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Leserbrief Antwort

Leserbrief von Karin am 17. Juli 2007:

BETREFF: Western
Dazu sollte der Leser auch mal etwas über die Machenschaften dieses Verlages erfahren: Nachdrucke sind bei Kelter grundsätzlich umsonst - bis eine ganz schön große Zahl verkaufter Hafte erreicht ist. Sollte danach noch mal aufgelegt werden, gibt es sage und schreibe 200 Euro Honorar für den Autor. Da denkt sich der Verlag natürlich, warum neue Romane drucken und den Autoren 700 Euro zahlen, wenn man es auch billiger haben kann. Also lieber immer schön den alten Schrott nachdrucken.

Antwort von Herrn Melchert, Verleger des Martin Kelter Verlages:

Wir haben klare Honorarregelungen mit unseren Stammautoren über Originalromane und Nachdrucke. Dazu kommt die Tatsache, dass der Westernmarkt seit Jahren rückläufig ist und wir uns auf einen begrenzten Kreis von Autoren konzentriert haben, die aus unserer Sicht sehr gute Romane schreiben bzw. geschrieben haben. Das hat dazu geführt, dass etliche Romane dieser Autoren inzwischen den 3./4. und teilweise sogar den 5. Nachdruck erlebten, was sich nicht im Honorar widerspiegelte, da wir die Nachdruckshonorare auch dann konstant halten. Es gibt auch Ausnahmen, und zwar dann, wenn uns Autoren von sich aus Pakete von 10, 20 oder 30 Romanen anbieten, mit der Bitte, diese zu einem günstigeren Honrar, aber dafür sofort zahlbar, zu übernehmen. Das tun wir gelegentlich, um diesen Autoren finanziell zu helfen. Auch das ist der Markt.

Wir untersuchen ständig Leser/Käuferverhalten und uns fehlt einerseits die Begleitmusik durch gute neue Westernfilme aus Amerika, andererseits sehen wir aber auch, dass der Anteil jüngerer Lesergruppen für Western seit Jahren nicht mehr wächst. TV und Internet spielen hier schon eine wesentliche Rolle.

 

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