen, ihre Augen leuchteten in überirdischer Weise, und sie sah wunderbar schön aus. Sie versuchte zureden, aber fand keine Worte. Schluchzend lehnte sie an ihres Gatten Schulter.

»Sei ruhig, liebes Herz, ich beschwöre dich«, sprach Seymour, »diese Aufregung wird dir schaden.«

»O, ich bin so froh, dass du gekommen bist«, rief sie.

»Ich will dir keine Vorwürfe machen, aber du bist lange, lange geblieben. Ich habe die Stunden gezählt, seit Ugo mich verließ. Mich dünkt, wenn du geeilt hättest, so würdest du vier Tage früher hier gewesen sein.«

»Das wäre ich auch, liebes Herz, wenn ich nicht unglücklicherweise vor Ugos Ankunft in London nach Holt abgereist wäre. Glaube mir, ich bin auf den Hügeln der Liebe und Angst hierher geeilt.«

»Dem Himmel sei dank, dass du nicht zu spät kommst!«, rief Catharina in einem Ton, der ihren Gemahl erschütterte. »Aber du musst unser Kind sehen, Seymour. Es ist ein hübsches Kind!«

»Befiehlt Eure Majestät, dass ich den kleinen Engel bringe?«, fragte Lady Tyrwhyt.

»Tut es«, antwortete Catharina, »Mylord muss ihn sehen.«

Lady Tyrwhyt verließ darauf das Zimmer und kehrte bald darauf in Begleitung der Kinderfrau zurück, die ein großes Samtkissen, auf welchem das reich gekleidete Kind lag, auf ihren Armen trug. Indem der Admiral sich niederbeugte, um in das kleine Antlitz zu schauen, öffnete es die Augen und schien ihn anzulächeln.

»O«, rief die Wärterin, »es scheint Eure Hoheit zu kennen.«

»Es ist ein sehr hübsches Kind«, sagte der Admiral, »aber ein Knabe wäre mir lieber gewesen.«

»Gewiss hat Eure Hoheit keine Ursache, sich zu beschweren«, sagte die Wärterin in scharfem Ton. »Ein reizenderes Kind existiert nicht.«

»Wie soll sie heißen, Käthe?«, fragte der Admiral. »Nach dir?«

»Nein, nicht nach mir«, antwortete sie. »Auch nicht nach der Prinzessin Elisabeth«, war sie im Begriff hinzuzufügen. Aber sie hielt an sich. Eine Röte überflog ihre bleichen Wangen und verriet ihre geheimen Gedanken. »Lass sie Mary heißen. Ich liebe den Namen. Du wirst ihr ein liebevoller Vater sein, Seymour, wenn ich nicht mehr bin.«

»Ich hoffe, du lebst und siehst sie groß und verheiratet.« »Möge sie sich glücklich verheiraten!«, rief sie mit einem Seufzer aus. »Besser einsam sterben, als Glanz und Elend erheiraten!«

Sie blickte das Kind eine Weile gedankenvoll an und rief dann aus: »Gott segne dich, mein Kind! Möge dein Los ein glücklicheres sein als das deiner Mutter! Bringt sie weg, gute Frau, und ihr verlasst mich alle«, sprach sie zu den übrigen Anwesenden. »Ich habe mit meinem Gatten zu reden.« Nachdem die Frauen sie in ihrem Stuhl zurechtgesetzt und alles nach ihrer Bequemlichkeit geordnet hatten, verließen sie das Gemach. Als die beiden Gatten allein waren, herrschte erst eine Weile tiefstes Schweigen, welches keiner zu unterbrechen geneigt schien.

Endlich sprach die Königin: »Ich werde nicht lange leben, Seymour. Ich weiß, dass dies keine schreckliche Nachricht für dich ist, denn du wünschest, mich loszuwerden.«

»Nein, liebes Herz!«, rief der Admiral. »Du tust mir unrecht. Ich hege solche Wünsche nicht.«

»Ich bin nicht zu täuschen«, sprach Catharina, ihn fest anblickend. »Du wünschest, mich los zu sein, um die Prinzessin Elisabeth heiraten zu können. Leugne nicht, ich weiß, es ist so. Aber höre, Seymour, höre auf meine Worte! Nie wird jene Heirat stattfinden!« Und mit einer Stimme, die ihn fast schaudern machte, fügte sie hinzu: »Ich verbiete sie in ihres toten Vaters Namen! Ich verbiete sie in meinem eigenen Namen! Gehst du weiter vor in der Sache, so wirst du den Zorn des Himmels auf dich herabrufen. Wähne nicht, dass ein Verbrechen deine Absichten fördern könne!«

»Ein Verbrechen!«, rief der Admiral. »Was willst du mit dieser Andeutung sagen, Catharina? Du kannst nicht meinen, dass ich dir ein Leid antun würde!«

»Mit mir ist nicht auf die rechte Weise verfahren worden«, antwortete sie.

