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Filmrezensionen Zeichentrick/Anime - Die Melancholie der Haruhi Suzumiya (Vol. 2 - 4)

Die Melancholie der Haruhi Suzumiya (Vol. 2 - 4)
DVD, PAL
Anime Virtual S.A. German Version
Regie: Tatsuya Ishihara
je ca. 75 - 100 min
Ton: Deutsch, Japanisch, deutsche und polnische Untertitel
2008 erschienen
FSK: ab 12 Jahren
Ohne Bonusmaterial
Preis: je DVD 24, 95 €

Inhalt DVD 2:

Die Ereignisse überschlagen sich, sodass sich Kyon ernsthaft Gedanken darüber machen muss, ob sein Weltbild überhaupt noch eine Existenzberechtigung hat. Denn nicht jeder wird von einer Außerirdischen fast getötet und von einer anderen Außerirdischen gerettet, von der sich herausstellt, dass sie keine Geringere als die wortkarge, belesene Mitschülerin Yuki Nagato ist. Außerdem erhält auch nicht jeder eine Warnung einer Zeitreisenden, deren jüngeres Ich, nämlich die schüchterne Mikuru Asahina, ständig von Haruhi schikaniert wird. Und um die Runde komplett zu machen, führt Itsuki Koizumi Kyon seine übermenschlichen Kräfte vor, von denen Itsuki behauptet, dass er sie braucht, um Haruhi Suzumiyas Psyche im Zaum zu halten. Denn wenn Haruhi langweilig bzw. sie mit der Welt um sich herum unzufrieden ist, entsteht ein so genannter »abgeschlossener Raum«, in dem ein Riese alles in diesem Raum vernichtet. Würde sich der abgeschlossene Raum auf die ganze Welt ausbreiten, wäre das das Ende der Welt. Und zu allem Überfluss soll ausgerechnet Kyon eine Schlüsselrolle spielen, wenn es um Haruhis Befindlichkeit geht …

Inhalt DVD 3:

Der Chef des Computerclubs ist verschwunden, und Haruhi beschließt, dass die SOS-Brigade ihn suchen soll. Allerdings wird ihr der Fall schnell langweilig. Kyon und die anderen Mitglieder des Clubs dagegen bemerken, dass die Wohnung des Vermissten von einer anderen Dimension überlagert wird. Sie dringen in die Dimension ein und stehen kurz darauf einem Monster gegenüber …
Ein reicher Bekannter von Itsuki lädt die Mitglieder der SOS-Brigade zu sich auf eine einsame Insel ein. Haruhi ist begeistert und erklärt sich zur Meisterdetektivin, da sie der festen Überzeugung ist, dass eine einsame Insel und eine Villa der perfekte Ort für ein Verbrechen seien. Aber dann finden sie den Hausherren in seinem Zimmer mit einem Messer in der Brust …

Inhalt DVD 4:

Endlich findet das Schulfest statt, sodass Haruhi den selbst gedrehten Film der SOS-Brigarde zeigen kann. Zum Glück kümmert sich Haruhi selbst um die Werbung für das Machwerk, sodass Kyon herumschlendern und das Schulfest genießen kann. Aber Haruhi wäre nicht Haruhi, hätte sie nicht noch eine Überraschung im Ärmel …
Um ihren von Haruhi rekrutierten Computer wiederzubekommen, will der Computerclub gegen die SOS-Brigade in einem von ihnen selbst entworfenen PC-Spiel antreten. Wenn er gewinnt, darf er sich ein Mädchen aus der SOS-Brigade aussuchen, das zum Computerclub wechseln muss, wenn die SOS-Brigade gewinnt, erhält sie vier zusätzliche PCs. Kyon nimmt den Clubmitgliedern vor dem Battle heimlich das Versprechen ab, dass sie diesmal nicht übermenschliche Fähigkeiten einsetzen, um zu gewinnen, aber dann stellt Yuki fest, dass der Computerclub mit unfairen Mitteln kämpft …
Kyon wünscht sich, dass wenigstens einmal nichts Besonderes passiert, um endlich seine Ruhe zu haben. Aber kaum hat er den Gedanken zu Ende gedacht, als auch schon Haruhi in den Clubraum stürmt und eine »erfreuliche« Mitteilung macht …

Die Handlung geht gewohnt schräg weiter, und diesmal erschließt sich mir auch, warum der Titel »Die Melancholie der Haruhi Suzumiya« heißt: Haruhis Dilemma besteht nämlich darin, dass sie sich nichts sehnlicher wünscht als Außerirdischen, Zeitreisenden und Menschen mit ungewöhnlichen Kräften zu begegnen, sie aber laut Itsuki unter keinen Umständen wissen darf, dass diese wirklich existieren. Dementsprechend langweilig und belanglos findet Haruhi ihr Leben, sodass man das (fast) als Melancholie bezeichnen kann.
Warum der Anime allerdings schon ab 12 freigegeben ist, ist mir nicht so ganz klar; weniger wegen des Fanservices für Männer, der sich noch einigermaßen in Grenzen hält, als vielmehr wegen der sehr ins Philosophische gehenden Gedanken, die ein 12-jähriger wahrscheinlich noch nicht nachvollziehen kann.
Ansonsten fällt auf, dass man anscheinend andere Animes als Vorbilder hatte. So ähnelt der in sich abgeschlossene Raum verdächtig dem aus »X1999«, denn auch hier trennen die „Guten“ extra einen Raum ab, in dem sie kämpfen können, ohne die Umwelt zu schädigen. Der Riese, der in dem abgeschlossenen Raum wütet, erinnert an eine Mischung aus der Nachterscheinung des Waldgottes aus Ghiblis »Prinzessin Mononoke« und den (Traum-)Riesen aus »Paprika«. Bei den beiden Episoden, in denen es um die Erlebnisse auf einer einsamen Insel geht, sieht man deutlich »Detektiv Conan« um die Ecke biegen.
Was man bemängeln könnte: Die 3-D-Sequenzen stechen doch recht deutlich hervor. Diese hätte man harmonischer in die 2-D-Optik einbinden müssen. Auch dass die Extras fehlen, stößt bitter auf.
Ansonsten ist der Anime hin und wieder mit realistischen Fotos (z. B. das Poster im Zimmer des Computerclubchefs) und verfremdet realistischen Szenen versetzt (so in den Einsame-Insel-Episoden).

Fazit:
Gewohnt schräg und damit ein Anime zum Ablachen, leider ohne Extras.

Bewertung:



© Ulrike Dansauer

 

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