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Loveless Loveless, Vol. 1 Der Spannungsbogen wird zu sehr hinausgezögert, sodass die Story in den ersten vier Folgen etwas verworren anmutet. Die Zeichnungen sind guter Standart, die Synchronstimmen klingen etwas hölzern. Für Mädels gibt es wieder hübsche Jungs zu bewundern, wobei Ritsuka den Katzenbonus hat (anscheinend finden Japaner menschliche Figuren mit Katzenöhrchen besonders niedlich; man kann es grob vergleichen mit den hasenohrigen, vollbusigen Playmates im Westen). Wie für Shonen-Ai-Stories (Shonen Ai = Liebe zwischen jungen Männern) üblich, finden sich auch hier die amourösen Verwicklungen, die besonders auf der Verwirrung der angebeteten männlichen Hauptfigur basieren, die sich ihrer Gefühle für einen Mann erst einmal bewusst werden muss. Dieses Schema wird verpackt in ein anderes Schema: Das einer Organisation, in der die Hauptfiguren entweder Mitglieder oder Gegner derselben sind, in jedem Falle wird mit übernatürlichen Kräften gekämpft. Die Beziehung zwischen Ritsuka und Soubi läuft auf eine Master-Server-Beziehung hinaus, wobei nicht ganz klar ist, wer hier der Master und wer der Diener ist, da Soubi zwar behauptet, alles zu tun, was Ritsuka ihm befiehlt, aber es eigentlich Soubi ist, der mit seiner selbstsicheren, geheimnis-vollen und eigenwilligen Art den Ton angibt. Wer von Shonen Ai dieser Art auf reale homo-sexuelle Beziehungen schließen will, ist hier fehl am Platz. Schon allein die Katzenohren der jugendlichen Figuren und die übernatürlichen Kräfte deuten auf eine rein fiktive Geschichte hin, die nicht den Anspruch hat, Reales zu verkörpern.
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