Sie sind hier: Startseite - Romanhelden - Jerry Cotton - Mit dem Kopf durch die Wand (1)


Jerry Cotton

Jerry Cotton

Der G-man, der die Welt bewegte

# 23: Mit dem Kopf durch die Wand (1)
Teil 1: Will Cotton kommt – die neue Cotton-Generation

Als ob sämtliche Anschläge, Entführungen, und Ermordungen nahe stehender Personen für Jerry Cotton nicht genug wären: Die Cotton-Autoren wollten es noch einmal wissen und setzen noch eins drauf. Denn seien wir mal ehrlich: Jerry musste in letzter Zeit enormes aushalten. Nicht nur, dass seine ehemalige Freundin Pamela Westlake ermordet wurde – nein, Jerry wird auch immer wieder an sie erinnert und dadurch mal mehr, mal weniger in tiefe Zweifel und Abgründe gestürzt (z. B. in Band 2172: „Der Rattenfänger von Brooklyn“).
Und jetzt auch noch das: der Nachwuchs kommt. Nachdem in Band 2098: „Kugeln für die Country-Queen“ von Martin Barkawitz erstmals das temperamentvolle Energiebündel Annie Geraldo ins Spiel gebracht wurde, das inzwischen fest zum Team gehört – und mit ihrem Facettenreichtum schon durchaus alteingesessene Figuren in den Schatten stellt –, sollte damit noch lange nicht Schluss sein.
Treue Cotton-Fans wurden zu diesem Zeitpunkt in Bezug auf Will Cotton bereits ungeduldig (zumindest ging es mir so). Seit Monaten wurde eine neue Romanserie angekündigt, die da heißen sollte „Cotton L. A.“ und in dem Zusammenhang wurde bereits (sowohl in Taschenbüchern als auch in Heften) eine neue Figur erwähnt: Will Cotton.
Dann herrschte erst einmal Sendepause, einige Zeit lang kam gar nichts (wenn ich mich recht erinnere, fand eine der ersten Erwähnungen von Will Cotton schon etwa ein Jahr vor Erscheinen von Band 2200 statt. Alleine deswegen ist es schon ein Erlebnis, die damaligen 1. Auflagen zu lesen; die Hinweise auf die „Cotton L. A.“-Serie werden ja heute aus verständlichem Grund gar nicht mehr abgedruckt), doch dann sollte der neue Cotton kommen – und zwar im Jubiläumsband 2200: „Zwei Männer namens Cotton“.
Somit wurde übrigens auch der Begriff „der neue Cotton“ endgültig zum Synonym für Modernität, Action und Spannung – wurde er bisher zumeist nur auf der damals noch relativ spärlich bestückten Leserbriefseite oder in Untertiteln verwendet, bekam der „neue Cotton“ jetzt auch ein Gesicht.

Über den „kleinen Cotton“ streiten und stritten sich die Gemüter. Für die einen war/ist er zu aufmüpfig und durchgeknallt, die anderen fanden, dass er vorzüglich in die Serie passt. Auch ich muss gestehen, dass ich zu Anfang meine Probleme mit der Figur hatte. Will Cotton hat in jeder Situation und Lebenslage einen dummen Spruch auf Lager und lässt keine Gelegenheit ungenutzt, den obercoolen Macker heraushängen zu lassen. Aber mit der Zeit werden einem auch solche Figuren sympathisch – denn eins muss man ihm lassen: Jerrys Neffe mischt das FBI ganz schön auf, wobei man schon fragen könnte, wie er alleine vom Äußeren her in Bezug auf die Kleiderordnung des FBI ein Agent der Bundesbehörde werden konnte.
Gleich bei seinem ersten Auftritt in Band 2200 geht’s schon gut los: Cotton erschießt einen Amokläufer, der ungewöhnlicherweise sogar ein G-man war. So schafft der Autor – mal wieder Michael J. Parrish – es auf authentische Art und Weise, Will Cotton in die Serie einzubringen.

Im Rahmen des Jubiläums-Bandes gab es im Mittelteil übrigens auch einen entsprechenden Artikel, in dem unter anderem erklärt wurde, warum die Cotton L. A.-Serie nicht separat veröffentlicht wurde (in ähnlicher Weise erläuterte der damalige Lektor Peter Thannisch das übrigens auch beim Geisterspiegel in einem Vorwort zu dem nie als Heftroman veröffentlichen „Cotton L. A.“-Roman „Terror in L.A.“ von A. F. Morland – mehr dazu in der nächsten Kolumne). Und wahrlich: So sehr auch die Romane mit Will Cotton in die reguläre JC-Serie pass(t)en, so ungewöhnlich und anders als die normale Serie sind auch die Romane, die nur für „Cotton L.A.“ geschrieben wurden. Bei Will Cottons Ausdauer im Bett würde wahrscheinlich selbst Romankollege Lassiter neidisch werden – oder gar Jim Preston von der Redlight-Ranch...

Selbst bei BASTEI hat man es sich im Übrigen nicht nehmen lassen, anlässlich der 2. Auflage von Band 2200 auf der Homepage eine Pressemitteilung herauszugeben, in der die Leser bereits das neue Cover von Band 2200 bewundern dürfen. Wenn man vom Titelbildmotiv absieht, sieht das gar nicht mal so schlecht aus, da man für diese Ausgabe den Schriftzug „2. Auflage – Welterfolg“ veränderte und stattdessen einen Vermerk anbrachte, dass es sich hierbei um Band 2200 handelt.
Wer schon einmal vorab das Cover der 2. Auflage begutachten will, kann es sich auf der Homepage von Bastei (http://www.bastei.de) oder direkt hier im unter „Spannungswelten“ anschauen – dort erschien vor zwei Tagen nämlich begleitend zu der aktuellen Cotton-Kolumne ein Artikel zu Heft 2200 samt Cover.

Soviel erst einmal zur Einführung Will Cottons – nächste Woche geht es weiter mit dem Inhalt des Cotton Jubiläums-Zweiteilers...

Übrigens, fernab von Band 2200: Wer in Hamburg lebt, Leser der „Hamburger Morgenpost“ ist und Jerry Cotton Heftroman 2550 verpasst hat, hat Glück: Da erscheint nämlich heute, am 12. März 2007, als Sonderbeilage der Jerry Cotton Roman Nr. 2550: „Zwölf Stunden Angst“. Alleine deswegen würde es sich schon lohnen, eine Ausgabe der Zeitung zu kaufen – der Roman ist sein Geld nämlich wirklich wert. Das Ganze nennt sich dann „Willkommen im Lesefrühling“...

Jerry Cotton Band 2200: „Zwei Männer namens Cotton“ erscheint am Dienstag, 27. März 2007 als 2. Auflage zum Preis von 1,50 EUR

Die nächste Jerry Cotton Kolumne erscheint am Montag, 19. März 2007 (Thema: Zwei Männer namens Cotton – Will Cottons erster Einsatz)

© Martin Palm

 

© by 2007
nach oben Zurück Optimiert für 1024x768 Pixel
im IE & Mozilla Firefox