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Jerry Cotton

Jerry Cotton

Der G-man, der die Welt bewegte

# 49: Feuerprobe
Jerry Cotton Band 2218: „Ich fuhr mit beim Todesrennen“

Michael J. Parrish zählt zu meinen Favoriten unter den Jerry-Cotton-Autoren – kaum ein Roman von ihm, der mir nicht gefallen hat. Seine Romane lösten bei den Cotton-Lesern regelmäßig wahre Begeisterungsstürme aus – wenn er etwa Jerry Cotton kurzzeitig auf Abwege schickte, weil dessen Freundin gekillt wurde, der Präsident fremdging oder die werte Verwandtschaft in Form von Jerrys Neffen William „Will“ Cotton vorbeischaut – und nicht zuletzt stammen von ihm sämtliche Romane um Jon Bent, die Domäne und Jeff Patrick sowie etliche andere bekannte Dauergegner aus der Cotton-Serie. Doch leider gab es auch von ihm ab und an mal Romane, die mir nicht so gefallen mochten. Heftroman Band 2218: „Ich fuhr mit beim Todesrennen“ ist so einer.

Zugegebenermaßen war dieser Roman bei mir von Anfang dadurch negativ vorbelastet, dass er direkt auf Band 2217: „Die letzte Fahrt im Jaguar“ – der mir, wie der letzten Jerry-Cotton-Kolumne bereits zu entnehmen ist, nicht sonderlich gut gefallen hat – aufbaute (wenn auch in zeitlicher Abfolge noch dazwischen das Taschenbuch 31 462: „Der Geldwäscher“ liegt), doch davon abgesehen bereitete mir auch der restliche Roman nur bedingt Freude (siehe unten).

Zum Inhalt von Band 2218: Auf New Yorks Straßen werden illegale Autorennen von einem Unbekannten veranstaltet – am Steuer: Drogenjunkies werden, mit Drogen voll gepumpt bis unter die Haarspitzen. Einzige Regel in dem mörderischen Spiel: Nur einer durfte überleben. Und da Jerry gerade erst seinen alten Jaguar E-Type gegen den nagelneuen XKR gewechselt hatte, eignet sich hier ein Undercover-Einsatz – und der neue Jaguar musste seine erste Feuerprobe bestehen…

Die grundsätzliche Idee, die diesem Roman zugrunde liegt, ist an und für sich gar nicht mal so schlecht – alleine, weil man damit eine kleine Storyline entwickelt hat, die sich thematisch über mehrere Bände hinzieht –, doch an der Umsetzung hapert es meiner Meinung nach. Mit einem Motiv der Hintermänner dafür, diese Wettrennen zu veranstalten, konnte der Roman nicht punkten und auch bei der Enttarnung des Täters stellte sich keine Überraschung ein.

Glücklicherweise gibt es ja danach auch wieder einen Dreiteiler – und der entschädigt für wirklich alle Fehlschläge beziehungsweise schlechteren Romane der letzten Zeit. Mehr dazu nächste Woche.

Jerry Cotton Band 2218: „Ich fuhr mit beim Todesrennen“ erscheint am 31. Juli 2007 als 2. Auflage zum Preis von 1,50 EUR

Die nächste Jerry Cotton Kolumne erscheint am Montag, 6. August 2007

Bildquelle: Bastei-Verlag, Bergisch-Gladbach

© Martin Palm

 

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