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Maddrax

MX-Kolumne Juli 2007
Von Sascha „Andro“ Vennemann

„Rumspinnen“ – Die MX-Spin-Offs

Ja ja, Freunde, ich weiß es doch! Ich bin ein schlechter MX-Kolumnen-Redax, dass ich mich immer unregelmäßiger in Form meiner seltsamen kleinen Spinnereien bei an euch wende. Zurzeit sind aber andere Dinge im Leben wichtiger als sich immer wieder darüber das Hirn zu zermatern, welches Thema beim nächsten Mal Ziel meiner ausgelassenen Auslassungen (hätte ich dieses Wortspiel nur ausgelassen!) werden könnte. Wenden wir uns heute meinen spontanen Gedanken zu den MX-Spin-Offs zu, mal sehen was dabei herauskommt...

Das hat bis jetzt nur Jerry Cotton mit „Phil Decker“ geschafft – ein Spin-Off zur Heftserie, das ist bei BASTEI noch etwas Neues. Man möge mir eventuelle Unwissenheit der Zeiten vor der Jahrtausendwende nachsehen – auch wenn ich nicht schon wieder auf meiner relativ gesehen jungen Heftromanleserkarriere rumreiten möchte. MX wurde diese Ehre einer „ausgelagerten“ Serie erstmals bereits vor etwa zwei Jahren zuteil – „Mission Mars“ lief in Trilogie-Form über 12 Bände und mündete mehr oder minder übergangslos in MX Band 150.
Im Vorfeld wurde viel über die Romane und die möglicherweise beteiligten Autoren diskutiert. Mit Wolfgang Hohlbein, der sowohl konzeptionell als auch als Autor für Band 1 an der Serie teilnahm, konnte man ein Zugpferd gewinnen, dass in der deutschen Phantastik-Szene bekannt ist wie ein bunter Hund. Genug der Tiervergleiche.

Auch ich stürzte mich wie ein hungriger Wolf (wollte ich damit nicht aufhören?) auf die neue Lektüre und schrieb fleißig meine Meinung dazu in den entsprechenden BASTEI-Foren nieder. Auch, dass die Serie meine Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte, ist wohl dem Leser dieser Texte klar geworden. Ich zitiere: „Kurzform: Trilogie 1 und 4 gut, Trilogie 2 und 3 nicht gut, insgesamt Serieninhalt weniger SF-lastig als ich nach der Ankündigung dachte, deswegen teilweise meinen Erwartungen vollkommen entgegen laufende Stories.“

Da lag meines Erachtens der Hase im Pfeffer (Okay, egal, weiter mit den Viechern...): Wenn man ein Spin-Off schon als „lupenreine Sci-Fi“ ankündigt, dann sollte man sich auch daran halten. Dieses Fantasy-Gehampel, das vor allem Weinland und Stahl in der dritten Trilogie mit einbrachten, war zwar von der Idee her ganz nett, erzählte aber die falsche Geschichte zum richtigen Thema. Auch Frank Thys’ Trilogie konnte nicht auf ganzer Linie überzeugen. Ledigleich die erste und die letzte Trilogie konnten mir gut gefallen: Vor allem die Romane von Claudia Kern und Susan Schwartz brachten die nötige Faszination für den Schauplatz Mars, der sich letztendlich doch homogener ins MX-Universum einfügte, als ich vorher annahm.

Mit „Das Volk der Tiefe“ steht nun ein zweites MX-Spin-Off, parallel erscheinend ab Band 200, in den Startlöchern. Diesmal blicke ich mit mehr Wohlwollen in die Zukunft, haben doch auch einige meiner eigenen Ideen und Konzepte (hoffentlich) in die Serie Einzug gefunden, wie die Heuschrecken nach Ägypten (*hust* Ich glaub das ging zu weit!). Das Titelbild von Band 3 lässt das auf jeden Fall erahnen. Als Schlagwort steht diesmal der Begriff „Steampunk“ im Raum, und ich bin gespannt, ob das Autorenteam (von dem bis jetzt nur Michael Marcus Thurner als Autor von Band 1 bekannt ist) diesem gerecht werden kann. Bereits im letzten Jahr allerdings hatte Michael Schönenbröcher bereits Ansätze der zu erahnenden Handlung im Kopf – Andeutungen über „Sense of Wonder“-Settings und kilometertiefe Erdspalten fielen ab und an – sodass ich von einer gewissen „Reifezeit“ der inhaltlichen Konzepte ausgehe. Eins aber ist so gut wie sicher: Man wird sich sicher wieder einiges Interessantes zusammen Spinnen (und damit wäre auch die letzte tierische Pointe zu Grabe getragen – in diesem Falle auf dem falschen Fuße erwischt, da von ihm plattgetreten. Sorry für die Albernheiten).

Kommentare zu diesem Thema sind wie immer willkommen!
Schreibt mir im entsprechenden -Forumsthread oder
im Bastei-Forum (www.bastei.de) im Kolumnisten-Thread bei MX.

Bis zum nächsten Mal,
Sascha „Andro“ Vennemann

 

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