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Höllenjäger

Höllenjäger

"Höllenjäger - Die Serie II "

von Des Romero

Liebe HÖLLENJÄGER-Freunde,

ich habe es auf meiner Homepage bereits kurz vor Erscheinen von Band 8 gesagt und ebenso auf den Leserseiten angedeutet: Es wird eine neue Rubrik im Paperback geben, und mit Band 9 ist der Start! Damit wir gemeinsam die komplexen Sachverhalte analysieren können, um zu verstehen, worum sich alles dreht, findet ihr dann im Anhang »Höllenjäger – Einblick und Deutung«.
Nicht ganz unbekannt dürfte euch in diesem Zusammenhang die Darstellung des so genannten »vitruvischen Menschen« sein, den Leonardo da Vinci nach äußerst exakten Vorgaben gezeichnet hat. Leider wurden in dem Film »Sakrileg« – bedingt natürlich durch seine rein kirchliche Ausrichtung – die bedeutendsten Aussagen dieser Skizze nicht berücksichtigt. Das werden wir aber schnellstens nachholen. Außerdem bietet sich noch eine Reihe anderer Themen an, über die wir im HÖLLENJÄGER schon gestolpert sind bzw. über die wir noch fallen werden. Dazu gehören eine aktuelle Betrachtung von Zeit und Raum sowie ein Exkurs in die moderne Quantenmechanik. Wer sich jetzt fragt, was das alles in einer Phantastik-Serie zu suchen hat – seht es mir nach! Schließlich steht auf dem Paperback-Cover nicht umsonst »Die Welt ist nicht so, wie du sie siehst«. Daher müssen wir zwangsläufig sämtliche Ressorts abarbeiten: von der Mathematik über die Physik bis hin zu Esoterik und Spiritualität. All das ergibt ein großes Ganzes und erklärt die Welt, in der wir leben. Dass da einige unerfreuliche Wahrheiten aufgedeckt werden, habe ich euch zum Start der Serie ja gesagt.
An dieser Stelle nun möchte ich ein Thema aufgreifen, das im HÖLLENJÄGER mehrfach flüchtig angeschnitten wurde und eventuell Befremden ausgelöst hat: Ich spreche von unserem Gemüt, dem Teil des menschlichen Wesens, das uns nur allzu oft zum Spielball seiner Launen macht. Dazu möchte ich gerne den indischen Meister Sant Baljit Singh zitieren. Ich selbst durfte ihn im September 2005 in Jesolo kennen lernen. Nachfolgend also Auszüge aus seiner Begrüßungsrede vom 19. September 2005. Die Texte entstammen dem Sant-Mat-Magazin TRUE LIGHT.

