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Gunters Dunkle Welten

Christoph Schwarz Band 3

Christoph Schwarz Band 3 – Das Richtschwert des Henkers
Erschienen im August 2005 bei Romantruhe. 72 Seiten, Paperback, 4,95 €

Im Heimatmuseum von Rothenburg ob der Tauber hängt das Richtschwert von Siegbert, dem Scharfrichter. In einer Legende heißt es, dass er nach 700 Jahren zurückkehrt und furchtbare Rache nehmen wird. Als man in dem Museum zwei geköpfte Leichen findet, ruft das die Polizei auf den Plan. Conny Blank, die ehemalige Kollegin von Christoph Schwarz, die sich bei einem Kongress der Polizei in der Stadt aufhält, wird in die Ermittlungen eingeschaltet. Die alte Legende scheint war zu sein. Als weitere Menschen sterben, schaltet sie Christoph Schwarz ein und die Jagd nach dem mordenden Scharfrichter und seinem Richtschwert beginnt ...

Der dritte Fall der eigenständigen Serie ist ein wichtiger Band, denn mit ihm kommt eine Hauptfigur hinzu, die ab Band 7 nahezu unerlässlich wird – Carmen Aiello. Zwischen ihr und Chris funkt es bereits von der ersten Sekunde an und sie macht keinen Hehl daraus, dass sie ihn will.
Chris wurde von mir nie als Held angelegt, der über den Dingen steht. Er ist ein Mann mit Ecken und Kanten. Ein Ex-Polizist, der sich nun als Detektiv versucht und dem Paranormalen nachspürt. Er ist verlobt und lässt sich doch mit einer anderen Frau ein. Nach dem Abenteuer in Band 2 wird spätestens jetzt klar, dass er kein edler Recke ist, sondern eben ein Mann von nebenan.
Daneben ist dieser Roman sicher ein sehr blutiges Werk, denn die Menschen sterben wie die Fliegen. Und dies teils auf sehr unappetitliche Art und Weise. Nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Vergangenheit. Obwohl keine Zeitreise stattfindet, erlebt Chris mit, was einst geschah – eben durch die Begabung von Carmen, die ihn sehen lassen kann, was sie weiß. Sie wird damit zu einem sehr interessanten, weil medial begabten Charakter, der der Serie bisher fehlte. Belinda ist zwar seit Band 1 ein Geist, aber ein Mensch mit übersinnlichen Fähigkeiten war zuvor nicht in der Serie dabei.
Anders als in Band 2 erhebt dieser Roman keinen Anspruch, philosophische Fragen aufzutun. Er ist voll Spannung und Action, aber ohne tieferen Sinn oder Moral. Er unterhält die Leser. Dies ist der einzige Anspruch. Wie die Rezensionen auf gruselromane.de zeigen, ist es mir auch gelungen.

Also mit dem Band 3 hat Gunter Arentzen sich übertroffen. Nicht nur das die Stimmung im Roman sehr gut rüber kommt, mit dem Freimann Siegbert, sondern auch die Beziehungen, die er immer wieder mit in die Serie aufnimmt, sind wirklich sehr gut gelungen. Und durch die Beziehung zwischen Carmen und Christoph, wird die ganze Serie erst Spannend. Vor allem wenn man bedenkt, das seine "noch" Freundin Nadine immer noch nichts davon weiß [...]

© G. Arentzen

 

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