
Larry Brent & Macabros

Larry Brent ( Teil 1) - Wie alles begann und wie ich zum Fan wurde
Wie viel habe ich schon über ihn geschrieben, über den guten alten Larry Brent? Vielleicht mehr als ein Dudzent Mal. In Artikeln wie diesem hier.
Er war ein Heftromanheld. Aber mit Nichten einer wie viele. Er war der erste Heftromanheld, der gegen Dämonen und Geister kämpfen durfte.
Es trug sich zu, das man im Zauberkreis-Verlag nach Wegen suchte den angeschlagenen Silber-Krimi aus der Krise zu holen.
Der Silber-Krimi war eine verlagseigene Serie mit den typischen Krimielementen für Heftromane.
Der Redakteur der Reihe bat 1967 den jungen Autoren Jürgen Grasmück um die Realisierung eines neuen Projektes. Das war damals auf der Frankfurter Buchmesse.
Jürgen Grasmück tat sich nicht schwer, und entsann den Geheimagenten Larry Brent mit der Deckbezeichnung X-RAY 3, der nicht gegen bösartige Superverbrecher antreten sollte, sondern gelegentlich auch gegen Monster, Mumien und Mutationen. Und das alles im Schatten einer großen Organisation, die er PSA nannte. Psychoanalytische Spezialabteilung. Wer kennt Sie nicht, diese Geschichte von Larry Brent?
Im April 1968 erschien der erste Roman. “Das Grauen schleicht durch Bornards Haus” als Silber-Krimi 747.
Ich hingegen hatte die Ehre Larry Brent erst viel später kennen zu lernen. Als 1970 geborener, war ich sozusagen ein Späteinsteiger. Und das 1982 als bereits die eigene Larry Brent-Romanreihe lief, und der erste Roman bereits 14 Jahre zurück lag.
Inzwischen gab es weit über 100 Romane mit dem sympathischen Helden, der häufig den urigen Russen Iwan, und den attraktiven Schwedenimport Morna an seiner Seite hatte.
Ich sah meinen ersten Roman “Schizophrenia, Nächte des Wahnsinns” in einem REWE-Markt. Den einzigen Markt weit und breit. Ich war in einem Ortsteil groß geworden, der weit ab vom Stadtzentrum lag. Dort hatte ich eine wunderschöne Kindheit. Doch als 12jähriger suchte ich nach einem Hobby.
Ein Roman sah langweilig aus in meinem Regal. Und so blieb ich bei Larry Brent. Ich kaufte auch die weiteren Bände, von denen mir besonders die Titelbilder des unvergessenen Künstlers Lonati gefielen.
Mein erster Larry Brent war Band 45 der eigenen Serie. Der letzte, den ich lesen werde ist noch nicht geschrieben. Aber sicher ist, dass nicht Dan
Shocker ihn schreiben wird.
Das Beachtliche ist, dass Larry Brent, 1968 gestartet, bis heute 2006 noch Freunde hat, gelesen wird und weiter veröffentlicht wird. Klassiker wie neue Abenteuer aus der Feder anderer Autoren.
1983 erschienen bei EUROPA die ersten Hörspielkassetten von Larry Brent. Und von Macabros, der zweiten Serie von Dan Shocker alias Jürgen Grasmück.
Irgendwann in den 80er Jahren, verschwanden sie wieder sie vom Markt. Aber auch hier sollte Larry Brent wieder auf sich aufmerksam machen. 2000 erschien das Relaunch der Hörspielserien von EUROPA, inklusive einiger neuer Titel.
Von 1977 bis 2001 war der Dan Shockers Fantastik-Club am aktivsten. Von diesem hat man seitdem nichts mehr gehört. Und das obwohl Larry Brent so populär ist, wie seit den 90er Jahren nicht mehr.
Es gibt viele Seiten im Internet, die sich mit den Hörspielen und Romanen befassen. Ich bin seit fast 25 Jahren ein Fan von Dan Shocker.
Den Verdacht bei James Bond abgeguckt zu haben, setzte sich Jürgen Grasmück gerne aus. Denn es war nun mal die Zeit der Agentenfilme. Und Larry Brent sollte einer der Heftromanwelt werden.
© by S. Gewalt 2006
Im zweiten Teil: Larry Brent - Das grosse Seriensterben
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