»Wen hast du im Verdacht? Sprich es aus! Was ist dir geschehen?«

»Gift ist mir gereicht worden«, antwortete Catharina. »Verzeih dir der Himmel, wenn du darum gewusst hattest!«

»Gift!«, rief Seymour voller Entsetzen. »Und es ist möglich, dass du mich im Verdacht einer so gemeinen Tat hast? So weit bin ich davon entfernt, deinen Tod zu wünschen, dass ich mein Leben für dich hingeben würde. Du bist von einem Wahn befangen. Du bist schwer krank und leidest sehr, aber du irrst dich in der Ursache deiner Schmerzen.«

»Ich irre mich nicht, Seymour«, antwortete sie, »ich bin sicher, dass mir Gift gereicht worden ist!«

»Von wem? Wen hast du im Verdacht?«

»Deinen vertrauten Diener Ugo. Seine Hand und keine andere hat mir das Gift gemischt.«

»Aber angenommen, dass er eines solchen Verbrechens fähig wäre, wie konnte er Mittel und Wege finden, es uns bemerkt zu tun? Nein, nein, Catharina, du tust ihm Unrecht, gewiss!«

»Der Himmel verzeih mir, wenn ich’s tue! Und der Himmel verzeihe ihm, wenn er schuldig ist, wie ich glaube. Aber Gelegenheit hatte er, das Verbrechen auszuüben. Bevor er hier zu Euch zurückreiste, war er einige Augenblicke in diesem Zimmer allein. Mein Becher stand in seinem Bereich, und ich bin gewiss – so gewiss, als hätte ich es mit meinen Augen gesehen, dass er das Gift in meinen Trank tat, denn ich hatte ihn kaum genommen, als ich von entsetzlichen Schmerzen gepeinigt wurde.«

»Aber teiltest du nicht Hewke deinen Verdacht mit?«

»Nein«, antwortete sie. »Ich ertrug meine Schmerzen schweigend, weil ich fühlte, dass eine Beschuldigung Ugos auf dich zurückfallen müsse. Welche Motive konnte Ugo haben? Warum sollte er meinen Tod wünschen? Er ist nur dein Werkzeug.«

»O, Catharina! Ich beschwöre dich, traue mir solches nicht zu! Aber ich glaube immer noch, du bist im Irrtum. Du wirst bald wieder gesund werden und dann sowohl Ugo als auch mich von dem entsetzlichen Verbrechen freisprechen, dessen du uns fähig glaubst.«

»Ich werde nicht wieder gesund. Dich will ich freisprechen und bitte um deine Verzeihung. Aber es ist keine Hoffnung für mich. Es geht schnell zu Ende, nur noch wenige Stunden, und du hast kein Wein mehr.«

»Ich hoffe, deine Furcht bewahrheitet sich nicht, Catharina , sondern du lebst noch manches Jahr, um mich zu beglücken.«

»Wären solche Worte früher gesprochen worden, so hätten sie mich vielleicht hergestellt. Sie kommen zu spät. Lass mich mit dir reden, solange mir die Kraft bleibt, und gebe der Himmel, dass du meinem Rat folgst. Dass ich meinen Tod deinem ausdrücklichen Wunsch verdanke, das, fürchte ich, ist nur zu wahr.«

»O, Catharina, ich beschwöre dich, lass den Verdacht fahren!«

»Ich kann nicht. Er ist mir zur Überzeugung geworden. Höre mich, Seymour. Du weißt es, wie ich dich geliebt und welche Opfer ich dir gebracht habe. Du weißt, dass ich dir ein treues und gehorsames Weib war.«

»Das warst du! Das warst du!«, rief er aus.

