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Jerry Cotton

Jerry Cotton

Der G-man, der die Welt bewegte

# 51: Cotton 2000 – noch mehr Action (2)
Teil 2: Jerry Cotton Band 2220: „Ich und die Jünger des Untergangs“

Was im 1. Teil der Millennium-Trilogie begann, setzt sich im 2. nahtlos fort: Die New Yorker warten gespannt auf das siebte Zeichen, das den Untergang New Yorks zur Jahrtausendwende ankündigen soll. Zeitgleich ist bei Jerry Cotton und seinen Kollegen im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los: June Clark bangt um das Leben ihrer Kollegin, der Latina-Agentin Annie Geraldo. Ein Fanatiker hält noch immer 143 Menschen als Geiseln, der drauf an dran ist, die Geduld und somit auch seinen Verstand zu verlieren.

Jerry Cotton und Phil Decker arbeiten immer noch daran, herauszufinden, was hinter der mysteriösen Mordserie an mehreren Geistlichen steckt – denn der Serienmörder hat sich eindeutig den Psycho-Killer Horace LaStrade zum Vorbild genommen, der in den 1950er Jahren sechs Männer auf bestialische Art und Weise getötet hatte – die Morde ähneln den Morden von LaStrade bis ins kleinste Detail. Doch was haben diese Ereignisse mit der Jahrtausendwende zu tun? Worin besteht ihr gemeinsamer Nenner? Erst ganz zum Schluss – nur noch wenige Minuten bis zur Jahrtausendwende – durchschauen Jerry Cotton und Phil Decker den genialen Plan eines wahren Teufels …

… und dann fehlt im Hintergrund eigentlich nur noch „The Final Countdown“ von Europe und das Szenario wäre perfekt gewesen. Wenn von einem teuflischen Genie die Rede ist, lässt das eigentlich nur einen Schluss zu, wer hinter all dem steckt. Diese Person taucht sogar schon im Laufe des Romans auf und setzt die unheilvolle Stimmung und knisternde Spannung aus den Bänden 2209: „Wir und der High-Tech-Killer“ und 2210: „Fluchtpunkt L.A.“ fort.

Übrigens: Fans von Un-Happy-Ends, also Leser, die von schmalzig-vorhersehbaren Heile-Welt-Stories bei „Jerry Cotton“ – die allesamt bis aufs kleinste Detail gut ausgehen – die Nase voll haben, dürften ihre Freude an diesem Roman bzw. diesen Romanen haben. Denn – ohne zuviel zu verraten: Hier kommt nicht alles zu einem glücklichen Happy-End, nicht jede Katastrophe kann verhindert werden. Klar, dass deshalb nicht New York untergeht, aber trotzdem…

Auch für diesen von Top-Autor Michael J. Parrish („Maddrax“, „Torn“) geschrieben Roman eine klare Kaufempfehlung, der Spannungsbogen wird mühelos gehalten. Wer übrigens fürchtet, die Handlung würde so gestreckt, dass man irgendwann zur Mitte des dritten Teils hin nur noch hofft, dass der Autor endlich mal zu einem Ende kommt und das neue Jahrtausend beginnt, irrt: Denn im dritten Teil geht es, auf den Spuren des Sektenteufels Lucius, nach Los Angeles – und wer wohnt dort? Genau – Will Cotton. Und wenn der auftaucht, ist Bombenstimmung angesagt – im wahrsten Sinne des Wortes. Aber dazu mehr in der nächsten Cotton-Kolumne …

Jerry Cotton Band 2220: „Ich und die Jünger des Untergangs“ erscheint am 14. August 2007 als 2. Auflage zum Preis von 1,50 EUR

Die nächste Jerry Cotton Kolumne erscheint am Montag, 20. August 2007

Bildquelle: Bastei-Verlag, Bergisch-Gladbach

© Martin Palm

 

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