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Jerry Cotton

Jerry Cotton

Der G-man, der die Welt bewegte

# 20: Verschollen im Nahen Osten (2)
Teil 2: Jerry Cotton Band 2196 – „‚Holt Cotton raus!’“

Zweiter und letzter Teil des „Der Mann aus Kurdistan“-Zweiteilers ist Band 2196: „‚Holt Cotton raus!’“. Coskun Erdan hat inzwischen die Staatsanwältin Emma Fancy entführt. Erdan, Emma Fancy und Jerry Cotton sind wiederum in der Gewalt eines PKK-Killerkommandos. Per Schiff wurden sie aus den Hoheitsgebieten der USA herausgebracht – und das mit unbekanntem Ziel, wobei bald klar wird, dass das Ziel ein Ort ist, an dem die PKK mit Coskun Erdan abrechnen will.
Hatten bis dato in erster Linie irakischer und türkischer Geheimdienst – und natürlich das FBI – mitgemischt, schalteten sich jetzt auch noch einige andere Parteien mit ein: Die Kubaner, die CIA und der israelische Mossad. Schließlich kommt es im Grenzgebiet zwischen Irak und Türkei zum mörderischen Finale...

Staatsanwältin Emma Fancy entwickelt zum Schluss des zweiten Romans hin übrigens das Stockholm-Syndrom. Anscheinend hat sich der Autor der beiden Romane hierbei ein wenig vom Hintergrund dieses psychologischen Phänomens beeinflussen lassen. Jerry Cotton und Phil Decker arbeiten zu Beginn des Zweiteilers nämlich undercover in einer Bank, die noch während des 1. Teils überfallen wird – und genau auf ein Geiseldrama in einer Bank im Jahre 1973 wird der Begriff des Stockholm-Syndroms zurückgeführt. Ein ähnlicher Fall wurde übrigens schon in dem vor einigen Monaten erschienen Band 2152: „Unsere Jagd nach dem Bernsteinzimmer“ von Martin Barkawitz behandelt.

Durch eine Nebenhandlung dieses Romans wird im Übrigen auch ein zweiter, kleiner Handlungsstrang entwickelt, der diesmal sogar noch ein paar Bände später weitergesponnen wird. In Band 2195: „Der Mann aus Kurdistan“ lernen Cotton und Decker nämlich eine der Bankangestellten, eine gewisse Lydia Cellar, kennen. Es ist nur auf Jerry Cottons feinfühliges (Ermittler-)Geschick zurückzuführen, dass er sich bei ihr gerade noch zurückgehalten hat (was zu der Zeit eher ungewöhnlich war, wo Jerry doch des Öfteren die ein oder andere Freundin hatte...) – denn Jerrys (Ermittler?)Instinkt signalisierte ihm bald (schon auf Seite 6), dass Lydia zu der Sorte Frau gehörte, die möglichst schnell geheiratet werden wollte.
Phil war nicht so klug und hat sich mit Lydia eingelassen – so weit, so gut.
In den nächsten Romanen herrschte in der Richtung vorerst Sendepause – weder im auf den Mehrteiler folgenden Band 2197: „RADIO-KILL – Die Stimme, die den Tod befahl“ noch in Band 2198: „Unser Job in Belgrad“ war die Rede von Lydia Cellar – doch dann...
In Band 2199: „Flammen des Hasses“ (ein Roman, dessen Story an sich nicht wirklich das Gelbe vom Ei ist, dafür kommen dort allerdings solche Nebenhandlungsstränge zum Tragen) meldet sich die Lady zurück – und sie ist sogar so heiratswillig, dass sie am Liebsten gleich Phil ehelichen würde. Natürlich ist klar, dass Phil (speziell nach einer gewissen Szene in Band 2188: „In Spanish Harlem wirst du sterben“) sich vorerst nicht fest binden würde – aber alleine wegen dieser Szenen sind diese Romane schon lesenswert...

Jerry Cotton Band 2195: „Der Mann aus Kurdistan“ erscheint am 20. Februar 2007 als 2. Auflage zum Preis von 1,50 EUR

Jerry Cotton Band 2196: „‚Holt Cotton raus!’“ erscheint am 27. Februar 2007 als 2. Auflage zum Preis von 1,50 EUR

Die nächste Jerry Cotton Kolumne erscheint am Montag, 26. Februar 2007 (Thema: Im Visier des Psycho-Killers)

Bildquelle: Bastei-Verlag, Bergisch-Gladbach

© Martin Palm

 

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