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Jerry Cotton

Jerry Cotton

Der G-man, der die Welt bewegte

# 14: Höllenflug
Über höllisch gute Romane und atemberaubende Action

In der Zeit der 2180er-Bände der Jerry Cotton-Serie ging es höllisch zu, und das nicht nur im Romaninhalt, sondern auch in den Titeln: Band 2182 (siehe auch Jerry Cotton Kolumne 8: „ROUTE 66 – Straße zur Hölle“) handelte von der Straße zur Hölle, Band 2185 vom Schwur „Fahr zur Hölle, Jerry Cotton!“ (übrigens, einer der besonders guten Mafia-Romane bei Jerry Cotton) und Band 2189 behandelte schließlich den Höllenflug.

Bereits in der Vorschau des letzten Bandes der Annie-Geraldo-Trilogie, Band 2188 („In Spanish Harlem wirst du sterben“), wurde der Roman besonders mit den Worten „ein explosiver FBI-Fall voller Action und Hochspannung“ angekündigt.
In Band 2189: „Höllenflug“ geht es, wie der Titel bereits vermuten lässt, um eine Flugzeugentführung, ein Geiseldrama in der Luft.
Passagierflug 712 von New York nach London wurde von Luftpiraten, die es auf millionschwere Rohdiamanten abgesehen haben, entführt. Doch an Bord befinden sich nicht nur verängstigte Passagiere – sondern auch ein Offizier der US Army auf dem Weg zu einer NATO-Konferenz, der sich nicht damit abfinden will, dass gerade „seine“ Maschine entführt wurde. Eine Katastrophe bahnt sich an...

Egal ob Stromausfälle (Jerry Cotton Band 2135: „BLACKOUT – Eine Stadt stürzt ins Verderben“), Seuchengefahr (Band 2148: „Der Pestbote“) oder Giftanschläge (Band 2168: „Mir blieben nur noch Stunden“), Action gibt und gab es bei Jerry Cotton reichlich – und was passt besser in diese Reihe als eine Flugzeugentführung?
Bei diesem Roman handelt es sich um einen typischen Action-Thriller (obgleich Jerry Cotton und Phil Decker in diesem Roman eher passiv handeln, sprich, dass der Großteil der Handlung durch die Reaktionen der Gangster bestimmt wird), wobei der Autor durchaus ungewöhnliche Elemente mit einbringt.
Die Flugzeugentführer verhalten sich etwa nicht so, wie man das unter Umständen aus durchschnittlichen Kriminalromanen oder -filmen gewohnt sein mag. Denn anstatt z. B. wild um sich schießend den Passagieren klarzumachen, dass es sich um eine Flugzeugentführung handelt, regelt der Entführer das auf ganz andere Weise (sozusagen leise, still und heimlich), und zwar auf Seite 27: „Sie werden es nicht glauben, aber das hier ist... nun ja, eine Flugzeugentführung“.
Und eine weitere, besondere Sache wird in den letzten vier Zeilen erwähnt, allerdings verrate ich die an dieser Stelle noch nicht, um nicht die Spannung zu rauben.

Übrigens: In Jerry Cotton Heftroman 2177: „Eiskalter Zorn“ wurde unter anderem eine Person (wobei ich inzwischen vergessen habe, wer genau das war) erwähnt, die den Roman „Der Job“ von Douglas Kennedy gelesen hat. In Band 2189 gab’s auf den Mittelseiten auch noch einen dazu passenden, einseitigen Artikel.

Fazit: Ein Actionthriller, der den bisherigen typisch-actionreichen Cotton-Thrillern in nichts nachsteht...

Jerry Cotton Band 2189: „Höllenflug“ erscheint am 9. Januar 2007 als 2. Auflage zum Preis von 1,50 EUR

Die nächste Jerry Cotton Kolumne erscheint am 15. Januar 2007 (Thema: Gedächtnisverlust)

Bildquelle: Bastei-Verlag, Bergisch-Gladbach

© Martin Palm

 

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