
Maddrax

Zweite Spin-Off-Serie zu Maddrax!
»DAS VOLK DER TIEFE – Die dunkle Seite von MADDRAX« erschien vom 25.9.2007 bis 26.02.2008 im wöchentlichen Wechsel mit MADDRAX in 12 Bänden.
So auch wie bei der ersten Spin-Off-Serie führen einige Handlungsstränge beider Serien zusammen.
Geschrieben wurde die Miniserie von Michael Marcus Thurner, Jo Zybell, Stephanie Seidel, Claudia Kern, Mia Zorn und Dario Vandis.
Auf den Coverinnenseiten sind die Titelbilder als Mini-Poster abgedruckt.
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DAS VOLK DER TIEFE Band 1:
Eine Wunde in der Erde
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Erschienen am 25.09.2007
Geschrieben von Michael M. Thurner
Cover von Chris Noeth
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Kinga trat gegen die linke Flanke des
Drittwoorms, stach immer wieder den mit
leichtem Kontaktgift beträufelten Absatz des
Reitschuhs in das zähe ledrige Fleisch. Der
Woorm brüllte auf, hob sein schäumendes
Maul hoch in die Luft, biss nach den
Lenkkabeln. „Hoj“, brüllte Kinga, „hoj!“
Das Tier wurde immer aggressiver, wandte
seine Wut gegen den ungewohnten Reiter, schüttelte seinen mächtigen Leib. Der junge Krieger rutschte über den Stehsattel, fand in dem glitschigen Blut, das aus den Stichwunden drang, keinen Halt mehr.
Auf und ab ging es nun, dem Boden entgegen und wieder hoch hinauf in die Luft, wild und nicht mehr kontrolliert.
„Nimm verdammt noch mal die Zügel enger!“, rief Zhulu ihm zu, kaum verständlich über das Wutquietschen des Tiers hinweg. Der hatte gut reden! Er stand in sicherer Entfernung, geschützt von schweren hölzernen Barrikaden, und sah zu, wie Kinga seinen Ritt absolvierte. |
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DAS VOLK DER TIEFE Band 2:
Der gierige Schlund
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Erschienen am 09.10.2007
Geschrieben von Michael M. Thurner
Cover von Chris Noeth |

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Tote Augen starrten Kinga an, das Gesicht eine von Schrecken verzerrte Maske, in der sich das Leid der letzten Sekunden in Cheries Leben widerspiegelten. Der fette Lakai musste Fürchterliches durchgemacht haben. Spärliches Haar lag über den fürchterlichen Kopfwunden, die der unbekannte Gegner verursacht hatte. Knochensplitter, Fleisch, verkrustetes Blut und Reste des Gehirns — alles hatte sich zu einem dunkelroten Pfropfen in der aufgebrochenen Kopfschale vermengt. „Die Prinzessin...“, murmelte Kinga. „Wahrscheinlich ist es ihr ähnlich ergangen.“ Zhulu trat neben seinen Schüler, legte ihm die Hände auf die Schultern und blickte ihm ernst ins Gesicht. „Wir können nichts mehr für sie tun. Sei froh, dass du ihren Anblick nicht ebenso ertragen musst.“ |
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DAS VOLK DER TIEFE Band 3:
Tod in den Wolken
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Erschienen am 23.10.2007
Geschrieben von Mia Zorn
Cover von Chris Noeth |

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Der Junge trieb das spitze Holz in den Käfer. Auf einem glatten Stein daneben lagen aufgereiht Flügel und Beine des Tieres. Eine Windböe wirbelte sie in die Luft. Der Junge schaute den zarten Flügeln nach, die so ganz ohne Käfer davon segelten. Hinter sich hörte er ein Schnaufen. Er drehte sich um. „Loomi?“ Aber er war alleine in der Senke, die zwischen dichtem Gestrüpp und dem Erdwall lag. Wo war sein Bruder?
„Loomi!“ Er sprang auf und lauschte:
Blätter raschelten im Wind. Und da, wieder das Schnaufen! Es kam von der anderen Seite des Erdwalls. Auf allen Vieren kletterte er den Wall empor. Plötzlich ein gellender Schrei von der anderen Seite. Erschrocken starrte der Junge zum Kamm des Walls. Kleine Steine und Blätter rieselten herab. Von oben schob sich ihm eine große Hand entgegen: Wie eine graue Spinne tasteten die langen Finger nach dem Jungen. |
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DAS VOLK DER TIEFE Band 4: Zwischen Leben und Sterben
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Erschienen am 06.11.2007
Geschrieben von Jo Zybell
Cover von Chris Noeth |

