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Filmrezensionen Zeichentrick/Anime - Michiko & Hatchin 1 und 2

Michiko & Hatchin 1 und 2
DVD, PAL
Anime Virtual
Sprachen: Deutsch, Japanisch; mit deutschen und polnischen UT
2009 erschienen
Ca. 100 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Mit Bonusmaterial (Booklets, Postkarten, Wendecover, Interviews, Making of)
je 19,95 €

Michiko bricht aus einem Hochsicherungstrakt eines Frauengefängnisses aus. Sie sucht nach einem Mädchen namens Hana, das angeblich die Tochter ihres Geliebten Hiroshi Morenos sein soll. Hana, die bei einer lieblosen Pfarrersfamilie lebt, deren Kinder sie nur quälen, ist froh, als Michiko auftaucht und sie mitnimmt. Fortan sind beide auf der Flucht: Hana alias Hatchin vor ihrem Adoptivvater, der sie wegen des Geldes umbringen will, und Michiko vor der Polizei. Dabei treffen sie unter anderem auf Pepelina, eine Stripperin, die Michiko vom Charakter her sehr ähnelt. Aber die beiden verstehen sich nicht. Auch eine vorsichtige Annäherung ändert nichts daran, dass Michiko ihr im entscheidenden Moment nicht hilft, als Pepelinas Schwester in Gefahr gerät. Michikos Vergangenheit holt sie ein: Vasili will Michiko an Satoshi ausliefern, dem ehemaligen Freund von Hiroshi. Aber stattdessen erwischt er Hatchin. Michiko will Hatchin befreien und gerät unversehens in einen Stierkampf. Hatchin will Michiko nicht mehr sehen: Sie missbilligt Michikos kriminelle Lebensweise. Michiko geht derweil auf ein tödliches Spiel von Satoshis Mittelsmann ein, um Satoshi zu treffen.

Eine kurzweilige Animeserie, wobei der Sexappeal von Michiko nicht als Selbstzweck dient, denn die Handlung bleibt immer im Vordergrund. Michiko ist als Figur nach dem Motto »harte Schale, weicher Kern« gestaltet, denn sie ist tough und selbstbestimmt, während Hatchin noch Moralvorstellungen hat. Und die kennt Michiko definitiv nicht, ist also eine Anti-Heldin. Nicht schön allerdings das breit getretene Klischeebild der bösen, bigotten Kirchenvertreter. Eine etwas differenzierte Darstellung der Kirche auch in der Unterhaltungsbranche wäre angebracht. Der Anime selbst ist poppig bunt, was wohl der brasilianischen Kulisse geschuldet ist. Das Opening hört sich nach flotter 60er/70er Mucke an, das Ending ist eher sanft gehalten.

Bewertung:

 

Copyright © 2010 by Ulrike Dansauer

 

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