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Dark Empire

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Die Sternkammer – Band 1 – Kapitel 14

William Harrison Ainsworth
Die Sternkammer – Band 1
Ein historischer Roman
Christian Ernst Kollmann Verlag, Leipzig, 1854

Vierzehntes Kapitel

Die Maikönigin und die Tochter des Puritaners

Volksbelustigungen und Zeitvertreibe wurden weislich von Jakob dem Ersten begünstigt, dessen Rücksicht für die Vergnügungen der niederen Klassen seiner Untertanen nicht genug gerühmt werden kann. Und da es der Hauptzweck dieser Geschichte ist, auf einige von den während seiner Regierung herrschenden Missbräuchen Weiterlesen

Deutsche Märchen und Sagen 75

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

82. Nix zu Gent

Hinter dem alten Abteigebäude von Sankt Peter zu Gent liegt eine Brücke, auf der sich ehedem häufig ein Nix sehen ließ. Er stand gewöhnlich mitten auf der Brücke und wartete, bis jemand kam, der auf die andere Seite wollte. Setzte der nun eben den Fuß auf die Brücke, dann warf sich der Nix ins Wasser. Mitleidige Menschen meinten oft, es sei jemand, der sich ersäufen wolle, und sprangen nach, wurden dann aber vom Nix gepackt und unter Wasser gezogen, sodass sie jämmerlich ertranken. Nur einer Frau wollte er wohl. Wenn er die aus der Ferne Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Der König der Hirsche

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Vierzig Sagen
Mitgeteilt von Chingorikhoor

Der König der Hirsche

nter den Ottawäern am Großen Bibersee lebte einst ein junger Mann, den jeder für den Sohn des großen Manitu hielt. Sechzehn Jahre vor der Zeit, von welcher ich spreche, hatte man nämlich ein Knäblein, das kaum zwei Sommer alt sein konnte, gefunden, und von dem niemand wusste, woher es kam, noch wer seine Eltern waren. Dass das Kind nicht zum Stamm der Ottawäer gehörte, sah man seiner Gesichtsfarbe an. Auch waren seine Arme und Beine mit Schwimmhäuten versehen und sein Kopf glich dem eines Bibers. Dann hatte es sich auch die meisten Gebräuche jenes Tieres angeeignet.

Täglich ging der Knabe an den See und hielt sich mitunter einen halben Tag lang im Wasser auf. Fische zog er einer Weiterlesen

Bisonjäger Teil 5

Materielle Kultur

Bevor die Bisonjäger Pferde kannten, war der Hund das einzige Haustier der indigenen Völker. Diente er den Eskimos als Zugtier und den Bewohnern der nördlichen Waldgebiete zum Tragen von Lasten, so benutzten die Plains-Indianer ihn sowohl zum Transport von Lasten als auch zum Ziehen der Travois.1

Ein ausgewachsener Hund konnte auf einem Travois etwa 40 bis 50 Pfund Gepäck befördern. Manche Stämme schätzten dieses Tier allerdings auch nur als kulinarischen Leckerbissen.

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Geister-Schocker – Folge 27

Geister-Schocker – Folge 27
Die Stunde des Henkers
Frei nach einem Roman von A.F. Morland

Hörspiel, Grusel, Romantruhe, Kerpen-Türnich, 16.04.2012, Audio-CD, ca. 45 Minuten, 6,99 EUR, ISBN: 864730047

Buch und Regie: Markus Winter, Thomas Tippner
Musik, Sounddesign, Mix, Mastering: Oliver Baumann, WinterZeit Studios
Zusätzliche Musik: Markus Winter, Kevin MacLeod
Illustration: Cebollo
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Oberhessisches Sagenbuch Teil 62

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Die Kornähre

Ein Weibsbild, das in einem Dorf nahe bei Grünberg wohnte, hatte mit dem leidigen bösen Feind einen Bund gemacht. Wer rechtschaffenen Sinnes war, fürchtete sich vor ihm wie vor der Pest. Diese Person hatte eine Tochter, der gefiel das Tun der Mutter nicht und sie wollte das Hexen nicht lernen. Allein, was geschah? Das Mädchen bekam ein Geschwulst an der Wange, das wurde größer und größer und brach endlich auf. Doch floss weder Blut noch Eiter aus der Wunde, sondern es kam daraus eine frische natürliche Kornähre hervor. Alsbald Weiterlesen

Die Riffpiraten – Kapitel 8

Heinrich Klaenfoth
Die Riffpiraten
Verlag Albert Jaceo, Berlin, um 1851

Kapitel 8

Der Delikatessenhändler

Der Besitzer des Hauses, in dem der Doktor Simon wohnte, und wohin die Prinzessin den geheimnisvollen Brief trug, war ein Krämer. Seine Eltern waren Spanier und von Madrid nach Mexiko übergesiedelt.

Es war ein ziemlich gutes, doch keineswegs elegantes Haus, mit einer Front zur Straße, dessen Belle-Etage der Weiterlesen