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London, 12. Juni 2009
Ein freundlicher Tag war dieser 12. Juni,
nichts deutete auf ein Unglück hin.
Wie jeden zweiten Freitag im Monat rollte Mrs. Darks Bentley um neun Uhr vormittags durch das Stahlgittertor auf das Gelände des Lazarus-Hospizes. Das Tor schloss sich leise hinter ihrem
Wagen, die Kameras in den Zypressen folgten seiner langsamen Fahrt zum Hauptportal, die als Gärtner getarnten Sicherheitsleute in den Blumenbeeten grüßten freundlich, der Bentley stoppte vor der Treppe, und Chang Won, der Chauffeur, stieg aus, um Mrs. Dark und Hagen die hintere Ttir zu öffnen. Alles lief ab wie gewohnt; ohne das geringste Anzeichen einer Katastrophe, wie gesagt. Bis Leila Dark und Hagen durch die sich automatisch öffnenden Portalflügel ins Foyer des Hospizes traten. |
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DAS VOLK DER TIEFE Band 5:
Tag der Vernichtung
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Erschienen am 20.11.2007
Geschrieben von Jo Zybell
Cover von Chris Noeth |

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Zürich, 12. Dezember 2010
Ein Nervenzusammenbruch, das wäre es doch. Einfach losheulen, brüllen, sich hinschmeißen und den Boden mit den Fäusten traktieren. Dann ein Notarzt, und alles wäre vorbei. Ging aber nicht, der Kontrollpunkt rückte näher. Noch drei Schritte bis zum Förderband, und dann die Uniformierten — Schweizer! Wenn er auch nur mit den Wimpern zuckte, irgendwie verdächtig guckte oder gar verdächtig roch — die Schweizer würde den ihn filzen, sie würden sein Innerstes nach außen krempeln, gnadenlos.
Sie würden ihn erwischen, sie waren Schweizer.
Er erreichte das Förderband, legte Mantel, Laptop und Aktenkoffer in Plastik- wannen, und dann geschah es doch: Einer der Uniformierten zog seine Waffe. |
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DAS VOLK DER TIEFE Band 6: Erstarrte Zeit
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Erschienen am 04.12.2007
Geschrieben von Jo Zybell
Cover von Chris Noeth |

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Im Bunker Karis des Großen, 8. Februar 2012
Dreitausend Menschen drängten sich in der Gemeinschaftshalle aneinander. Fast alle beteten oder sangen, viele weinten. Die Beleuchtung flackerte und ging aus, das Bild auf der Lein wand verschwamm und erlosch. Schreie wurden laut. Irgendwo in der unteren Bunkerebene sprangen die internen Stromaggregate an. Die Deckenlichter flammten wieder auf. Alle starrten auf die Leinwand — sie blieb leer. Eben noch hatte orangefarbenes Feuer den Himmel geflutet, jetzt sah man nichts mehr. Der Komet hatte die Erde getroffen. Keine Fernsehstation war mehr auf Sendung. Van der Groot saß auf der Ledercouch zur Linken Karls des Großen. „Er hat mich nicht erwischt!“, rief der Präsident. Van der Groot sah, wie triumphierendes Gelächter seine schwarzen Züge verzerrte. „Nicht er wischt!“
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DAS VOLK DER TIEFE Band 7: Niemandes Welt
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Erschienen am 17.12.2007
Geschrieben von Dario Vandis
Cover von Chris Noeth |

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Kinga wusste nicht, wann man ihn in das
Loch geworfen hatte Er wusste nur, dass
das Loch schwarz war. Ein winziger, von
fauliger Luft erfüllter Kerker. Wenn er die Arme ausstreckte, konnte er die Wände zu beiden Seiten berühren. Berühren, aber nicht fühlen. Kingas Finger waren abgestorben vor Kälte. Dafür konnte er es hören — das leise Tropfen der Wasserrinnsale, die über nackten Felsen rannen.
Pling. Pling. Pling. Angst schüttelte Kingas Körper, der vor Hunger und Durst schwach geworden war. Angst, dass sie ihn vergessen hatten. Dass sie ihn verschmachten lassen würden in diesem Verlies.
Dann dachte er an Prinzessin Lourdes, an ihren aufgebrochenen Schädel und das fehlende Gehirn darunter — und die andere Angst wurde wieder stärker. Die Angst, dass sie ihn nicht vergessen hatten und wiederkommen würden, um ihn zu holen... |
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DAS VOLK DER TIEFE 8:
Anti-Serum
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Erschienen am 02.01.2008
Geschrieben von Dario Vandis
Cover von Chris Noeth |

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Balans Augen schmerzten. Seine Tränen vermischten sich mit Blut, das wie ein Schleier über den Pupillen lag. Der nächste Schlag traf den alten Mann an der Schläfe und schleuderte ihn zu rück. Er glaubte seine Knochen splittern zu hören, aber es war nur der grob geschnitzte Stuhl, der hinter ihm quer durch die Hütte flog.
Balan riss die Augen auf und versuchte sich auf seine Umgebung zu konzentrieren. Auf seine Tochter Sisa, die aufgeregt gestikulierte, auf seine greise Frau Nal, die in sich zusammengesunken ins Leere starrte — und auf den hünenhaften Fremden im zerrissenen schwarzen Überwurf, der sich höhnisch als „Großmeister Zuba“ vorgestellt hatte. In der Hand hielt er einen schweren Knüppel.
Balans Tochter redete jetzt ohne Unterlass. Gut so, dachte Balan benommen. Solange Sisa redete, blieben sie am Leben. |
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DAS VOLK DER TIEFE Band 9:
Die tödliche Woge
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Erschienen am 15.01.2008
Geschrieben von Dario Vandis
Cover von Chris Noeth |

