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Filmrezensionen Zeichentrick/Anime - Mein Nachbar Totoro

Mein Nachbar Totoro
Originaltitel:Tonari no Totoro
DVD, PAL
Studio Ghibli
Regie: Hayao Miyazaki
Universum Film GmbH
82 min
Ton: Deutsch und Japanisch, deutsche Untertitel
2007 erschienen
FSK: ohne Altersbeschränkung
Mit Bonusmaterial
Collector’s Edition 28, 95 €, Special Edition € 21, 45, ohne Bonusmaterial
Preis: 14, 95 Euro

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Satsuki und ihre kleine Schwester Mei ziehen mit ihrem Vater aufs Land. Schon bei ihrer Ankunft bemerken sie, dass es in ihrem neuen Haus nicht mit rechten Dingen zugeht, denn sie stöbern bei ihrer Hauserkundung viele kleine schwarze Bällchen mit großen Augen auf. Die alte Nachbarsfrau erklärt ihnen, dass das Rußmännchen seien, die sich in leeren Häusern einnisten, aber verschwinden, wenn das Haus wieder bewohnt wird. Ein paar Tage später entdeckt Mei weitere merkwürdige, aber knuffige Wesen, die vor ihr wegrennen, als sie Mei bemerken. Mei läuft begeistert hinter ihnen her und fällt durch ein Baumloch. Sie landet auf einer großen Ausgabe der kleinen Wesen, die wie eine rundliche Mischung aus Katze und Eule aussieht. Das Wesen stellt sich ihr als Totoro vor. Als Mei ihrem Vater und ihrer Schwester von Totoro erzählt, gehen sie gemeinsam zu dem Baum, in dem Totoro wohnt, um dem Naturgeist zu danken, dass er auf Mei aufgepasst hat. Satsuki und Mei begegnen Totoro ein weiteres Mal, als sie an einer Bushaltestelle auf ihren Vater warten. Diesmal schenkt ihnen der Naturgeist ein kleines Päckchen mit verschiedenen Samen, die die Kinder bald darauf einpflanzen. Als Mei nach einem Streit mit ihrer Schwester verschwindet, helfen Totoro und eine riesige Katze, die wie ein Bus aussieht, der verzweifelten Satsuki, Mei zu finden.
Wie fast immer, wenn Miyazaki Regie führt, kommt ein Anime mit absolut liebenswerten, warmherzigen Charakteren heraus. Die beiden Mädchen, ihr Vater und selbst ihre Mutter, die sich im Krankenhaus von einer schweren Krankheit erholt, sind fröhlich und aufgeschlossen und zeigen keinerlei Angst vor den Geistern, die das Land mit ihnen bewohnen. Das müssen sie auch nicht, denn die Geister sind überhaupt nicht Furcht erregend, sondern freundlich und sehr, sehr knuffig. Die beiden Mädchen können als Vorbild für Mädchen ihres Alters dienen, denn sie verkörpern Mut, Selbstbewusstsein, Aufgeschlossenheit, Freundlichkeit und Lebensfreude, sodass sie alle Situationen meistern, die auf sie zukommen. Detaillierte Hintergründe und ein liebevoll gestaltetes Charakterdesign machen den eigentlich schon 1988 erschienen Film heute immer noch sehenswert. Der Naturgeist Totoro avancierte nach seinem großen Erfolg in Japan zum Markenzeichen von Studio Ghibli.
Die deutsche Synchronisation ist flüssig und klingt natürlich. An Bonusmaterial wartet der Film mit dem Storyboard zum kompletten Film auf, den Original Opening und Ending, dem original japanischen Trailer und japanischen TV-Spots, den deutschen Trailern zu schon auf Deutsch erschienenen Ghibli-Filmen und einem Making Of. Das Making Of beleuchtet in Interviews die Entstehung von dem zeitgleich erschienenen Ghibli-Film „Die letzten Glühwürmchen“ und natürlich von „Mein Nachbar Totoro“ selbst. Zu Wort kommen Miyazaki, Takahata, weitere Ghibli-Mitarbeiter und der Autor des Buches „Hotaru No Haka“, der Vorlage für den Anime „Die letzten Glühwürmchen“. Das japanische Opening und Ending hätte man sich allerdings sparen können, da es nicht von den im Film gezeigten abweicht.
Ein Film für die ganze Familie!

Bewertung:




© Ulrike Dansauer

 

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