»Ich will dir keinen Vorwurf machen, will nicht dein schroffes Benehmen – an deine Vernachlässigung, die fast ein Verlassen war, erinnern, sondern ich deute es nur an, um zu sagen, dass ich dir alles verzeihe. Meine letzten Worte aber seien Worte der Warnung. Ich weiß, du konspirierst gegen die Regierung. Du hast irgendetwas Entscheidendes vor. Du hoffst, indem du den Bürgerkrieg heraufbeschwörst, deinen Bruder zu stürzen und zu verdrängen. Lass dich warnen, Seymour. Verharrst du in diesem verräterischen Tun, so wartet deiner ein schreckliches und blutiges Ende. Lass dich warnen, sage ich, lass deine Pläne fahren, solange es Zeit ist. Wende dich dem Himmel zu und suche durch Buße und Gebet so vieles Böse wiedergutzumachen. Folge den Einflüsterungen des Stolzes und Ehrgeizes nicht länger, sie werden dich dem sicheren Untergang entgegenführen. Gib dich frommen Betrachtungen hin. Willst du das?«

»Ich kann das nicht versprechen, Catharina. Täte ich es, so könnte ich es vielleicht nicht halten.«

»Ach! Ach, so bist du verloren. O, lass dich bewegen!«

»Du versuchst es umsonst«, entgegnete er, »meine Absicht ist unerschütterlich.«

»Und was, Seymour, hoffst du zu gewinnen?«

»Den zweiten Platz im Königreich. Vielleicht den ersten.«

»Du täuschst dich«, sprach sie mit fast prophetischem Blick. »Du bringst dich aufs Schafott. Gedenke meiner Warnung, wenn es geschieht!«

»Leere Träumereien können mich nicht aus meiner Bahn lenken. Ich weiß, was ich riskiere, die Gefahr schreckt mich nicht. Zu deines verstorbenen Gemahls Zeiten, Catharina, habe ich mich daran gewöhnt, mein Leben als ein unsicheres zu betrachten. Was das Schicksal mir beschienen – ich weiß es nicht. Vielleicht große Macht – vielleicht des Henkers Beil. Aber mein Entschluss steht fest. Ich schreite vorwärts.«

»Möge dir der Himmel verzeihen und dein Herz zur Demut stimmen«, murmelte Catharina. »Aber schlage mir meine letzte Bitte nicht ab, Seymour. Es ist die letzte, die ich an dich richten werde.«

»Was ist es?«, fragte er.

»Gib alle Gedanken an Elisabeth auf. Strebe nicht nach ihrer Hand. Versprich mir das! O, versprich es mir!«

Aber Seymour schwieg und wandte sich ab.

»Willst du es nicht versprechen?«, rief sie flehend.

»Ich kann nicht«, erwiderte er.

Die arme Königin fiel in ihre Kissen zurück und schwieg einige Augenblicke.

»Wünschest du sonst noch etwas, Catharina?«, fragte Seymour.

»Nur noch das Eine. Sei gut gegen das unschuldige Kind, das ich so spät zur Welt gebracht habe. Ich glaube, lange wird es dir nicht zur Last fallen.«

»Solange ich lebe, werde ich über dasselbe wachen, und es soll der Vaterliebe nicht entbehren. Aber du gibst dich finsteren Ahnungen hin, Cathariua, deren keine in Erfüllung gehen wird. Sieh die Sache nicht so schlimm an, du bist nicht so gefährlich krank, wie du meinst.«

»Bald ist alles vorbei«, seufzte sie. »Gib mir die Hand, Seymour. Mein Leben war ein elendes, ich klage nicht, dass sein Ende da ist. Vergebens habe ich nach Glück in der Ehe gesucht. Jedes Mal wurde ich getäuscht, aber so bitter und schmerzlich wie das letzte Mal, nie! Ich hatte so viel erwartet. Wer hätte es geglaubt, dass einer, der an Geist und Körper so reich ausgestattet ist, wie du, Seymour, so treulos, so grausam sein könne? Selbst Heinrichs Tyrannei war nicht so schrecklich.«

»Was habe ich getan, Catharina? Was habe ich getan?«, rief Seymour außer sich.

