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Jerry Cotton

Jerry Cotton

Der G-man, der die Welt bewegte

Die, die uns die Action brachten - Jon Bent & Co.

Fans lieben roten Fäden und Fans lieben Bösewichter. Besonders dann, wenn die Helden einer Romanserie so eintönig gut sind.
In der Jerry Cotton-Serie gab es immer mal wieder Bösewichter, die uns Lesern lange erhalten blieben und deren Auftauchen wir mehr als nur entgegenfieberten.

Der Erste seiner Art - Jon Bent

Er war und ist bei vielen Cotton-Fans immer noch der Lieblingsbösewicht. Was wohl daran liegen mag, dass er der Erste seiner Art war.
Jon Bent war ein Genie, das nicht nur brillant war, sondern dem auch noch ein Geheimnis umschwirrte: Nämlich das seiner Herkunft. Wer Jon Bent nun ist, konnte er selber nicht beantworten. Bent wusste es selber nicht. War er nun das durchgeknallte Heimkind oder doch das Produkt eines Versuches der US-Regierung?
Aber nicht nur dieses Geheimnis sorgte für wohlige Schauer, wenn Jon Bent auftauchte. Seine ganze Art gegen das System zu kämpfen, war neu und philosophisch. Denn Jon Bent war nicht einfach nur der Bösewicht, der wie die meisten schweren Jungs seine Taten mit den üblichen Ausreden zu rechtfertigen versuchte. Nein, Jon Bent führte die Gesellschaft regelrecht vor und hielt ihnen die bittere Wahrheit vor die Nase.

Das Böse trägt weiß - Dr. Edward Ternity

Doktor Ewigkeit, wie Dr. Edward Ternity, genannt wurde, tauchte in der Endphase des Jon Bent-Saga auf und wurde schließlich zu einem würdigen Nachfolger im punkto Bösartigkeit.
Im Gegensatz zu Jon Bent tötete Ternity aus lauter Geldgier. Er war Arzt und verschaffte seinen gut betuchten und meist weiblichen Kundinnen ewige Schönheit, indem er junge Frauen tötete und deren Haut verpflanzte. Nachdem ihm dabei zweimal das FBI in die Quere gekommen war, wurde der Kampf gegen Cotton und seine Kollegen persönlich. Unterstützt wurde er dabei - wie im Übrigen auch Jon Bent in seiner Endphase - von der Domäne.

Der Indio - Bronco Belucci

Mafiastorys sind langweilig? Da kennt ihr die Geschichten um den Chef des Belucci-Clans nicht! Bronco Belucci will sein Mafia-Imperium nach New York ausdehnen und kommt dabei dummerweise dem FBI in die Quere. Und nun beginnt ein Schachspiel zwischen dem Indio und dem FBI, indem es viel Leid und Tränen gibt. Und als Bronco Belucci alles verloren hat, seine Familie und sein Imperium, holt er zum entscheidenen Schlag aus und trifft mitten ins Cotton-Team.
Nicht nur mit äußerster Brutalität sondern auch mit einer Menschenverachtung, die im Cotton-Universum seines Gleichen sucht, geht der Indio dabei zu Werke. Die Belucci-Romane waren ein wunderbares »Pausenfutter« zwischen der Domäne und der ENA.

Die First Lady - Maria Molinari

Im Gegensatz zu den heutigen Romanen durften die Frauen in den Cotton-Romanen zwischen Band 2000 und Band 2500 auch mal richtig böse sein. Die erste »böse« Frau, die länger als nur einen Roman durchhielt, war Maria Molinari, eine Profikillerin, die zunächst noch mit einem Partner arbeitete, aber dann nach seinem Tod auch allein zurecht kam. Zwischen ihrem ersten und ihrem zweiten Auftauchen verging dann aber einige Zeit, sodass der geneigte Leser sie schon beinahe vergessen hatte. Aber dann kam sie mit einem Paukenschlag zurück und machte Jerry und seinen Kollegen das Leben schwer. Ihre Weiblichkeit gepaart mit einer außergewöhnlichen Brutalität ließ die emanzipierten weiblichen Leser jubeln. Bedauerlicherweise nur wenige Romane, aber immerhin.

