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Gunters Dunkle Welten

Christoph Schwarz Band 24

Christoph Schwarz Band 24 – Der magische Domstein
Erschienen im Mai 2007 bei Romantruhe. 72 Seiten, Paperback, 4,95 €

Der Domstein in Trier liegt seit vielen Jahrhunderten an seinem Platz. Er ist ein Relikt des Neubaus, ein Überbleibsel, um das sich eine Sage rankt. Kinder spielen auf ihm, Touristen schießen Bilder. Doch eines Morgens macht Vikar Benninger eine grausige Entdeckung: Eine Leiche liegt zerquetscht unter dem tonnenschweren Stein. Aber wie ist das möglich? Niemand kann den schweren Domstein einfach so bewegen. Benninger informiert Pater Ägidius und dieser wiederum wendet sich an einen Spezialisten für Übernatürliches - an mich. Carmen und ich fahren nach Trier, um das Rätsel zu lösen. Treibt ein Geist sein Unwesen? Oder der Dämon? Den Täter auszumachen ist nur die halbe Miete, und plötzlich müssen wir um unser Leben fürchten ...

Band 24 der Serie ist sicherlich der politischste Band, den ich bisher geschrieben habe. Ich beziehe eindeutig Stellung gegen Rechtsradikale, gegen Rassenhass, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus. Es war einer der Romane, für die ich nicht nur in der Theorie recherchiert habe, sondern auch in der Praxis – ich hatte mich dazu im Web in einigen einschlägigen Foren umgesehen, an Debatten teilgenommen und so die Sprache der Rechten ebenso kennen gelernt wie deren krude Logik. All diese Dinge sind in den Roman eingeflossen. Auch wenn manche Leser der Meinung sind, dass solche Themen nicht in einen Horror-Roman gehören, da diese abgehoben von dem normalen Leben Geschichten aus der Fantasie erzählen müssen und man so etwas lesen würde, um sich zu entspannen und dem Alltag zu entfliehen, benutze ich meine Serien und Romane immer wieder, um Themen aufzugreifen, die mir wichtig sind.
Natürlich habe ich meine Aussagen in eine Geschichte passend zur Serie verpackt, auch wenn die Magie in diesem Band eher am Rande eine Rolle spielt. Schließlich geht es um einen telekinetisch begabten Rechtsradikalen, der seine Fähigkeiten nutzt, um anderen zu schaden. Chris und sein Team können den Täter zwar schnell entlarven. Nur haben sie keine Ahnung, wie sie ihn stoppen können, ohne ihn zu töten. Letztlich ist es Awn die Fee, die ihnen zur Hilfe kommt.
Mit dem Kerker der 1000 Schreie habe ich Chris und seinem Team eine Möglichkeit an die Hand zu geben, all jene zu bestrafen, die sich der weltlichen Gerechtigkeit entziehen würden.
Der Roman kam insgesamt gut an. Hier Stimmen zu dem Roman von gruselromane.de:

Mit diesem Roman greift Gunter Arentzen ein heikles, aber doch wichtiges Thema auf. Rassismus, Judenhass und Gewalt durch extreme Nazis. In extremen Begebenheiten führt uns der Autor deutlich vor Augen, wie schlimm und zerstörend der Fanatismus vieler Nazis sein kann. Ich finds gut, das solch ein Thema mal in diesem Genre deutlich verarbeitet wird. [...]

Wie schon auf der Leserseite angekündigt, bezieht G. Arentzen in diesem Roman eine Position gegen Rassismus und Antisemitismus und hat das Ganze in einer sehr spannende Romanhandlung verpackt. Dabei spielt die Suche nach dem Mörder kaum eine Rolle, denn der ist schnell gefunden. Es stellt sich vielmehr die Frage, wie er für seine Taten zur Rechenschaft gezogen werden kann, wenn keine rechtsstaatlichen Mittel mehr zur Verfügung stehen. Bei ‚Christoph Schwarz' ist es nun der Kerker der tausend Schreie, der die magisch begabten Täter bannt, ohne sie töten zu müssen. [...]

© G. Arentzen

 

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