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Jerry Cotton

Jerry Cotton

Der G-man, der die Welt bewegte

# 7: Auslandseinsatz
Über Milliardengeschäfte und die Schweizer Alpen

Wie andere Krimi-Kollegen auch, begaben sich Jerry Cotton und seine Kollegen, wenn nötig, in alle Teile der Welt – manchmal auch nach Europa. Allerdings sind die Auslandseinsätze in Europa doch eher seltener, obgleich es später noch einige Romane gab, die in der deutschen Hauptstadt spielen.
Für einen Einsatz war sogar ein Ausflug in die Schweiz notwendig, und zwar in Jerry Cotton Band 2177: „Eiskalter Zorn“, der voraussichtlich am 17. Oktober 2006 als 2. Auflage – Welterfolg zum Preis von 1,50 EUR erscheinen wird.

Kurz zuvor gab es bereits in den Heftromanen der 1. Auflage zwei weitere Auslandseinsätze – und zwar in Band 2164: „Der Fuchs wird gejagt“ (siehe Jerry Cotton Kolumne 4: „Mein letzter Fall“) und Band 2170: „Ich und die Millionen-Girls“. Band 2164 führte Cotton und Co nach Washington, Band 2170 nach Miami.

In Heft 2176: „Undercover in der Hölle“ (übrigens ein sehr guter Roman von Martin Barkawitz) wurde „Eiskalter Zorn“ folgendermaßen angekündigt:

„Die Schweizer Alpen, Kolumbien, Honduras – nächste Woche kämpft Jerry Cotton gleich dreimal fern der Heimat, um den Schergen des Verbrechens Einhalt zu gebieten. Verpassen Sie keinen dieser Spitzen-Titel.“

Unterbetitelt war der Roman „Eiskalter Zorn“ einmal mit dem regulären Untertitel „Für Milliardengeschäfte gingen sie über Leichen – da schlug David Cohn zurück“, ein zweiter Untertitel war „Unser Kampf entschied sich in den Schweizer Alpen“.

Im Roman selbst geht es um Milliardengeschäfte, deren Drahtzieher u. a. Urs Zimmermann in der Schweiz ist. Zeitgleich leben in New York Frederick und David Cohn. Letzterer ist von den Entscheidungen im New Yorker Bankwesen betroffen und wird von Zimmermann, der aus der Schweiz nach New York gekommen ist, erpresst, um dessen Ziele durchzusetzen. Das Verhältnis zwischen Frederick und David – Vater und Sohn – ist zu der Zeit gespannt. Vater David war Soldat und ist vom Typ her eisenharter Kämpfer, während Sohn Frederick ein eher weicher Typ ist, der zu allem „Übel“ (womit ich keineswegs meine Meinung sondern nur die der im Roman vorkommenden Personen wiedergebe) auch noch homosexuell ist.
David Cohn ist unbeugsam und geht auf Urs Zimmermanns Erpressungen und Überredungsversuche nicht ein.
Schließlich werden David und Frederick entführt, doch es kommt zu einer Auseinandersetzung zwischen den Gangstern und Frederick – und letzter wird erschossen, wo sich Vater und Sohn gerade wieder miteinander versöhnt haben. David Cohn schwört grausame Rache – und diese Spur der Rache führt von New York bis in die Schweizer Alpen...

Dieser Roman gehört neben anderen Romanen zu den besseren unter den Rache-Romanen. Zwar braucht der Roman meiner Meinung nach zu Beginn etwas Zeit, um richtig loszugehen, allerdings gewinnt die Story von Seite zu Seite an Action (allerdings eine Action der besonderen Art). Bis zum Schluss ist nicht entschieden, wer am Leben bleibt. Die Vorschau „Ein Fall, so dramatisch und packend, wie ich ihn selten miterleben musste“ passt zum Roman. Der Titel auch (erwähnte ich schon, dass mir die Titel unter Lektor Thannisch/Cheflektor Delfs ausgesprochen gut gefallen?).

Bildquelle: Bastei-Verlag, Bergisch-Gladbach

© Martin Palm

 

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