Christoph Schwarz Band 8 – Der Werwolf von Epprath
Erschienen im Januar 2006 bei Romantruhe. 72 Seiten, Paperback, 4,95 €
In der Nähe der mittelalterlichen Stadt Alt-Kaster gab es einen grausamen Doppelmord. Nach den tödlichen Verletzungen der Opfer zu schließen, sind sie durch einen Wolf getötet worden. Der Mord geschah an der Stelle, an der früher der Ort Epprath lag, der dem Kohleabbau zum Opfer fiel. Man munkelt schon, dass die Sage wahr ist und der "Werwolf von Epprath" wieder aufgetaucht sei, denn nachdem mehrfach Wolfsgeheul zu hören war, haben ihn Zeugen gesehen. Ich sollte der Sache nachgehen und den Werwolf zur Strecke bringen. Zusammen mit Carmen fuhr ich nach Alt-Kaster. Die Suche nach ihm brachte uns fast zur Verzweiflung, denn er holte sich weitere Opfer. Doch dann erhielten wir einen Hinweis, der uns auf seine Spur brachte und den Fall in einem ganz anderen Licht erscheinen ließ ...
Der Werwolf von Epprath beruht auf der wahren Erzählung des Bauers Stubbe, dessen Fall in ganz Europa für Aufsehen sorgte. Nachdem es in der Umgebung zu grausamen Verbrechen gekommen war, wurde Peter Stubbe als Werwolf ausgemacht. Schließlich brauchte die Gesellschaft einen Schuldigen. 1589 trug sich diese Geschichte zu, und noch heute gibt es in der Region, in der Stubbe lebte, einen Werwolf-Wanderweg. Das Ende des Bauers war grauenvoll – er und seine Familie wurden hingerichtet.
Band 8 der Chris-Schwarz-Serie geht das Thema von einer anderen Seite her an. Das Grauen unserer Tage ist nicht mehr der Pakt mit dem Bösen. Wir sehen das Grauen in Gen-Technik und Experimenten mit dem Erbgut. Genau darum geht es in diesem Roman auch, der zum einen die Jagd nach dem Werwolf bietet, zum anderen die Schuldigen für das Desaster auszumachen versucht. Damit beginnt zugleich ein roter Faden, der sich durch die gesamte Serie ziehen wird.
Garniert habe ich den Roman mit etwas Splatter. Wenn schon ein Werwolf mordet, dann sollte dies auch stimmungsvoll in Szene gesetzt werden. Als Inspiration zu der gesamten Thematik diente mir ein Klassiker: Der Werwolf von Tarker Mills. Ein sehenswerter Film aus der Feder von Stephen King.
Band 8 und Band 9 bilden einen inoffiziellen Zweiteiler, denn neben dem eigentlichen Plot geht es auch darum, wie man Wesen bestrafen soll, die zwar Täter sind, nicht aber schuldig im strafrechtlichen Sinne. Und vor allem – wie soll man einen Werwolf einsperren? Carmen und Chris stellen sich diese Frage bei ihrer Jagd nach dem Werwolf. Conny muss sich damit in Band 9 auseinandersetzen. Doch davon nächste Woche mehr.
Hier wieder eine Stimme zu dem Roman von www.gruselromane.de:
Ich habe ja schon öfter erwähnt, dass ich kein großer Fan von Werwolfgeschichten bin, aber auch diesmal hat es Gunter Arentzen geschafft, mich für seinen Roman einzunehmen. Eingebettet in den ‚normalen' Alltag der Detektei, in der Chris und Conny auch getrennte Fälle annehmen, beginnt eine wirklich grausame Geschichte, in der nicht mit blutigen Details gegeizt wird. So grausig die Mordszenen mit dem Werwolf auch geschildert sind, so sehr ziehen sie den Leser in den Bann und lassen ihn tiefer in die Handlung gleiten, die schließlich eher in eine Art Agentenplot wechselt, bevor der Wolf am Ende seinen letzten großen Auftritt hat [...]