»(…) Was immer wir tun, tun wir für uns selbst, und es sollte im Geheimen getan werden. Umzu meditieren muss ich nicht an einer belebten Straße sitzen oder zu meinem Nachbarn gehen und ihm erzählen, dass ich meditiere. Für die Meditation suchen wir immer einen Ort aus, der nicht unruhig, nicht belebt ist und wo wir alleine sind, denn ist man alleine, gibt es keine Störung, was die physische oder materielle Welt angeht. (…)
Wir wollen also allein für uns gelassen werden, wir wollen in Frieden sein. Das ist es, wofür wir letztendlich arbeiten, wonach wir suchen. Den ganzen Tag über verrichten wir jegliche Art harter Arbeit, setzen jede nur mögliche Anstrengung für die Suche nach Frieden ein, damit wir am Abend in Frieden sind, wir zu Hause ausruhen. Das ist der Grundgedanke des Menschen. Wir suchen immer nach Frieden. Die Suche ist edel, die Suche ist wahrhaftig, die Suche ist gut. Ihr sucht Frieden. Nur, wo sucht ihr? Wo sucht ihr den Frieden? Jener Ort ist falsch. Ihr sucht nach Frieden an einem Ort voller Störungen. Das ist die materielle Welt. Hier ist niemand friedlich. (…)
Ihr habt das Recht friedlich zu leben, weil Frieden euer Wesen als Seele ist. Liebe ist ebenfalls einer der Wesenszüge eurer Seele. Wenn ihr Frieden sucht, ist daran nichts verkehrt. Nur, wo ist der Frieden? Wie gesagt, wir unternehmen jede Anstrengung, um den Frieden zu finden, aber wir bemühen uns auf dem falschen Gebiet: in der materiellen Welt. Frieden kann man nur in der spirituellen Welt haben und erreichen. Dort könnt ihr friedlich leben. (…) Ihr sehnt euch immer nach dieser Sache. Ihr könnt an irgendeinen Ort gehen,auf eine Berghütte oder an diesen oder jenen Platz, einfach um alleine zu sein, weil ihr denkt, dass ihr alleine glücklich seid, weil es ja heißt (ich habe das gelesen): ›Schon ein weiterer Mensch ist die Hölle.‹ Sobald ihr in Gesellschaft eines weiteren Menschen seid, wenn ein zweiter in eurer Nähe ist, muss es irgendwie zu einer Störung kommen – heute oder später. Das ist der Grund, warum ihr manchmal jeglicher Gesellschaft überdrüssig seid und alleine sein wollt. Als Körper könnt ihr alleine sein, doch in eurem Innern passieren so viele Dinge. Was ist damit? Ihr seid niemals alleine. Euren Körper könnt ihr zu einem einsamen Platz bringen – in die Berge oder in die Wälder, was auch immer –, aber was ist mit dem Gemüt? Wird es euch dorthin begleiten? Wird es dort bei euch bleiben? Es ist ausschließlich das Gemüt, das etwas ablehnt oder annimmt. Nur das Gemüt erhebt eine Forderung. Das Gemüt gehört sehr eng zu euch und ihr tragt es mit euch. Wohin ihr auch geht, es wird euch begleiten. Es wird euch zwar begleiten, aber es wird auch nie bei euch bleiben. Wie ein Affe springt es von diesem Ast des Baumes zu jenem Ast. Das ist die Spezialität des Gemüts. Es kann nicht beständig sein. Das ist seine Eigenart. (…) Es ist das Gemüt, auf das es ankommt, und es ist die Materie, auf die es ankommt. Die Welt besteht aus Materie, und die Materie spielt eine große Rolle. Wir jagen immer hinter dem Materiellen her, weil alle Dinge aus Materie gemacht sind, und es ist das Gemüt, auf das es ankommt, denn das Gemüt ist hinter der Materie her.
(…) Das Gemüt wandert nach außen. Ihr könnt euch in einen dunklen Raum einschließen, weg von allen, ohne jemand wissen zu lassen, wo ihr wohnt. Ihr könnt weglaufen so hoch in die Himalayas, dass niemand euch da oben erreichen kann, aber das Gemüt wird immer umherwandern, herumstrolchen, in schönen Städten, netten Restaurants herumstreifen – hm? – mit dem Verlangen nach gutem Essen, feiner Schokolade und an Frau und Kind denken. Das ist es, was geschieht. Als Körper könnt ihr alleine sein, aber dennoch seid ihr nicht alleine. Unsichtbare Dinge sind sichtbar, denn selbst, wenn ihr jemanden nicht physisch sehen könnt, kann sich das Gemüt ihn doch vorstellen.
Es ist also das Gemüt, das korrigiert werden muss. (…)
Die Seele als das friedliebende Element des Menschen ist immer friedlich, stört niemanden und fragt nicht einmal das Gemüt: ›He, was machst du?‹ Aber friedlich zu sein bedeutet andererseits nicht, dass euch jemand überfahren und beherrschen darf. Das ist es, was das Gemüt tut. Das Gemüt hätte der Sklave sein sollen, euch gehorchen, stattdessen gehorcht ihr dem Gemüt. Also müssen wir aufwachen und als Seele handeln. Langsam, langsam muss das Gemüt ins Vertrauen gezogen werden, muss ihm begreiflich gemacht werden: ›He, das ist nicht richtig. Das ist falsch. Mach es so. Das ist viel besser.‹ So, wie wir es Kindern sagen.
Der Tag, an dem das Gemüt beginnt, eure Sprache zu verstehen, der Tag wird kommen, an dem es anfängt. (…) Ein Tag wird kommen, an dem es sich auch fügen wird. Zuerst muss die Botschaft durchdringen, dann erst könnt ihr hoffen, dass sie jemand befolgen wird, dass jemand die Anweisungen dieser Botschaft ausführen wird. Also muss zuerst eine Kommunikation zwischen Seele und Gemüt aufgebaut und es dazu gebracht werden, auf euch zu hören. Dann wird langsam, langsam, langsam aber sicher der Tag kommen, an dem es sich so verhalten wird, wie ihr es wünscht. Es wird beginnen, euch zu gehorchen. Es wird beginnen so zu handeln, wie ihr es möchtet, wie ihr es wollt. Doch dann müsst ihr sehr auf die Neigungen des Gemüts achten. Es ist ein Spezialist in Sachen Unruhe. Es kann nicht ruhig sein. Ihr müsst stets wachsam sein. Das ist, was ich gestern sagen wollte, als ich davon sprach, dass auf dem Weg zwischen Tasse und Lippen viel verschüttet werden kann. Jedes Mal, wenn ihr nicht aufmerksam, nicht vorsichtig seid und das Gemüt einen hinterhältigen Trick anwendet, steckt ihr in der Patsche. Jeder einzelne Augenblick zählt, wenn ihr den Weg der Spiritualität beschreitet. Ihr könnt es euch nicht leisten, sorglos zu sein – nicht einen einzigen Moment. Immer auf der Hut und aktiv.«

Baljit Singh richtet sich bei dieser Ansprache vornehmlich an seine Schüler, die den »Heiligen Pfad« (das bedeutet der Begriff SANT MAT) bereits beschritten haben, aber oftmals von Zweifeln erfüllt sind, weil sie nur bedingt oder nur kleine Fortschritte machen. Doch die gemachten Aussagen lassen sich auch von euch tagtäglich unzählig überprüfen. Immer, wenn wir etwas haben wollen, wenn irgendwo bestimmte Sehnsüchte geweckt werden und wir augenblicklich darauf anspringen, dann hat unser Gemüt – mal wieder – die Oberhand gewonnen. Wenn wir auf das vorausliegende Weihnachtsfest blicken wird, denke ich, dieser Gedanke recht ansprechend veranschaulicht.
Mal sehen, ob, wie und wann Richard Jordan sein Gemüt in den Griff bekommt, das ihn immer noch drängt, einige der HÖLLENJÄGER-Kunststückchen zu erlernen.

Bernd Tezeden

Weitere Informationen und zur
Serie HÖLLENJÄGER findet ihr unter

www.hoellenjaeger.de

 

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