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Jerry Cotton

Jerry Cotton

Der G-man, der die Welt bewegte

# 19: Der meistgejagte Mann der Welt (1)
Teil 1: Jerry Cotton Band 2195 – „Der Mann aus Kurdistan“

Nur 7 Wochen nach Abschluss der Annie-Geraldo-Trilogie wartet bereits der nächste Jerry Cotton Heftroman-Mehrteiler auf den Leser, der diesmal Band 2195: „Der Mann aus Kurdistan“ und Band 2196: „Holt Cotton raus!“ umfasst.
In Band 2195 spielt einmal mehr ein alter Bekannter aus den Jerry Cotton Romanen mit – oder vielmehr einige alte Bekannte: die Geheimdienste (die, so könnte man inzwischen zumindest bei den Jerry Cotton-Romanen meinen, in fast allen dunklen Machenschaften irgendwie ihre Finger im Spiel haben...).

Los geht’s mit Band 2195. Coskun Erdan, der meistgejagte Mann der Welt, der titelgebende „Mann aus Kurdistan“ wurde von Geheimdiensten als Nachfolger Öcalans für die Führungsspitze der kurdischen Partei PKK gehandelt – jedoch wollte Erdan aussteigen. Das wiederum wussten seine „Genossen“ der PKK, für die Aussteiger Verräter waren, die den Tod verdienten. So wurde Erdan nicht nur von seinen eigenen Leuten gejagt, sondern auch vom türkischen Geheimdienst, dem irakischen, der CIA und dem israelischen Mossad – und, weil Erdan sich auf US-amerikanischem Boden aufhielt und mehrere Terrorakte ihm zugeschrieben wurden, auch vom FBI...

Auch wenn ich ein großer Fan des Geheimdienst-Themas bin, war ich mit diesen Romanen nicht ganz so zufrieden wie mit den bisherigen Mehrteilern der letzten Zeit, etwa Band 2161-2164: „Mein letzter Fall“, dem Präsidentenzweiteiler (Band 2173 und Band 2174) oder der Annie-Geraldo-Trilogie (Band 2186-2188). Denn streng genommen hätte man den Inhalt dieses Romans auch um eine ganze Ecke kürzen können, da es doch einige relativ überflüssige Szenen hab.

Etwa die Arbeit von Emma Fancy und ihr Ausflug mit Ralph Millard waren für den weiteren Verlauf bzw. die Handlung des Zweiteilers ziemlich unwesentlich – um genau zu sein überflüssig (zumal ich bei dem Namen „Millard“ im Jerry Cotton-Heftroman noch immer negative Dinge assoziiere – war da doch jener grauenhafte Band 2167: „Ring frei zum Attentat!“, ein Roman, in dem es ein Serienkiller auf Persönlichkeiten aus der Sportwelt abgesehen hatte, der jedoch erst bei seiner Enttarnung namentlich erwähnt wurde und der durch etliche überflüssige Verbindungen zur Mafia künstlich aufgebläht wurde...). Trotzdem sind diese beiden Romane nicht schlecht. Dass ich mich mit den vielen ausländischen Namen nicht so recht anfreunden konnte, hing auch nicht unbedingt mit dem Romaninhalt selbst zusammen.
Weiter geht’s in einer Woche mit dem letzten Teil des „Der Mann aus Kurdistan“-Zweiteilers, Band 2196.

Bildquelle: Bastei-Verlag, Bergisch-Gladbach

Die nächste Jerry Cotton Kolumne erscheint am Montag, 19. Februar 2007 (Thema: Verschollen im Nahen Osten)

© Martin Palm

 

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