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Filmrezensionen Zeichentrick/Anime - Sekirei - Vol. 4

Sekirei - Vol. 4
Kazé (Anime Virtual)
Regie: Keizo Kusakawa
Japan 2008
FSK 16
24,95 €

Leicht bekleidete junge Frauen, wogende Atombusen - und dünne Story. So könnte man kurz und knapp den Anime (japanischer Zeichentrickfilm) Sekirei beschreiben. Nein, nicht ganz: Sexistisch ist er auch noch.
1999 kamen Außerirdische auf die Erde: weibliche Wesen mit übernatürlichen Kräften. Die wurden von den Studenten Minaka und Takami gefunden. Einige Jahre später fungieren die Frauen als Spielbälle von Minaka und Takami - im wahrsten Sinne des Wortes, denn für das perfide Spiel von Minaka wird an ihnen herumexperimentiert. Takamis Sohn Minato trifft durch Zufall auf eine der Frauen: Musubi. Sie erkennt in ihm ihren zukünftigen Ehemann - wenn nicht noch einige andere ebenfalls hinter Minato her wären. Auch Minatos Freund hat eine Frau. Aber er will aus dem Spiel ausbrechen. Minato überlegt sich das ebenfalls. Aber Spielleiter Minaka hat noch einige fiese Trümpfe in der Hinterhand.
Da kann einem als Frau nur angst und bange werden, wenn man sieht, wie da wohl nicht nur japanische Männerträume bedient werden. Frauen sind in diesem Anime vorwiegend Nummern: Die legen ihre Hierarchie fest. Außerdem besteht ihre Existenz einzig und allein aus dem Kampf mit anderen Frauen um ihren Ehemann. Nicht zu vergessen die unrealistischen Frauenkörper mit den Atombusen, die jede normale Frau ernsthaft krank machen würden. Schlimm auch, wenn eine Frau es als Liebe empfindet, wenn der Mann zu ihr sagt, sie soll ruhig sein. Und dass ein kleines Mädchen ebenfalls mit um die Gunst eines Mannes buhlt, grenzt schon hart an Pädophilie. Pubertierenden Jungen, die sich das anschauen, wird also nicht nur ein falsches, sondern auch noch ein sexistisches Frauenbild vermittelt. Und im Gegensatz zu den Japanern, die streng zwischen Realität und Fantasie unterscheiden können, wird hierzulande die Grenze manchmal nicht so scharf gezogen. Die DVD enthält als Extras zwei Postkarten und ein Booklet mit Texten und Bildern zum Film. Insgesamt nicht empfehlenswert.

Bewertung:



Copyright © 2011 by Ulrike Dansauer

 

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