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The Red Spot - Der rote PunktRegie: Marie Miyayama Label: Anime Virtual, Münchner Filmwerkstadt e.V. FSK: keine Altersbeschränkung Dauer: 82 min Extras: k.A. Preis: 16,99 Euro Die junge Japanerin Aki Onodera hat keine Vorstellungen von ihrer Zukunft. Nur eins weiß sie genau: Sie sehnt sich nach ihrer Familie, die wegen eines Autounfalls in Deutschland ums Leben kam, als Aki noch ein Kind war. Deshalb will sie nach Deutschland reisen und den Gedenkstein sehen, den man nach dem Unfall aufgestellt hat. Ihre jetzige Familie ist nicht begeistert, weil Aki sich lieber um einen guten Beruf und damit eine sichere Zukunft anstatt um eine längst vergangene Sache kümmern soll. Aber sie lässt sie schließlich ziehen. In Deutschland angekommen trifft Aki auf Familie Weber und deren schwierigen Sohn Johannes. Der lehnt sich gegen die Eltern auf, geht unregelmäßig zur Schule und fährt viel zu schnell Motorrad. Aki und er mögen sich auf Anhieb; Aki mag ihn v.a. deshalb, weil Johannes im Gegensatz zu ihrem jetzigen Freund alles andere als perfekt ist – genau wie sie selbst. Aber dann erfährt sie, dass Johannes‘ Vater schuld am Tod ihrer Eltern ist. Ein Film der leisen Töne, anrührend erzählt, emotional. Die Musik ist, dazu passend, pointiert und nachdenklich. Der rote Punkt zieht sich wie ein Faden durch die Geschichte: Er bezeichnet auf der Landkarte die Stelle, an der der Gedenkstein steht. Und er steht für Akis Suche nach ihren Wurzeln und damit ihrer Suche nach sich selbst. Und um die Zukunft anpacken zu können, muss die Vergangenheit bewältigt werden. Aki und Tobias verbindet, dass sie beide sich selbst finden müssen und beide ihre Probleme mit ihrer Familie haben. Trotzdem kommt es zu keinem Happy End für die beiden. Aber: Durch die Begegnung miteinander sind sie bzgl. ihrer Selbstfindung einen großen Schritt weiter, und das Ende ist ebenfalls recht versöhnlich. Gut dargestellt auch die gesellschaftlichen Zwänge, in der die Menschen sowohl in Japan als auch in Deutschland ausgesetzt sind. Das verkörpern die beiden jungen Leute sehr gut. Schauspielerin Yuki, die Aki spielt, bringt ihre Rolle prima rüber. Nur die deutschen Schauspieler sind leider etwas steif. Insgesamt aber gelungen.
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