
Jerry Cotton

Der G-man, der die Welt bewegte

Jerry Cotton aktuell:
»18 Stunden bis zur Ewigkeit« (Band 2707)
Vorschau: Pfui!
Roman: Hui!
Das war das Erste, was ich dachte, nachdem ich den Roman ausgelesen zur Seite gelegt hatte. Was heißt zur Seite gelegt? Ich habe diesen Roman, diesen Band 2707 der Jerry Cotton Serie immer wieder zur Hand genommen, mir immer wieder die Sahnestücke rausgesucht und noch mal gelesen und noch mal und noch mal ...
Zugegeben, die Geschichte von »»18 Stunden bis zur Ewigkeit«« ist nicht neu. Nein, ganz und gar nicht. Aber mal ehrlich: Welche Geschichte ist schon neu? Wie immer kommt es darauf an, wie die Story erzählt wird. Diesem Roman merkt man an, dass der Autor ihn gern geschrieben hat.
»18 Stunden bis zur Ewigkeit« lässt sich nicht nur flott lesen, nein, es macht Spaß diesen Roman zu lesen. So begeistert von einem Roman der Jerry Cotton Reihe, dass ich ihn schon fast auswendig kann, bin ich in den letzten Monaten nur selten gewesen.
Nein, dieser Roman ist nicht nur wirklich spannend, so spannend, dass man richtig mitfiebert, nein, dieser Roman besitzt auch den oft vernachlässigten unterschwelligen Humor. Zudem scheint der Autor die Diskussionen der Cotton-Fans in den diversen Foren und Blogs zu kennen. Denn so einiges greift er auf, wie zum Beispiel die oftmals bemängelte „Frauenheld“-Sache. Einfach herrlich die Szene, wo Jerry nicht so recht weiß, wie er auf die direkte (Nach)Frage seiner Kollegin reagieren soll.
Und noch etwas ist hier anders: Der Gegner unser Freunde ist Moslem.
Terroristen denken wir da sofort und zunächst scheint es auch so zu sein. Pustekuchen, der Herr Papa von dem Möchtegernterroristen ist so eine Art Pate in Europa und er wäscht seinem Herrn Sohn auch fein den Kopf, weil dieser mit den Fanatikern geflirtet hatte. Adamir, so heißt der Bösewicht, gehört zu jenen, von denen man sich mehr wünschen würde, von denen aber leider wohl nicht mehr kommen wird. Schade, denn er wäre einem Jon Bent oder Jeff Patrick absolut ebenbürtig.
Das Hauptthema von »18 Stunden bis zur Ewigkeit« ist aber Freundschaft, Vertrauen und Loyalität. Auch deswegen macht dieser Roman Spaß, weil er unterschwellig zeigt, wie wichtig diese Dinge sind.
Phil kämpft um sein Leben und Jerry darum, dass Phil eine Chance bekommt, aus der Sache heil rauszukommen. Wie weit geht ein Mensch, um sein eigenes Leben zu retten? Das ist die Frage, die von New York und Washington unterschiedlich beantwortet wird. Es ist der Zusammenhalt des New Yorker FBI und die Nervenstärke von Phil, die letztendlich dafür sorgt, dass alles gut ausgeht. Dennoch lässt der Autor Phil nicht zu dem Superhelden werden, denn am Ende gibt Phil gegenüber Jerry zu, dass ihm der Hintern auf Grundeis gegangen ist.
Natürlich, es gibt den einen oder anderen leichten Flüchtigkeitsfehler. Aber hey, wo gibt’s die nicht?! Und die sind wirklich so etwas von klein, dass sie gar nicht wirklich auffallen. »18 Stunden bis zur Ewigkeit« ist ein wahrer Genuss, ein kleines Geschenk des Autors an die Fans!
© Cornelia Sibilitz
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