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Leserbrief von Florian Hilleberg:
Hallo sehr geehrte ler,
Grund meines Schreibens ist der neue Leitartikel über den literarischen Horror. Sehr gut und vor allem den Kern des Problems treffend, würde ich sagen. Wobei auf den Zeitgeist selbst ja weniger eingegangen wurde. So schreiben Stephen King und Dean Koontz ja fleissig ihre Bücher weiter, aber ich finde man kann bei beiden merken, dass sie sich vom direkten Horror lösen. Ich denke King würde heute keine Bücher mehr mit mordenden Clowns, vampirversuchten Städten oder über verliebte Killer-Autos schreiben. Wenn, dann sind die Bösewichte auch keine Vampire, Werwölfe oder Rachegeister mehr, sondern eher psychisch kranke, Wahnsinnige oder sogar Außeriridische, was einfach mit der Perspektive des Publikums bzw. der Leser zusammenhängen dürfte. Was den Aspekt Kino anbelangt kann ich dem Autor des Leitartikels nur beipflichten. Dort boomt das Geschäft. Leider allzu oft mit Remakes, dessen Sinn man hinterfragen muss. Eine Neuauflage von \"Das Omen\", nur weil dieses Jahr der 6.6.06. war!
und die Effekte ausgefeilter sind?
Ja, auch ich bedauere, dass die Menschen eher bereit sind sich berieseln zu lassen, als selber eine gedankliche Welt aufzubauen, mit Spezialeffekten, die direkt im Hirn entstehen und alles in den Schatten stellen, was jemals auf der Kinoleinwand möglich sein wird.
Das Medium Hörspiel scheint da den goldenen Mittelweg gefunden zu haben, um den lesefaulen Gruselfans das Füchten zu lehren.
Der Artikel entspricht jedenfalls zu 100% meiner Meinung und damit den Tatsachen ;-).
Ich freue mich jedenfalls auf den nächsten Leitartikel und verbleibe mit den besten Grüßen.
Florian Hilleberg |
Der ehemalige Chefredakteur antwortet:
Den Zeitgeist habe ich nun mal außen vor gelassen, aber das kommt auch noch hinzu, dass King auch an seinen Themen arbeitet. Doch sein Stil ist noch unverkennbar und er arbeitet nach wie vor mit dem Unheimlichen.
HHVA |