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Nabuu empfing den Tod mit geschlossenen Augen. Um ihn herum schäumte das Wasser des unterirdischen Sees, die schwarzen Wellen gesprenkelt von grün leuchtender Gischt, die gespenstisch die fluoreszierende Höhlendecke
reflektierte. ‘ Nabuu ruderte schwach mit den Ar men und fror, obwohl das Wasser fast
körperwarm war. Es war die Kälte des
nahenden Todes, die durch Haut und Fleisch bis in sein Innerstes vorgedrungen war. Er hatte gesehen, wie seine Gefährten gestorben waren. Einer nach dem anderen. Zerrissen, zerstückelt von den Beißwerkzeugen der Bestie, die mitten unter ihnen aus den Fluten aufgetaucht war. Jetzt gab es nur noch ihn, Nabuu. Er war der letzte Überlebende. Das letzte Opfer. Und der riesige Maelwoorm schoss auf ihn zu... |
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DAS VOLK DER TIEFE Band 10:
Tod im Blut
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Erschienen am 29.01.2008
Geschrieben von Claudia Kern, Stephanie Seidel
Cover von Chris Noeth |

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Wut! Das war es, was Doktor Aksela empfand. Unbezähmbaren Zorn auf die Situation.
Maßlose Wut auf die Grausamkeit der Gruh, den arroganten de Fouchè und auf die fette, eingebildete Prinzessin Antoinette.
Sie alle waren daran schuld, dass sie jetzt nach einer halsbrecherischen Rettungsaktion in diesem Luftschiff um Prinzessin Maries Leben kämpfen musste. Allen voran der Sonderbeauftragte für Militärisches, Pierre de Fouche der sich selbst hochtrabend „Kriegsminister“ nannte. Antoinette konnte als Prinzessin vielleicht nichts dafür, dass sie so dumm war, immerhin war sie im Luxus aufgewachsen und wusste es nicht besser. Aber de Fouchè. Der ist der Schlimmste von allen, schimpfte Dr. Aksela vor sich hin. Selbstverliebt, machthungrig und skrupellos!
Ein kaum hörbares Stöhnen riss die Ärztin aus ihren Gedanken. Prinzessin Marie kam zu sich!
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DAS VOLK DER TIEFE Band 11:
Flammender Himmel
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Erschienen am 12.02.2008
Geschrieben von Stephanie Seidel und Claudia Kern
Cover von Chris Noeth |

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Die kleine Gruppe näherte sich der Großen Grube. Die Sonne war bereits untergegangen. Tala und die vier Gardisten, die de Fouchè ihr und Nabuu mitgegeben hatte, wollten die Dunkelheit nutzen, um sich an die Heimstatt der Gruh heranzuschleichen. Nabuus Zustand ließ trotz des Serumsbeutels, der noch lange nicht leer war, rapide nach. Immer öfter ruhten seine glasigen, gierigen Augen auf ihr und verrieten mehr als tausend Worte, wie groß sein Hunger jetzt schon war und wie sehr er mit jeder Stunde weiter wuchs. Tala fragte sich, wie lange ihr Geliebter noch durchhielt. Je näher sie den Höhlen kamen, in denen die Gruh hausten, desto mehr sank Talas Stimmung. Hatten sie überhaupt eine Chance, zum geheimnisvollen Schöpfer der Gruh vorzudringen?
Der mysteriöse Dokk war ihre einzige Hoffnung... |
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DAS VOLK DER TIEFE Band 12:
Dokk
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Erschienen am 26.02.2008
Geschrieben von Claudia Kern, Stephanie Seidel
Cover von Chris Noeth
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Am Vorabend des Todes!
Dämmerung fiel über die riesige Ebene am Fuß des Kilmaaro. Soeben verging der letzte schmale Sonnenstreifen, und mit ihm erstarb das Flimmern der noch tagheißen Luft. Aus den Feldern stieg Kühle auf. Ein paar Gerule hoppelten
die stillen dunklen Furchen entlang und hielten Nachlese unter dem Wenigen,
das den Ansturm des Frakkenschwarms
überlebt hatte. Misstrauisch äugten die kleinen Nager gen Himmel, als im aufkommenden Abendwind eine Wolkenstadt vorbeizog.
Es war Brest- Sie war unterwegs zur Andockstation nahe der Großen Grube, wo in diesen Stunden noch Orleans-ä-1‘Hauteur vor Anker lag. Brest sollte dort betankt werden.
Nichts deutete darauf hin, dass Brest morgen sterben würde. |
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Quellen:
von Achim Reutlinger
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