Böse, böser - Nadja Mastok

Im Gegensatz zu Maria Molinari, die Jerry von Anfang an als Gegnerin gegenüberstand, schlich sich Nadja Mastok in Jerrys Leben - natürlich, welcher Gentleman kann einer hilflosen, gehetzten schönen Frau schon widerstehen? Nadja manipuliert, wo sie nur kann, und ist dabei so skrupellos, dass man sie schon fast für Jon Bents kleine Schwester halten könnte, wenn sie denn nicht eine Vergangenheit im russischen Geheimdienst hätte. Wo Nadja Mastok auftaucht, bleiben Tote zurück, Menschenleben sind ihr ziemlich egal. Und jedes Mal verabschiedet sie sich mit einem so lauten Knall, dass wir denken sie ist tot. Bis sie dann das nächste Mal wieder auftaucht - schlimmer und brutaler als zuvor.

Gastauftritt eines Bösewichts - Maximus Dome

Bedauerlicherweise nur für vier Romane erschien Maximus Dome auf der Bildfläche. Der Medienmogul hatte alles, um ein wirklich würdiger Nachfolger für Bent und die Domäne zu werden: Macht, Geld und einen durch und durch fiesen Charakter. Per Manipulation, die Menschenleben kostet, versucht Dome sein Medienimperium noch weiter nach oben zu bringen. Allerdings kommen ihm Jerry und Phil in die Quere, was Dome in seinen Bemühungen zurückfallen lässt. Aus lauter Rache schmiedet er einen perfiden Plan, um einerseits die Quoten zu steigern und andererseits sich am FBI zu rächen. In einem spannenden Dreiteiler lässt er Mr. High entführen und vor laufender Kamera foltern und gleichzeitig hetzt er die Mafiaclans New Yorks aufeinander. Vier erstklassige Romane (Bd. 2299-2302), die man gelesen haben muss!

Das Böse hat einen Namen - Jeff „Snake“ Patrick

Für die einen ein Abklatsch, für die anderen der beste Cotton-Bösewicht seit Jon Bent. Jeff Patrick ist der wirkliche Nachfolger von Bent, der fast genauso lange unsere Freunde in Atem hielt. Der ehemalige CIA-Agent und Ex-Lover unserer Lieblings-CIA-Agentin Lara King gehörte zu den besten seines Fachs und wurde des Geldes wegen zum Verräter seines Landes, der sogar nicht davor scheute, mit den neuen Feinden der USA zusammenzuarbeiten. Genau wie Jon Bent wurde die Jagd Patricks auf Jerry, Phil und auch Lara King zur Sucht. Rache war letztendlich sein Lebensinhalt und im Gegensatz zu Jon Bent sorgte er tatsächlich für längere Zeit dafür, dass unser Dream-Team Jerry Cotton und Phil Decker getrennt wurde (Phil verließ ja bekanntlich für 6 Einzelabenteuer das FBI). Aber letztendlich scheiterte auch er - genau wie Jon Bent - an der Freundschaft und Loyalität der beiden.

Der letzte seiner Art? - Das Phantom

Na, hoffentlich nicht! Denn Kedro Hollander, Professor für Forensische Psychologie an der University of Utah, ist der Hoffnungsträger für alle Fans der roten Fäden und tiefgründigen Bösewichter. Besonders Hollander, den wir zunächst nur als »Das Phantom« kennen lernen, hat alles, was uns interessante Geschichten bringen kann. Und vor allem, er ist noch am Leben! Bereits zweimal hatten wir und das FBI-Team um Jerry Cotton mit ihm das Vergnügen. Und auch wenn er zweimal gescheitert ist, so nimmt er das dennoch sportlich. Das Phantom ist nicht nur hochintelligent, nein, er weiß auch, wie die Polizei und das FBI arbeiten, denn in den USA ist es Gang und Gäbe, dass Forensische Psychologen mit der Justiz zusammenarbeiten. Und genau das könnte spannend werden, ein wunderbares Katz und Maus Spiel. Hoffen wir, dass der gute Professor Hollander nicht von den Autoren vergessen wird, nur weil die ENA in Nordamerika nicht mehr existiert. Aber hey, Band 2700 kommt ja bald und nach dem Phantom-Rhythmus müsste er eigentlich wieder auftauchen …

© Cornelia Sibilitz

 

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