»Du hast mich getötet«, sprach sie, indem sie sich mit einer letzten Anstrengung aufrichtete und ihn scharf anblickte, »wenn nicht durch Gift, so durch Lieblosigkeit.«

»O, nimm dein Wort zurück, Catharina!«, rief er aus. »Widerrufe diese entsetzliche Anklage!«

Aber ein Widerruf lag nicht mehr in ihrer Macht. Das aufflackernde Licht, das einen Moment in ihren Augen geglüht hatte, erlosch plötzlich, die Blässe des Todes überzog ihr Antlitz, und mit einem Seufzer sank sie zurück. Die Leiden der unglücklichen Königin waren vorüber.

Mit einem lauten Schrei stürzte Seymour neben ihr auf die Knie und rief, ihre Hand ergreifend, in jammerndem Ton: »Blicke auf mich nieder, Catharina, und vergib mir!«

Sein Schmerz war aufrichtig. Seine Natur war nicht gänzlich verdorben und das Gute in ihm hatte im Augenblick die Oberhand. Er machte sich die schrecklichsten Vorwürfe, und wenn es in seiner Macht gestanden hätte, sein unglückliches Weib wieder zu beleben, in jenem Moment hätte er es getan.

Er war so von Kummer und Gewissensbissen überwältigt, dass er den Eintritt des Arztes, begleitet von Lady Tyrwhyt und einigen Frauen der Königin, gar nicht gewahr wurde. Doktor Hewke sah gleich, dass alles vorbei war, und machte Lady Tyrwhyt und den Übrigen die traurige Mitteilung, indem er sie zugleich bat, ihren Schmerz nicht laut werden zu lassen. Aber sie waren ihrer königlichen Herrin zu sehr ergeben gewesen, um sich einen solchen Zwang antun zu können, und Wehklagen erfüllten das Gemach.

Endlich näherte sich Hewke dem Admiral und sprach: »Wenn Eure Hoheit meinem Rat folgen will, so zieht Ihr Euch für eine Weile in Euer Gemach zurück uud überlasst die Sorge für die sterblichen Reste der Königin ihren Frauen.«

»Ich will Euch folgen, guter Doktor«, antwortete Seymour aufstehend.

»Ich hoffe, Ihre Gnaden hat ein leichtes Ende gehabt?«, sprach Lady Tyrwhyt unter Tränen.

»Ein sehr leichtes Ende«, sprach Seymour. »Gott wird ihrer Seele gnädig sein!«

»Das wird er«, antwortete Lady Tyrwhyt. »Ein edleres Weib hat nie auf Erden gewandelt.«

»Ihr habt recht«, antwortete Seymour. »Jetzt, da ich sie verloren habe, erkenne ich erst recht ihren Wert. Ich überlasse sie Eurer Sorgfalt.«

Damit begab er sich in sein Zimmer uud schloss sich eine Zeit lang ein. Endlich wagte Ugo einzutreten und fragte, ob er irgendetwas begehre. Seymour verneinte kurz und streng.

»Hat Eure Hoheit gar keine Aufträge für mich?«, fuhr Ugo fort.

»Durchaus keine«, antwortete Seymour.

»Hm! Ich erwartete Eure Hoheit, jetzt, da Ihr von Euren Fesseln befreit seid, in einer anderen Geistesverfassung zu sehen.«

»Aus meinen Augen, Schurke!«, rief Seymour wütend.

»Ist das der Lohn für meine Dienste?«, fragte Ugo.

»Der Galgen sollte dein Lohn sein! Geh und lass dich nicht wieder sehen!«

Ugo zog sich darauf zurück und murmelte im Gehen: »Morgen wird er in einer anderen Stimmung sein.«

Ob der Admiral dauernd die tiefe Betrübnis empfand, die er an den Tag legte, mag bezweifelt werden. Jedenfalls aber machte er die ganze Umgebung glauben, dass er seine verstorbene Gemahlin aufrichtig beweine.

Die Reste der unglücklichen Königin wurden mit vielem Pomp in der schönen Schlosskapelle bestattet, und manche Träne fiel auf die Marmorplatte, die ihre Gruft bedeckte.

Der Säugling, den sie hinterlassen hatte, wurde aufs Sorglichste gepflegt, aber obwohl das kleine Wesen seinen Vater überlebte, so wurde es doch in der Jugendblüte geknickt.

Der Admiral weilte einen Monat lang in der Einsamkeit von Sudley Castle, dann kehrte er nach Seymour House zurück, begleitet von Ugo, der um diese Zeit seine volle Gunst wiedererlangt hatte.