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Die blonde Witwe

Spenser bekommt von seiner guten Freundin, der Anwältin Rita Fiore, den Auftrag, sich um den Mordfall Nathan Smith zu kümmern. Dessen Witwe Mary Smith ist die Hauptverdächtige und wird von Rita verteidigt. Rita und Spenser haben Zweifel an der Schuld der blinden Witwe, obwohl das stattliche Erbe, das Nathan Smith hinterlässt, ein hervorragendes Motiv liefern würde. Allerdings scheint Mary nicht genügend Grips für ein solches Verbrechen zu haben. Oder spielt sie allen nur das blonde Dummchen vor? Spenser beginnt zu ermitteln und wird kurz darauf von mehreren Schlägern beschattet und auch bedroht. Schließlich werden nach und nach mehrere am Fall beteiligte Personen Opfer des unbekannten Mörders. Da wird Spenser klar, dass er mitten in ein Wespennest gestochen hat …

Zugegeben, im vorliegenden Spenser-Roman spielt der Autor Robert B. Parker mit dem gängigen Blondinen-Klischee, doch wirklich übel nehmen kann man es ihm nicht, denn auch dieser Fall des toughen Privatdetektivs ist ein eindrucksvolles Zeugnis von Parkers schriftstellerischem Talent. Auf gut 220 Seiten entfaltet sich ein Kriminalfall, der weder mit überraschenden Wendungen, noch mit intelligenten, pointierten Dialogen geizt. Letztere gelten schließlich nicht umsonst als Aushängeschild der Parker-Krimis und machen die Bücher zu einer rasanten und unterhaltsamen Lektüre. Daher sind die Spenser-Romane optimal für Leser geeignet, die weder Lust noch Zeit haben sich durch 500-Seiten-Schinken zu quälen, und dennoch nicht auf anspruchsvolle, raffinierte Spannungsliteratur verzichten wollen. Spenser zeigt sich natürlich auch dieses Mal von seiner besten Seite. Selbstbewusst, mit einem leichten Hang zur Überheblichkeit, dabei unerbittlich und mit einer messerscharfen Kombinationsgabe gesegnet, löst er einen Fall, der weitaus komplizierter ist, als es zunächst den Anschein hat. Als die Angelegenheit zu heikel wird, zieht Spenser seinen alten Kumpel Hawk hinzu. Moralischen, seelischen und intellektuellen Beistand erfährt er natürlich von seiner Partnerin Susan. Obwohl auch dieser Fall in sich abgeschlossen ist, erinnern kleine Hinweise an frühere Romane. Wer bereits einige Romane von Parker kennt, hat darüber hinaus das angenehme Gefühl alte Bekannte wiederzutreffen. Ein Hochgenuss für alle, die Krimis mit Niveau, Action und lebhaften Charakteren zu schätzen wissen.

Dank ihrer hochwertigen und stabilen Aufmachung bilden die Taschenbücher aus dem Pendragon-Verlag die optimale Urlaubslektüre. Das Covermotiv indes ist leider ein wenig nichtssagend.

Fazit:
Paradebeispiel für intelligente Krimiunterhaltung voller Action, Witz und Spannung. Absolut empfehlenswert.

Copyright © 2012 by Florian Hilleberg

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Robert B. Parker
Die blonde Witwe
Widow’s Walk
New York 2002
Pendragon Verlag, Bielefeld
August 2006
Taschenbuch, Krimi
ISBN: 9783865320377
224 Seiten, 9,95 Euro
Aus dem Amerikanischen
von Emanuel Bergmann und
Tanja Mushenko
Titelfoto/Titelgestaltung
von Ute Zeißler, Bielefeld

www.pendragon.de
www.robertbparker.de

2 Antworten auf Die blonde Witwe

  • Paule sagt:

    Ja das ist mein nächstes ›Parker‹ Buch, gab es so vor nem halben Jahr bei Aldi im Doppelpack mit Lesung.
    Bei ›Hundert Dollar Baby‹ bin ich auf Seite 190, ist ein guter Ersatz für Léo Malet und Pieke Biermann.
    Ich stöbere heute mal durchs Antiquariat für ältere 70er Jahre Parker-Romane.

  • Paule sagt:

    Hi, in die gleiche Richtung mit Geistern fällt auch: Der Tod ist ein bleibender Schaden von Eoin Colfer, 2011.

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