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Jerry Cotton

Jerry Cotton

Der G-man, der die Welt bewegte

# 36: In der Kanalisation von New York (1)
Teil 1: Jerry Cotton Band 2206 – „Wo die Schatten lauern“

Es gibt zwei Arten von Mehrteilern bei „Jerry Cotton“: Die einen haben eine durchgehende Haupthandlung, die sich komplett über den gesamten Inhalt aller Bände erstreckt – z. B. wie bei der Trilogie „Mein letzter Fall“ von Band 2161-2164 oder dem Präsidentenzweiteiler von Band 2172-2173, die jeweils nur ein Thema hatten, in diesen Fällen Jerry Cottons Aus- und Wiedereintritt beim FBI oder die Ermittlungen in Washington. Und dann gibt es die Mehrteiler, die z. B. aus drei Romanen bestehen, die jeweils abgeschlossene Handlungen haben, durch die sich aber als roter Faden eine Nebenhandlung zieht, die sich erst zum Schluss hin vollkommen entfaltet. Ein sehr gutes Beispiel hierfür sind die drei Cotton-Romane 2206: „Wo die Schatten lauern“, 2207: „Heißer Deal mit kaltem Stahl“ und 2208: „Good bye, Mr. High!“, die von Alfred Bekker, der noch immer aktiver Cotton-Autor ist, stammen und durch einen roten Faden zusammengehalten werden. Besagter roter Faden entfaltete sich dann erst im letzten der drei Romane. In ähnlicher Form gab es so etwas noch einmal etwa ein Jahr später z. B. in den Romanen um June Clark in Band 2260-2263 – worum es hierin geht, verrate ich an dieser Stelle aber noch nicht, um denjenigen, die die Hefte noch nicht gelesen haben, nicht die Spannung zu verderben.

Nachdem es in letzter Zeit immer häufiger Mehrteiler gab, wurden die Abstände zwischen den einzelnen Mehrteilern immer geringer. Nur gut einen Monat nach dem Zweiteiler um den meistgejagten Mann der Welt (siehe Band 2195: „Der Mann aus Kurdistan“ und Band 2196: „Holt Cotton raus!“), erschien mit dem Zweiteiler um Jubiläumsband 2200 ein weiterer – und der nächste Mehrteiler ließ auch nicht lange auf sich warten. Nach den vier weiteren Einzelromanen 2202-2205 begann mit Band 2206 eine neue Trilogie, die sich allerdings in einigen Punkten von bisherigen Mehrteilern unterschied: Bis auf wenige Szenen in Band 2206 und 2007 handeln alle drei Romane von völlig unterschiedlichen Fällen und selbst der rote Faden ist in den ersten beiden Heften nur eher schwach vorhanden.

Kurz zum Inhalt von Band 2206: „Wo die Schatten lauern“. Mal wieder verschlägt es Jerry Cotton und Phil Decker mit diesem Band im wahrsten Sinne des Wortes in die Unterwelt von New York: Die beiden G-man ermitteln in der Kanalisation von NY City, in stillgelegten U-Bahn-Schächten, fernab von dem blühenden Leben New Yorks. Hier geschahen in letzter Zeit einige geheimnisvolle Todesfälle, die aufzuklären es Cotton und Deckers Aufgabe ist.
Doch nicht nur in der Kanalisation von New York geschehen Verbrechen, auch ein paar Stockwerke höher tobt der Kampf dagegen – doch diesmal hat das Verbrechen jemand ganz bestimmtes im Visier: Mr. High erhält seit einiger Zeit Drohungen…

Nach Band 1796: „Die Ratten von New York“ ein weiterer Roman, in denen die „Unterwelt“ im wahrsten Sinne des Wortes ihre Finger im Spiel hat. Band 1796, auf den übrigens in diesem Roman auch Bezug genommen wurde, gehört meiner Meinung nach nicht unbedingt zu den besten Cotton-Romanen – Band 2206 liegt da deutlich im Vorteil und ich kann nicht leugnen, dass ich eine gewisse Skepsis gegenüber „Wo die Schatten lauern“ hatte, als ich damals mit dem Lesen des Romans begann. Eigentlich unangebracht, denn die Geschichte dieses Hefts ist gar nicht mal so übel. Vor allen Dingen nicht, weil nebenher eine Story um Mr. High erzählt wird, die in diesem Heft noch ganz und gar nicht aufgelöst wird. Aber dazu mehr in den nächsten zwei Kolumnen.
Bis heute ist noch Band 2206 offiziell im Handel erhältlich, leider ist das Erscheinen der Cotton-Kolumnen damit nicht ganz hingekommen.

Jerry Cotton Band 2206: „Wo die Schatten lauern“ erschien am 8. Mai 2007 als 2. Auflage zum Preis von 1,50 EUR und ist noch bis einschließlich heute erhältlich

Jerry Cotton Band 2207: „Heißer Deal mit kaltem Stahl“ erscheint am 15. Mai 2007 als 2. Auflage zum Preis von 1,50 EUR

Die nächste Jerry Cotton Kolumne erscheint am Montag, 21. Mai 2007

Bildquelle: Bastei-Verlag, Bergisch-Gladbach

© Martin Palm

 

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