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Jerry Cotton

Jerry Cotton

Der G-man, der die Welt bewegte

# 60: Der Film-Killer
Jerry Cotton Band 2229: „Der Starlet-Killer“

Zu der Zeit, als Jerry Cotton Heftroman Band 2229: „Der Starlet-Killer“ erschien, waren Serienmörder in der Cotton-Serie eher Mangelware – nur sehr selten kam einer vor; die Mordserie an Priestern in der Millennium-Trilogie in den Bänden 2219 – 2221 ausgenommen, gab es den letzten richtigen Serienmörder erst in Band 2197: „RADIO KILL – Die Stimme, die den Tod befahl“, sodass die Qualität hier aufgrund der geringen Anzahl an Fällen meistens noch sehr gut bis überragend war.

So auch in Band 2229: Die Produktionsfirma Movie-Media sucht für den Film „Der Magier“ in New York eine Schauspielerin für eine größere Nebenrolle – da ist der Andrang an Bewerberinnen natürlich sehr groß. Doch die Zahl der potenziellen Schauspielerinnen wird auf beängstigende Weise dezimiert: Mehrere junge Frauen werden Opfer des grausamen Serienkillers und -vergewaltigers. Was hat die mysteriöse Mordserie mit der Rolle in diesem Film zu tun? Erst ganz zum Schluss enträtseln Jerry Cotton und seine Kollegen das Geheimnis – doch dann …

„… blickte ich in die tiefsten, finsteren Abgründe der menschlichen Seele – Eifersucht, Gier, Hass und grenzenloser Wahnsinn.“ So wurde schon damals der Roman angepriesen und er hält, was er verspricht: „Der Starlet-Killer“ bietet wirklich Spannung bis zur allerletzten Seite und besticht nicht nur durch gelungene Whodunit-Effekte, sondern auch durch ein sehr interessantes Täter-Motiv. Es gab zwar einige Zeit später noch einmal einen ähnlichen Fall, in dem ein Serienmörder Filmschauspielerinnen ermordete – und zwar in Band 2287: „Der Schatten des Erlösers“ –, doch an diesen Roman kam besagter Band 2287 leider nicht heran (obwohl er, im Vergleich zu vielen aktuellen Serienmörder-Romanen noch weit überm Durchschnitt lag).

Wer dachte, Sarah Hunter sei die erste Kollegin namens Sarah, mit der Jerry Cotton im Laufe der Jahre zusammengearbeitet hat, irrt übrigens. Eine Frau mit diesem Vornamen tauchte schon einmal in der Serie auf, und zwar in diesem Roman, denn Phil befindet sich gleichzeitig auf einem Lehrgang an der FBI-Akademie in Quantico. In diesem Zusammenhang hätte man einzig und allein die Bankraub-Story zu Beginn des Romans komplett streichen können – die war weder spannend noch von wirklichem Belang für den Fortgang des Romans; sie trübt das Lesevergnügen allerdings auch nicht weiter. Man darf im Übrigen davon ausgehen, dass dieser Roman vom Autor von Band 2226: „Die Rechnung wird mit Blut bezahlt“ stammt – unter anderem hat in diesem Roman nämlich Pathologe Alexis Silas alias Doc Doubleman erneut einen Auftritt. Im Gegensatz zu besagtem Band 2226 ist „Der Starlet-Killer“ allerdings um Längen besser.

Alles in allem ein sehr guter Cotton-Roman mit falschen Fährten und gelungen Überraschungen, den man sich nicht entgehen lassen sollte – empfehlenswert!

Jerry Cotton Band 2229: „Der Starlet-Killer“ erscheint morgen, 16. Oktober 2007 als 2. Auflage zum Preis von 1,50 EUR

Die nächste Jerry Cotton Kolumne erscheint am Montag, 22. Oktober 2007

Bild- und Textquelle: Bastei-Verlag, Bergisch-Gladbach

© Martin Palm

 

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