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Filmrezensionen Zeichentrick/Anime - Loveless

Loveless
Originaltitel: Raburesu
DVD, PAL, 4 Folgen
Septimal Moon
Regie: Koh Yuh
Tokyopop
ca. 100 min
Ton: Deutsch und Japanisch, deutsche Untertitel
2007 erschienen
FSK: 12 Jahre
Mit Bonusmaterial
Preis: 19, 99 €

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Ritsuka Aoyagi trauert um seinen großen Bruder Seimei, der ermordet wurde. Vor seiner Schule trifft Ritsuka einen mysteriösen Fremden namens Soubi, der behauptet, seinen Bruder gekannt zu haben und in dessen Auftrag Ritsuka beschützen soll. Soubi verrät dem Jungen dessen geheimen Namen: Loveless. Soubis wahrer Name lautet Beloved, er war die „Waffe“ von Seimei, dessen wahrer Name ebenfalls Beloved lautete. Nach und nach enthüllt sich, dass eine Organisation namens „Sieben Monde“ hinter Ritsuka her ist. Außerdem hat Sieben Monde vermutlich seinen Bruder getötet. Ritsuka kann nur mithilfe von Soubi Sieben Monde entgegentreten, da Soubi über übernatürliche Kräfte verfügt, mit denen er sich und den Jungen schützt. Aber Ritsuka weiß nicht, ob er Soubi trauen kann.

Der Spannungsbogen wird zu sehr hinausgezögert, sodass die Story in den ersten vier Folgen etwas verworren anmutet. Die Zeichnungen sind guter Standart, die Synchronstimmen klingen etwas hölzern. Für Mädels gibt es wieder hübsche Jungs zu bewundern, wobei Ritsuka den Katzenbonus hat (anscheinend finden Japaner menschliche Figuren mit Katzenöhrchen besonders niedlich; man kann es grob vergleichen mit den hasenohrigen, vollbusigen Playmates im Westen). Wie für Shonen-Ai-Stories (Shonen Ai = Liebe zwischen jungen Männern) üblich, finden sich auch hier die amourösen Verwicklungen, die besonders auf der Verwirrung der angebeteten männlichen Hauptfigur basieren, die sich ihrer Gefühle für einen Mann erst einmal bewusst werden muss. Dieses Schema wird verpackt in ein anderes Schema: Das einer Organisation, in der die Hauptfiguren entweder Mitglieder oder Gegner derselben sind, in jedem Falle wird mit übernatürlichen Kräften gekämpft. Die Beziehung zwischen Ritsuka und Soubi läuft auf eine Master-Server-Beziehung hinaus, wobei nicht ganz klar ist, wer hier der Master und wer der Diener ist, da Soubi zwar behauptet, alles zu tun, was Ritsuka ihm befiehlt, aber es eigentlich Soubi ist, der mit seiner selbstsicheren, geheimnis-vollen und eigenwilligen Art den Ton angibt. Wer von Shonen Ai dieser Art auf reale homo-sexuelle Beziehungen schließen will, ist hier fehl am Platz. Schon allein die Katzenohren der jugendlichen Figuren und die übernatürlichen Kräfte deuten auf eine rein fiktive Geschichte hin, die nicht den Anspruch hat, Reales zu verkörpern.
Das Bonusmaterial besteht aus einer kleinen Galerie, in der die einzelnen Figuren mit Musik untermalt vorgestellt werden, aus dem Textless Opening und Ending, zwei kurzen Bonusclips („Guten Morgen, Loveless!“), in denen Filmausschnitte karikiert werden, und Infos zu Tokyopop und dessen Programm. Ein Interview mit den Machern oder den Synchron-sprechern für den Preis hätte aber drin sein müssen.
Insgesamt besserer Durchschnitt.

Bewertung:

 


© Ulrike Dansauer

 

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