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Filmrezensionen Zeichentrick/Anime - Murder Princess

Murder Princess - Gesamtausgabe
Murder Princess
Anime
2008 A.V. Vision Germany
Regie: Tomoyuki Kurokawa
150 min / 6 Episoden / 2 DVDs
Ton: Deutsch, Japanisch; deutsche und polnische Untertitel
FSK: ab 16 Jahren
Extras: Booklet
Preis: 44,95 €

Als bei einem Staatsstreich im Königreich Forland der König und fast sein gesamter Hofstaat ermordet werden, gelingt es Prinzessin Arita zu fliehen. Auf der Flucht stößt sie mit der berüchtigten Kopfgeldjägerin Falis zusammen und beide stürzen in die Tiefe. Aber anstatt zu sterben, tauschen sie ihre Seelen. Arita steckt nun in Falis’ Körper und Falis in Aritas. Arita macht Falis ein Angebot: Wenn sie Aritas Königreich zurückerobert, darf sie das Leben einer Prinzessin führen. Falis ist einverstanden. Als »Murder Princess« erobert sie den Thron für Arita zurück. Trotzdem drohen Forland und Arita weiterhin allerhand Gefahren, sodass die Murder Princess alle Hände voll zu tun hat, um den Frieden im Land zu bewahren.

Blutig ist der Anime auf jeden Fall, sodass die Altersbegrenzung seine Berechtigung hat. Aber trotz ausschweifenden Gemetzeln schafft es der Film, einen brauchbaren Inhalt zu transportieren, einen guten Spannungsbogen aufzubauen und ein differenziertes Ende zu liefern. Wenn auch nicht gerade subtil, aber dennoch eine Metapher: Die blutroten Augen der Murder Princess deuten eindeutig auf ihre Berufung hin. Außerdem sind die beiden Androidenmädchen des verräterischen Professors Akamashi vom Charakter her Spiegelbilder der sanften Arita/Milano und der wilden Falis.
Die Hintergründe gerade der Stadt- und Landszenen sind sehr romantisch gehalten (Blumen und Fachwerk), damit sehr hübsch, wenn auch nicht so detailliert wie die Hintergründe von Studio Ghibli. Die Umrahmung der Bilder im Abspann erinnert an den Tiffany-Stil.
Die Synchro ist gut, der Soundtrack in Ordnung, auch wenn europäische Vorstellungen von Rock nicht unbedingt mit den japanischen übereinstimmen. Trotzdem erinnert das Opening ein wenig an die frühen Songs der Nu-Metal-Band Linkin’ Park. Das Ending dagegen ist reiner Pop, passt damit aber auch zu den Bildern im Abspann.

Fazit:
Für einen Violence-Anime erstaunlich gut.

Bewertung:



© Ulrike Dansauer

 

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