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Tsubasa Chronicle, 2. Staffel, Vol. 1DVD, PAL Anime Virtual S.A. German Vision Regie: Koichi Mashimo ca. 225 min Ton: Japanisch, Deutsch; deutsche und polnische Untertitel 2008 erschienen FSK: ab 12 Jahren Mit Bonusmaterial € 44, 95 Prinzessin Sakura aus dem Land Clow verliert eines Tages auf einen Schlag all ihre Erinnerungen. Auch an ihre Liebe zu Shaolan, einem jungen Archäologen, erinnert sie sich nicht mehr. Die Erinnerungsteile sind in Form von Federn über die Vergessenen Welten, Parallelwelten von Clow, verstreut. Die Prinzessin und Shaolan machen sich auf die Suche nach den Federn und treffen bald auf ihre beiden ständigen Gefährten Fye und Kurogane, die sie bei der Suche unterstützen. Durch einen Pakt mit der Hexe Yuko erhalten sie Mokona, ein niedliches Wesen, das die Gruppe durch die verschiedenen Welten führt und die Federn aufspüren kann. Aktuell sind sie in der technisch fortschrittlichen Welt Piffle gelandet. Eine der Federn ist als Preis für ein Autorennen ausgeschrieben. Aber Saboteure machen sich an den fliegenden Autos der Teilnehmer zu schaffen. In Zarastra befinden sich gleich zwei Federn, eine davon im Horn eines Drachen. Die dortigen Bewohner hoffen auf ein Wunder, da viele ihrer Familienmitglieder verschwunden bzw. getötet worden sind. Durch eine der Federn und die Bitten Sakuras kommen sie zurück – aber nur für kurze Zeit. In Portoria landen die Freunde auf einem Schiff. In der Welt ist zwar keine von Sakuras Federn, dafür findet Shaolan eine jüngere Ausgabe seines verstorbenen Vaters vor und will deshalb noch ein wenig bleiben. In den weiteren Folgen wird die Gruppe getrennt und Mokona verschwindet. Wie bei CLAMP nicht anders zu erwarten sind die Storys gut bis sehr gut. Und Tsubasa Chronicle verweist mit Vorliebe auf die anderen Welten von CLAMP wie »RG Veda«, »X1999«, »Clamp School Detectives«, »Chobits«, »XXXHolic« usw. Die Personen in den Parallelwelten sind sich z.T. sehr ähnlich, z.T. aber auch nicht, sodass sich die Gruppe immer wieder die Frage stellt, ob das wirklich dieselben sind und ob sie die gleiche Seele haben. Es wird also die Identitätsfrage gestellt. In einer der Folgen kommt das Thema Tod zum Tragen: Tote kommen normalerweise nicht zurück und das muss man akzeptieren. Dafür soll man sein Leben schätzen, weil es wertvoll ist, so die Aussage der Folge. Um das Thema Leben geht es auch in einer anderen Folge: Die junge Version von Shaolans Vater fragt sich, wofür es sich überhaupt zu leben lohnt. Den Sinn seines Lebens hat er noch nicht gefunden. Shaolan hilft ihm dabei. Schön: Die Prinzessin wird selbstständiger, auch wenn es immer noch blöd mit anzuschauen ist, dass die Jungs anscheinend alles besser und schneller kapieren als das Mädchen. Wenn man sich das wahre Leben anschaut, ist es ja oft umgekehrt. Nur dass diese Erkenntnis anscheinend noch lange nicht in Mangas und Animes Einzug halten wird. Nun ja. Dafür sind andere weibliche Charaktere autarker als die Prinzessin, z.B. die Hexe Yuko oder Tomoyo, die Vorsitzende der Piffle Princess Company. Gut auch die verschiedenen Welten, die von Horror über Science Ficiton bis zu Fantasy reichen. Etwas simpel vielleicht das Grundschema der Geschichte: Erinnerungsteile als Federn über diverse Welten verstreut, die eine Heldengruppe mühsam zusammensammeln muss. Bietet zwar Raum für Endlos-Folgen, aber das kann sich mit der Zeit auch totlaufen. Als Hoffnung bleibt da noch, dass CLAMP normalerweise mit einem überraschenden Ende aufwarten. Über den Soundtrack kann man wieder streiten. Innerhalb des Films ist er sehr gut, da atmosphärisch. Der Vor- und Abspann dagegen ist J-Pop. Das kann man mögen oder auch nicht. Die Folgen selbst bieten eine Zusammenfassung der vorherigen Folge und einen Ausblick auf die kommende. Als Extra gibt es ein Handbuch, das die Welten und die Charaktere vorstellt. Außerdem werden Skizzen zum Anime gezeigt. Allerdings ist die Bezeichnung »Artbook« für diese Skizzen doch etwas irreführend, da ein Artbook normalerweise sehr schön gestaltete, auf Hochglanz polierte bunte Gemälde liefert und als Extra evtl. noch Skizzen dazu, diese aber eben nicht alleine.
© Ulrike Dansauer |