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Jerry Cotton

Jerry Cotton

Der G-man, der die Welt bewegte

# 74: Jerry Cotton 2007 – Ein Rückblick (3)
Teil 3: Das Fazit zu den Cotton-Romanen des Jahres 2007

Das Fazit zum Cotton-Jahr 2007 im dritten und letzten Teil des Rückblicks auf das vergangene Jahr: Vom Glanz einstiger Zeiten ist sowohl die Heft- als auch die Taschenbuch-Serie leider noch sehr weit entfernt, aber es gibt einen sehr positiven Aufwärtstrend, der sich nicht nur auf Eben der Kriminalfälle abspielt. Hier stechen logischerweise noch etliche Romane negativ hervor, aber es gibt zwischendurch noch immer ein paar Autoren, die sich nicht nur mit ihren Romanen auf Kriminalfall-Basis sehr viel Mühe geben, sondern auch noch auf Leser-Wünsche eingehen und dort weitermachen, wo bei Cotton fast viel zu lange Pause herrschte, nämlich auf privater Ebene.

So sind 2007 einige wiederkehrende Figuren eingeführt worden wie zum Beispiel der etwas schrullige Kunstprofessor Vanders, der für so manches Schmunzeln verantwortlich war, Detective Collins, der Jüngste beim NYPD oder die Agentin Gwendolyn Myers. Besonders letztere sorgte in Band 2633: „Schließfach 717“ für ein schier unglaubliches Szenario, auf das ich an dieser Stelle – um Lesern, die den Roman noch nicht gelesen haben, nicht die Überraschung nicht zu rauben – nicht näher eingehe, denn wenn man bedenkt, wie superheldenhaft Jerry Cotton in manch anderem Heft dargestellt wird, ist das schon fast so etwas wie ein überaus positiver Widerspruch, der der Serie sehr zu Gesicht steht. Interessant übrigens, dass sowohl Gwen als auch Detective Collins als auch Professor Vanders von ein und demselben Autoren stammen…

Dass gelegentlich mal wieder ein paar neue Figuren in die Serie eingeführt werden, ist allerdings nicht nur schön und interessant, sondern auch bitter notwendig, denn wenn man bedenkt, dass inzwischen viele lieb gewonnene Gesichter aus der Cotton-Serie herausgeschrieben wurden, spur- und kommentarlos in der Versenkung verschwunden sind oder gänzlich unerwähnt bleiben oder allenfalls mal am Rande zur Sprache kommen, braucht die Serie auch ab und an mal ein bisschen frischen Wind. (Immerhin hat man so ein paar neue Figuren, die man dann – wenn sie dem Leser sympathisch werden – ja wieder herausschreiben kann.)

Bleibt abzuwarten, wie sich das aktuelle Jahr entwickeln wird – positiv ist auf jeden Fall zu vermerken, dass die Trilogie in Band 2621 – 2623 offenbar nicht der einzige Mehrteiler für die nächsten paar Jahre bleiben wird, sondern dass schon seit letzter Woche der 1. Teil (und ab morgen der 2. Teil) eines neuer Zweiteilers im Handel erhältlich ist. Fraglich ist jedoch, ob es auch nach der ENA weiterhin Mehrteiler geben wird (denn dass diese Storyline in einem absehbaren Zeitraum enden dürfte, steht außer Frage – selbst Jon Bent und die Domäne fanden irgendwann ihr Ende). Wünschenswert wäre es auf jeden Fall, schließlich kann man auch ohne Dauergegner Stories entwickeln, die sich über mehrere Romane strecken…

Die nächste Jerry Cotton Kolumne erscheint am Montag, 28. Januar 2008

Bildquelle: Bastei-Verlag, Bergisch-Gladbach

© Martin Palm

 

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